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15. Februar 2009, 18:17 Uhr

Guttenberg erwartet Abflauen der Krise

Der neue Bundeswirtschaftsminister, Karl-Theodor zu Guttenberg, erwartet einem Zeitungsbericht zufolge ein baldiges Abflauen der Wirtschaftskrise. Seinen Optimismus stützt er dabei auf das Konjunkturpaket. Das jedoch wird kurz vor der möglichen Annahme durch den Bundesrat noch diskutiert.

Konjunktur, Krise, Karl-Theodor zu Guttenberg, Bundeswirtschaftsminister

Verbreitet Optimismus: Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg© Wolfgang Kumm/DPA

Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg erwartet ein Abflauen der Wirtschaftskrise bereits für den Herbst des Jahres. Guttenberg sagte der "Bild"-Zeitung: "Machen wir uns nichts vor, wir stecken mitten in einer sehr harten Krise. Aber wir haben ein sehr gutes Konjunkturpaket geschnürt. Nicht zuletzt deshalb erwarten wir, dass es spätestens ab Herbst wieder aufwärts geht."

Für die Annahme des Konjunkturpakets im Bundesrat stellte die FDP unterdessen Bedingungen. Der stellvertretender Ministerpräsident von Niedersachsen, Walter Hirche, sagte dem "Hamburger Abendblatt", die Zustimmung der Liberalen hänge davon ab, "ob die Regierung auf unsere vernünftigen Vorschläge eingeht". Er forderte für die Zustimmung seiner Partei die Senkung der Einkommensteuer rückwirkend ab 1. Januar 2009 statt erst 2010. "Und die widersinnige Besteuerung von Kreditzinsen als Gewinn muss weg, denn sie bremst Investitionen und Konjunktur." Der Zeitung zufolge geht es der FDP im Kern um Schritte zu einer Einkommen- und Unternehmensteuerreform.

Hamburg will Klimaschutzkomponente

Am Montag werden die vier FDP-Wirtschaftsminister aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Niedersachsen im Wirtschaftsausschuss der Länderkammer die Anrufung des Vermittlungsausschusses beantragen. Stimmen die von der FDP mitregierten Länder dem Konjunkturpaket im Bundesrat nicht zu, fällt der schwarz-grünen Landesregierung in Hamburg die entscheidende Rolle zu. Bürgermeister Ole von Beust bekräftigte bereits die Aufnahme einer zusätzlichen Klimaschutzkomponente als Bedingung. "Wir hatten eine Änderung bei der Abwrackprämie vorgeschlagen, können uns aber bekanntlich alternativ auch eine Modifikation bei der geplanten Neuregelung der Kfz-Steuer vorstellen. Details dazu müssten konkret in Verhandlungen geklärt werden."

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück verteidigte unterdessen die milliardenschweren Finanzhilfen an strauchelnde Banken als alternativlos. "Es ist im Interesse jedes einzelnen Bürgers, in Deutschland ein funktionierendes Bankensystem zu haben", sagte der SPD-Politiker in Berlin während einer Podiumsdiskussion. Ohne den angeschlagenen Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) namentlich zu benennen, warb Steinbrück um Verständnis für die staatlichen Garantien, mit denen die Insolvenz des Münchener Geldhauses bislang abgewendet werden konnte. Gleichwohl kritisierte der stellvertretende SPD-Vorsitzende, dass der Staat ungeachtet der gewährten Finanzhilfen in Höhe von 87 Milliarden Euro keine Möglichkeit der Einflussnahme auf die Geschäfte der HRE habe.

Der Bundestag hatte ein in der Nachkriegsgeschichte beispielloses Paket zur Stützung der Konjunktur beschlossen, das in den Jahren 2009 und 2010 rund 50 Milliarden Euro umfasst. Hinzu kommen 30 Milliarden Euro in Form von Bürgschaften. Der Unternehmensberater Roland Berger sieht in Deutschland jedoch einen Investitionsstau von einer viertel Billion Euro. Die Infrastruktur in Westdeutschland bedürfe dringend einer Sanierung, sagte er dem "Tagesspiegel". Hinzu kämen notwendige Ausgaben für Informations-, Umwelt- und Energietechnologie. "Insgesamt bräuchten wir also um die 250 Milliarden Euro, um Deutschland zu modernisieren, wobei einen Großteil des Geldes und mehr die Unternehmen aufbringen können, sobald die Finanzmärkte wieder funktionieren", sagte Berger. Die Konjunkturpakete der Bundesregierung von insgesamt 80 Milliarden Euro gäben zu wenige Impulse für unternehmerische Investitionen, kritisierte er.

AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 31)
 
widder1 (18.02.2009, 09:45 Uhr)
Guter zu Guttenberg!
Wer hat ihm denn das gesagt?
Für diese Aussage sollte ihm ein karnevalistisches Ordensband mit Achselklappe verliehen werden.
Zu Guttenberg hat das Einmaleins der Politik, Sprüche klopfen, sehr schnell begriffen. Nur haben wir die Sprücheklopfer satt! Bis obenhin!
REINI2 (17.02.2009, 18:17 Uhr)
Sarazzin oder guttenberg .... wer ist schlimmer??
Bei Sarrazin kann ich folgendes beurteilen:
Sarazzin.... ein Narzist, Ignorant, Denunziant..... schlicht, ein Dummkopf!
Zur Bundesbank geht der? Unter SEINESGLEICHEN??
Da geht ein Betrüger und Schwätzer..... zu den Anderen!
Wie kann man so einen …... mir fällt grad nichts ein..... so einen....Neoliberalen Dummschwätzer...( Noch zu harmlos).... zur BUNDESBANK schicken?? Kann doch nur ein vorgezogener Aprilscherz sein!
Ich würde den wegsperren. Der hat doch bewiesen, dass er von NICHTS einen Ahnung hat.... davon aber ziemlich VIEL!
Bei guttenberg kann ich nur sagen:
Wessen Brot ich ess.... dessen Lied ich sing!
Nämlich das NEOLIBERALE!
n8g8 (16.02.2009, 22:50 Uhr)
Uuuihhh!
Damit stellt sich Hochstapler Felix Strull an seinem sechsten Amtstag voll stringent gegen den globalen Cash-Flow.-
So eine Kompetenz-Kompetenz sollte - gerade auch weil diese Mogelpackung IRL aus dem "ausgehungerten" Land-Adel stammt - in spätestens 10 Minuten den Abflug vom Münchner Bahnhof machen!!!
Arme Land-adlige Grüße aus Franken
ssteffen (16.02.2009, 16:44 Uhr)
Kasper
der Kasper hat sich wohl mit nem Hammer gekämmt. Da sind noch nicht mal alle Leichen aus dem Keller gezogen, da will unser Jungunternehmer bereits Licht am Ende des Tunnel sehen. Nee Du Das ist erst der Zug, dann kommt Gegenwind und dann die Entlassung. Da het aber schon ne fette Pension... Der Guute
galonero (16.02.2009, 16:02 Uhr)
Guttenberg
meinte natürlich (sch)westerwelle...gggg
galonero (16.02.2009, 15:58 Uhr)
Guttenberg
Fehlt nur noch die (S)westerwelle und das Dream-Team ist perfekt!!!!
peterpan1001 (16.02.2009, 13:27 Uhr)
@ chrgue
wenn ich schreibe - volksverräter, hängt sie höher - dann ist das ein profezeiung, die in spätstens 5 jahren eintreffen wird.
ich hab hier vor einem jahr schon einige profezeiungen gemacht, die jetzt eintreffen. damals bin ich ausgelacht worden.
du kannst die nicht vorstellen was in europa , nahost , russland und nordamerika passieren wird.
deshalb werde ich auswandern, nach südamerika.
schau hier:
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/
Nursery (16.02.2009, 11:59 Uhr)
Wo sind die Fakten für den Aufschwung?
Er soll doch einmal eine Sttistik aus seinem Hut zaubern die dieses Wunder von Berlin ermöglicht.Für mich ist dieser Minister eine einzige Luftnummer und beschämend für den Wähler solche Kanidaten in Amt und Würde zu tragen.Dieser Seehofer ist von allen Geistern verlassen nur um in Berlin präsenz zu zeigen .Es sind Ihm alle Mittel recht.
Joe67 (16.02.2009, 10:49 Uhr)
Zweckoptimusmus
Positiv gesehen verbreitet Guttenberg Zweckoptimismus. Vieles in der Wirtschaft hängt von der Stimmung ab - wenn diese schlecht ist, geht es noch weiter runter. Allerdings selbst den Zweckoptimismus verbreitet er unglaubwürdig.
Richtig bitter wird es, wenn die Milliarden der Konjunkturprogramme verpufft sind und der Staat keine weiteren Banken mehr retten kann, da er sonst selber Pleite geht.
Früher hieß es Konjunkturprogramme bei einem beginnenden Abschwung wären schädlich, da sie Strukturwandel und Anpassung der Kapazitäten verhindern würden. Ist dagegen die Talsohle erreicht, können Konjunkturprogramme Multiplikatoreffekte erreichen. Leider wird genau dann kein Geld mehr dafür da sein.
Prato61 (16.02.2009, 08:49 Uhr)
Lieber Freiherr..
Ich weiß ja nicht, wo Sie Ihre Weisheiten herbekommen, muss Ihnen aber mitteilen, dass Sie sich einem gewaltigen Holzweg befinden. Als Außendienstler eines Logistik-Unternehmens habe ich permanenten Kontakt zur "Front" und kann Ihnen mitteilen, dass Ihre Ausführungen höchstwahrscheinlich den diversen vor der Türe stehenden Wahlen geschuldet sind.
Beispiele: Im Automotiv-, Chemie-, und Elektronikbereich ist derzeit Totalstillstand, es gibt keinerlei Anzeichen für eine mittelfristige Besserung.
Der Maschinenbau hat noch eine Auftragslage von ca. 15 Wochen abzuarbeiten, danach ebenfalls Stillstand.
Somit dürften wir die in Deutschland wesentlichen Zweige abgearbeitet haben. Ohne Schwarzmalerei zu betreiben, ist davon auszugehen, dass wir die Talsohle der Konjunktur noch vor uns haben.
Es bringt überhaupt nichts, wenn wir die derzeitige Wirtschaftslage schlechter reden, als sie eigentlich ist. Allerdings bringt auch nichts, wenn wir der Situation mit künstlichem, aufgesetztem Optimismus entgegentreten. Das Gebot der Stunde heißt: Sachlichkeit. Allerdings brauchen wir dafür auch die richtigen Protagonisten, aber genau hier fehlt es uns am meisten.
(siehe Prof. Sinn)
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