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Die Leidenschaftslosen

Kein Widersacher weit und breit für Angela Merkel. Der Bundesparteitag der CDU zeigte vor allem, welches Stadium die Partei inzwischen erreicht hat. Dazu trug auch CSU-Chef Seehofer bei.

Von Axel Vornbäumen, Hannover

  Sie dürfte mit ihrem Wahlergebnis und dem Parteitag insgesamt sehr zufrieden sein: Angela Merkel

Sie dürfte mit ihrem Wahlergebnis und dem Parteitag insgesamt sehr zufrieden sein: Angela Merkel

Kein Windhauch, nirgends. Absurd, wenn irgendjemand tatsächlich in der Annahme nach Hannover gekommen sein sollte, dass er dort so etwas wie den "wind of change" in der CDU der Angela Merkel wahrnehmen könnte. Er wird nach Hause gefahren sein, ohne auch nur den leisesten Luftzug verspürt zu haben.

Das ist die eigentliche Erkenntnis dieses braven, an Höhepunkten armen 25. CDU-Parteitags: Ein Jahr vor der Bundestagswahl hat die Kanzlerin in ihrer Partei ein fast schon nordkoreahaftes Stadium der Alternativlosigkeit erreicht. Sie hat ein paar blasse Stellvertreter unter sich, von der allenfalls Ursula von der Leyen im Notfall über bedingte Kanzlertauglichkeit verfügt - vor allem aber ist da kein Widersacher weit und breit, kein Herausforderer, der Merkel gelegentlich auch intellektuell etwas abfordert. Fast 98 Prozent bei der Wahl zur CDU-Vorsitzenden und stramme siebenhalb Minuten Applaus nach einer eher zähen Parteitagsrede sind dafür nur der nach außen inszenierte Beweis. Selbst CSU-Chef Horst Seehofer amüsierte sich am Mittwoch in seinem Grußwort über das "kubanische Ergebnis". Der Mann konnte sich nicht erinnern, dass daheim in Bayern in der eigenen Partei jemals auch nur annähernd solche Werte erzielt worden wären. Das will was heißen. Und sogar der sonst so selbstbewusste Seehofer erkannte bei seinem Auftritt die Hackordnung in der Union an - an Merkel, das weiß er intuitiv, kommt auch er nicht vorbei. "Du bist unsere Nummer 1", lobhudelte der Bayer.

Der Kniefall des Horst Seehofer

Das einstige Zweckbündnis, das die CDU vor zwölf Jahren mit Angela Merkel eingegangen ist, hat sich offenkundig zu einem rational-symbiotischen Verhältnis entwickelt. In Hannover wurde es zum wiederholten Mal in Zement gegossen. Die Partei, die lange Zeit so sehr mit dieser so ganz anders sozialisierten protestantischen Frau aus dem Osten gefremdelt hat, hat eingesehen, dass es Angela Merkel ist und niemand sonst, von der für die Union bei der Bundestagswahl alles abhängt. So etwas nennt man, ja, Kanzlerwahlverein. Und ein knappes Jahr vor der Bundestagswahl vermag in der Union niemand zu erkennen, was daran so schlecht sein soll. Ihm sei ein Kanzlerwahlverein allemal lieber als ein Kandidatenwahlverein, kalauerte Seehofer. Auch das - ein Kniefall.

Doch der Preis, den die CDU zahlt, ist jenes Maß an merkelhaftem Pragmatismus, über dem jederzeit der Verdacht der Konturlosigkeit und der Leidenschaftslosigkeit liegt. Wofür diese Partei tatsächlich "brennt", das ist beim besten Willen nicht mehr zu erkennen. Große Themen - Fehlanzeige. Große Fehden - dito. Der Leitantrag mit dem sinnreichen Titel "Starkes Deutschland. Chancen für alle" wurde einstimmig angenommen. Bei der Debatte um die steuerliche Gleichstellung für schwule und lesbische Paare feierte sich die Partei am Ende allein schon dafür, einmal engagiert diskutiert zu haben - um die Gleichstellung dann doch abzulehnen. Und das, obwohl das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe im nächsten Jahr mutmaßlich ein gegenteiliges Urteil fällen wird. Beim strittigen Thema der Erhöhung der Rentenansprüche für Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, verzichtete man auf die entscheidende Festlegung - nämlich, ab wann es eigentlich wie viel Geld mehr geben soll.

Angela Merkel kann mit all dem gut leben. Seit Hannover ist endgültig klar: Solange sie Kanzlerin ist, wird ihr der "Wind of Change" aus der eigenen Partei noch sehr lange nicht entgegenwehen. Eigentlich muss sie nur schaffen, Kanzlerin zu bleiben.

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