. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
23. Juli 2011, 11:23 Uhr

Bahr sieht sich nicht von Schäuble blockiert

Gesundheitsminister Daniel Bahr hat einem Bericht widersprochen, nach dem sein Konzept zur Bekämpfung des Ärztemangels von Finanzminister Wolfgang Schäuble blockiert wird.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) einem Bericht vom Samstag zufolge einen engen Kostenrahmen beim Kampf gegen den Ärztemangel diktiert. Schäuble habe sein Veto im Kabinett angedroht, falls nicht eine Art Ausgabenbremse festgelegt werde, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Bahr wies dies im "Tagesspiegel am Sonntag" zurück: "Das Gesetz ist wie geplant und unverändert auf dem Weg."

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete unter Berufung auf Angaben aus der Regierung, zwischen Finanz- und Gesundheitsministerium sei eine Regelung vereinbart worden, die zum Ziel habe, den Bundeshaushalt vor Belastungen aus dem Gesetz zu schützen. Sollten die tatsächlichen Kosten die im Gesetz genannten Zahlen überschreiten, müsse Bahr dieses Geld durch Einschnitte im Gesundheitssystem ausgleichen.

Bahr stellte dazu klar: "Bei unseren geplanten Maßnahmen wurde nichts geändert, nur eine Erklärung aufgenommen, dass in drei Jahren bei der ohnehin anstehenden Entscheidung über den Sozialausgleich die Maßnahmen zu evaluieren sind." Eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung dürfe nicht nach Kassenlage gemacht werden, sagte er dem "Tagesspiegel am Sonntag". "Das hat am Ende auch der Finanzminister so gesehen." Im Ergebnis gebe es nun ein Gesetz, das der Versorgung der Patienten den nötigen Vorrang gebe. "Wenn wir jetzt nichts gegen den drohenden Ärztemangel tun, wird es deutlich teurer werden", mahnte er.

Mit dem Versorgungsstrukturgesetz wollen Bahr und die Gesundheitsexperten der schwarz-gelben Koalition den Ärztemangel auf dem Land bekämpfen. Wer in einem unterversorgten Gebiet praktiziert, soll keine Abschläge mehr bei seinen Honoraren hinnehmen müssen. Zudem soll über die Bezahlung der niedergelassenen Ärzte nicht mehr zentral, sondern in den Regionen verhandelt werden. Zusätzlich sieht der Gesetzentwurf mehr Geld für Zahnärzte vor. Schäubles Experten hatten schon vor Wochen davor gewarnt, dass diese Ansätze zu deutlich höheren Ausgaben führen könnten als veranschlagt. Das Gesundheitsministerium geht von maximal 200 Millionen Euro aus.

cjf/AFP/Reuters
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Fachkräftemangel Bundesagentur will Arbeitslose aus Krisenländern holen

In ihren Ländern gibt es kaum Aussicht auf einen Job, hier werden sie dringend gebraucht: Fachkräfte aus den EU-Krisenländern. Die Bundesagentur für Arbeit wirbt daher um qualifizierte Zuwanderer aus Portugal, Spanien und Griechenland. Gesucht werden vor allem Ingenieure, Ärzte und Pflegepersonal. mehr...

Krankenkasse-Umfrage Deutsche Kinder immer dicker und kränker

Sie essen zu viel Süßes, bewegen sich zu wenig, und hängen zu viel vorm Fernseher und Computer herum: Mädchen und Jungen leben laut einer Umfrage unter Kinderärzten ungesünder als früher. Die Krankenkasse DAK hält die Ergebnisse für alarmierend. mehr...

Tausende bemängeln Ärztepfusch Regierung will mehr Patientenrechte

Falsche Diagnosen und Fehler im OP: Nie zuvor haben sich so viele Patienten beschwert wie im vergangenen Jahr. Die Dunkelziffer ist jedoch weiterhin hoch und der Weg zur Entschädigung weit. Jetzt sollen Patienten mehr Rechte bekommen. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe