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29. Dezember 2008, 07:56 Uhr

Steinbrück sieht positive Signale

Sinkende Benzinpreise und eine zurückgehende Inflation: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sieht positive Anzeichen, dass Deutschland ohne großen Schaden aus der Finanzkrise kommt. Eine schnelle Einigung auf ein zweites Konjunkturpaket erwartet er jedoch nicht.

Steinbrück, Finanzkrise, deutsche Konjunktur

Erwartet keine schnelle Einigung auf ein zweites Konjunkturpaket: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück© Reuters

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück zeigt sich optimistisch: Der SPD-Politiker sieht positive Anzeichen, dass Deutschland ohne großen Schaden aus der Finanzkrise hervorgeht. "Es gibt zum Glück auch positive Entwicklungen", sagte er der "Neuen Presse". "Die Benzinpreise gehen zurück, der Wechselkurs hilft der Exportindustrie. Die Inflation ist gesunken. Die real verfügbaren Einkommen steigen. Die Rentenerhöhung zum Juli 2009 wird um 2,5 Prozent höher als in den Vorjahren ausfallen. Es gibt keine Immobilienblase in unserem Land. Deutschland hat die Kraft, die Krise zu bewältigen. Auch wenn das ein schweres Stück Arbeit für uns alle wird", zeigte sich der Finanzminister optimistisch.

Steinbrück sieht Infrastrukturinvestitionen als zentralen Bestandteil des Konjunkturprogramms. "Es ist absolut richtig, sich auf Infrastrukturinvestitionen zu konzentrieren - in Verkehr, kommunale Infrastruktur, Bildungseinrichtungen, Kommunikations- und Energieeffizienz", sagte der SPD-Politker den "Ruhr Nachrichten". Das zweite Konjunkturpaket solle auch Hindernisse und Hürden beseitigen, damit das Geld schnell Wirkung entfalte, sagte Steinbrück und fügte an: "Wir benötigen dafür eine enge Abstimmung zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Viele Gemeinden haben einen hohen Bedarf, aber kein Geld."

Eine schnelle Einigung auf ein zweites Konjunkturpaket erwartet Steinbrück jedoch nicht - auch nicht beim Treffen der Koalitionsspitzen am kommenden Montag. "Es wird am 5. Januar keine Beschlüsse geben", sagte Steinbrück der "Passauer Neuen Presse". Über den Umfang des Pakets zu spekulieren, sei zu früh. "Der Inhalt bestimmt das Volumen und nicht umgekehrt." Das Paket werde mehrere Komponenten enthalten. "Es wird debattiert, wie man die Konsumneigung fördern kann. Hilfe für die Automobilindustrie spielt eine Rolle, die Neugestaltung der Kfz-Steuer ebenso."

Mit Blick auf die Steuerforderungen der CSU bekräftigte Steinbrück, dass er die Senkungen von Lohnnebenkosten für sinnvoller halte. Davon würden "viel mehr Menschen etwas haben als von einer Steuersenkung. Die Hälfte der privaten Haushalte in Deutschland zahlt doch überhaupt keine Steuern. Beiträge zur Krankenversicherung zahlen alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, aber auch zwei Millionen Selbstständige und 17 Millionen Rentner", sagte der Bundesfinanzminister. Bei Steuersenkungen profitierten die Besserverdiener am meisten, die allerdings auch die höchste Sparneigung hätten.

AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 11)
 
n8g8 (29.12.2008, 23:04 Uhr)
Eindeutig infiziert
Der SuPEER ist eindeutig HIV infiziert = Hilfe, Ich Verliere!
Bleibt zu hoffen, dass es so einem bornierten Versager und Schwachmachten auch wirklich demNEXT an seinen Kragen geht.
Hoffentlich weiss sich das Volk auch noch in sechs bis acht Wochen zu erinnern. Liste? Liste!!!
Walbe (29.12.2008, 17:39 Uhr)
Steinbrück
Er mag sich noch einige Zeit über seinen "Ruhm" freuen. Er uns einige
seiner Kollegen und speziell Kollegin
die gute ULLA werden meine Stimme nicht
erhalten. Diese grosskotzige Getue um unsere Steuerlast, damit er weiter "sein" Geld sparen kann, es aber nicht tut - Nein danke
universal1909 (29.12.2008, 16:15 Uhr)
Steinbrück - Ein Träumer...
... sieht jetzt bereits wieder Licht im Tunnel. Ich ärgere mich schon seit langem, dass ich diese Sippe gewählt habe. Aber in 2009 wird mir dies und vielen anderen Freunden und Bekannten nicht mehr passieren.
Westerle.Merkwelle (29.12.2008, 12:04 Uhr)
Steinbrück - na und?
Ich meine dieses Buch:
http://www.amazon.de/gp/product/3596174074?ie=UTF8&tag=x21-21&linkCode=as2&camp=1638&creative=6742&creativeASIN=3596174074
Westerle.Merkwelle (29.12.2008, 12:00 Uhr)
Steinbrück - na und?
Die SPD hat sich zum Teil eines Systems gemacht, das seit dem Wegfall des Systemwettbewerbs nach der altbewährten Doktrin des Liberalismus aus dem 19. Jahrhundert nur noch eins kennt: Die Abschaffung des Sozialstaates, d.h.
Wegfall der staatlichen Fürsorge und Lenkung unserer Gesellschaft
* Ein Millionenheer von Arbeitslosen
* Schlechtere Arbeitsbedingungen für alle
* Sozialer Kahlschlag
* Ausplünderung der Staatskassen durch Steuergeschenke an die Superreichen
* Desolates Gesundheits- und Bildungssystem
* Abbau und Unterminierung von Grundrechten
* Korruption der Politiker durch personelle Verflechtung mit dem Spitzenmanagement der Wirtschaft
*
Die kanadische Journalisten Naomi Klein hat diese Politik in ihrem Buch "Schockstrategie" brillant als weltweiten Trend beschrieben.
Die Verfassungsfeinde sitzen in jenen Parteien, die heute lautstark das Mehrheitswahlrecht fordern, weil sie sich ausrechnen, ihre skandalöse Politik auf diese Weise ungehindert fortführen zu können.
Die SPD versagt in ihrer Rolle als Hüterin einer demokratischen und humanen Gesellschaft - wie damals in Weimar.
der2groeste (29.12.2008, 11:38 Uhr)
Der Affenstall
Wenn man sich die Japaner und Chinesen ansieht , fällt einem sofort auf, das denen ein Faktor fehlt, und das ist Land. Trotzdem boomt deren Wirtschaft.Seit der Wiedervereinigung hat Deutschland jede Menge brach liegendes Land, das nicht oder nur wenig genutzt wird.Anstatt wie Hitler in Autobahnen und Schienen zu investieren sind unsere Politiker und Ökoexperten zu bescheuert dieses brachliegende Potential zu nutzen. In 3 Stufen, Schutzgebiete, ( Tourismuss), Agrikulture, (Biomasse), Industrie und Energieerzeugung. Selbst Holland baut auf seinem unter dem Meeresspiegel liegendem Land Grünhaueser. Steinmeier hat keine Ahnung und große Fresse.
knilch_59 (29.12.2008, 11:25 Uhr)
Besser KEIN Konjunkturprogramm
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als das Durcheinander, das derzeit auf dem Tisch liegt! Und der blödsinnigen CSU-Forderung nach Steuersenkung den Vorschlag einer Senkung der Sozialversicherungsbeiträge entgegenzustellen, ist clever. So kann man sich gegenseitig blockieren und sinnlosen Verzicht auf Staatseinnahmen vermeiden.
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Wenn @Sternchen2020 schreibt, dass sich die „Benzinpreise einigermaßen normalisieren“, dann demonstriert das versammelten ökonomischen Unverstand: Was ist an einem Rohölpreis von 40 US-$ bei einem Dollarkurs von 1,43 „normal“? Die Zielgröße, die von der OPEC angestrebt wird, ist 75$! Was wäre, wenn der Dollar sich wieder auf das Maß erholen würde, den die deutschen Exporte gerne hätten und der in etwa auch den Kaufkraftparitäten entspricht – also ca. 1,20? Umgerechnet auf den Spritpreis würde das ca. einen Wert von 1,18 (montags) bis 1,29 (donnerstags) ergeben – das wäre also der normale Spritpreis! Momentan ist Sprit rund 20% zu billig!
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Aber da hat Steinbrück wieder recht – das müsste an sich schon wie ein Konjunkturprogramm wirken. Wenn ein Privathaushalt eine Jahres-Fahrleistung von 15.000 km hat und die Autos ca. 8 l verbrauchen, wären das rund 100 l im Monat. Für diese 100 l zahlt man derzeit jeden Monat 50 € weniger als noch im Juli. Dazu noch die Sch…-Pendlerpauschale ergibt eine Entlastung eines Arbeitnehmerhaushalts um ca. 70 € monatlich. Da braucht es keine Debatte um eine Entlastung mit der Gießkanne mehr!
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Wichtiger für die Binnenkonjunktur wäre es, diejenigen „konsumfähig“ zu machen, die es derzeit nicht sind. Es gibt derzeit genau 2 staatliche Aufgaben:
Die Zahl derjenigen, die sich im Regelkreis von Hartz-IV bewegen, also ca. 10% der Bevölkerung, muss mindestens halbiert werden.
Und wir brauchen einen Masterplan zur Stabilisierung unserer Bevölkerungsentwicklung, um die Sozialsysteme auch über das Jahr 2025 hinaus intakt zu halten. Unter den heutigen Annahmen bekommen wir einen KV-Satz von 25 und einen RV-Satz von 23% - ergibt für den Normal-Arbeitnehmer – ab dem ersten Euro – eine Belastungsquote von über 25% - ohne einen Cent Einkommensteuer! Wenn das passiert, wird es wirklich finster. Aber bis dahin sind Steinbrück, Schmidt und die Gang vom Club der Unfähigen – CDU – ja längst in Pension. Und Steinbrück kann sich sowieso hauptberuflich an nichts erinnern!
kalki (29.12.2008, 11:01 Uhr)
das übel
übel ist das wir alle ob im grossen oder kleinem in diese miseren verstrickt sind.Die verflechtungen sind so enorm das keiner sich dem entziehen kann, munter mitmischt und von dem anderen erwartet das er was ändert.und selbst die politik, eigentlich ein instrument der demokratie,läßt sich benutzen wie eine marionette.wer nun glaubt man könne ein wenig die regulierschraube nach oder links drehen ,der irrt gewaltig.Wo der weg hingeht wissen wir ,tun wir doch was dagegen ....gelle !!! UND warten wir nicht auf den nachbarn
Sternchen2020 (29.12.2008, 10:05 Uhr)
Man muss sich das wirklich einmal
auf der Zunge zergehen lassen. Die Benzinpreise normalisieren sich einigermaßen, nachdem diesbezüglich eine unvorstellbare Abzocke stattgefunden hat - und unser Finanzminister sieht darin schon die Krise für Deutschland gelöst. Für wie naiv hält er die Bürger eigentlich? Grob fahrlässig verhalten, so muss man das werten.
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Weiterhin schöne Weihnachtsferien, leibe Regierungsverantwortliche. Krise ist allenfalls, wenn unsere Politiker sich bequemen, aus dem aus dem Weihnachtsurlaub zurück zu kerhen.
Nursery (29.12.2008, 09:51 Uhr)
Harter Hund
Steinbrück muß sich wieder als "Harten Hund beweisen".Es wird den Leuten tagtäglich das Blaue vom Himmel erzählt.Was sie noch glauben sollen kann Ihnnen kein Politiker sagen.Nur eines ist Sicher! Das nichts mehr Sicher ist!Dafür brauchen wir keine Politiker die uns die Abendnachrichten vorsäuseln.Besser wäre es den Leuten ,Klaren Wein einzuschenken und an den Problemen zu arbeiten.Wie es im Land mit den Löhnen aussieht muß jedem bekannt sein.Und nach jeder Krise die Löhne für 4 oder mehr Jahre einzufrieren hat nichts gebracht ganz im Gegenteil.In der Lohnentwicklung ist Deutschland nur noch von Bulgarien zu schlagen.Tolle Aussichten.
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