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30. April 2009, 15:23 Uhr

Gesundheitsfonds fehlen fast drei Milliarden

Die Wirtschaftskrise reißt dem Gesundheitsfonds und damit den gesetzlichen Krankenkassen ein riesiges Loch in die Kassen. Jetzt muss der Bund blechen - und zwar mehrere Milliarden Euro.

Gesundheitsfonds Krankenkassen Defizit

Neu kalkultiert werden muss der Gesundheitsfonds: Krisenbedingt fehlen fast drei Milliarden Euro© Colourbox

Wegen der Wirtschaftskrise brauchen die gesetzlichen Krankenkassen in diesem Jahr weitere 2,9 Milliarden Euro. Das ergaben Berechnungen des Schätzerkreises für die gesetzliche Krankenversicherung am Donnerstag in Berlin, wie mehrere Nachrichtenagenturen aus Kreisen des Gremiums erfuhren.

Die Finanzexperten gehen demnach von einem Defizit in dieser Höhe für den Gesundheitsfonds durch wegbrechende Einnahmen 2009 aus. Aus dem Bundeshaushalt wird das Defizit mit einem Darlehen ausgeglichen. Dieses Darlehen muss der Fonds bis 2011 zurückzahlen.

Im Schätzerkreis sind Vertreter des Gesundheitsministeriums, des Bundesversicherungsamtes und des Kassen-Spitzenverbandes versammelt.

Nach bisheriger Planung fließen 2009 bereits Bundesmittel in Höhe von rund 7 Milliarden Euro in den Gesundheitsfonds. Mit 4 Milliarden soll pauschal ein Teil der versicherungsfremden Kassenleistungen wie etwa die Mitversicherung der Kinder bezahlt werden. 3,2 Milliarden Euro werden gebraucht, damit der Beitragssatz wie geplant am 1. Juli um 0,6 Punkte auf 14,9 Prozent sinken kann. Dies soll die Konjunktur stärken. Der Fonds hat ein Gesamtbudget von rund 167 Milliarden Euro.

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 12)
 
utospatz (02.05.2009, 23:02 Uhr)
Jetzt suchen Ärsche 3 Milliarden
soll ich Ärschen helfen?
Der Steuerzahlerarsch inclusive Hartz-Puff finanziert 17 Ministerien, besetzt mit wohlgenährten beamteten Ärschen und wundert sich, in Berlin lässt eine sozialpolitische Schnulle ihn christlich immer im Stich!
utospatz (02.05.2009, 22:54 Uhr)
Eine Schnulle Schmidt in Berlin
macht koalitionsmäßig gar nix mit.
Selbst das dümmste Arschloch ist auf der besseren Seite, denn wenn er SPD hört sucht er das Weite!
Aquarius2 (01.05.2009, 22:32 Uhr)
Es gibt Wichtigeres,
als Gesundheit und Bildung.
Der Staat braucht derzeit alles verfügbare Geld, um Schaden auszugleichen, den Spekulanten angerichtet haben.
Oder möchte etwa jemand, dass die Verursacher und Profiteure den angerichteten Schaden selbst begleichen?
Na also! Immer schön bescheiden bleiben und nicht immer an die Schmerzen denken...
utospatz (30.04.2009, 20:42 Uhr)
Ich setz noch einen drauf, in
diesem System tummeln sich Arschlöcher, die seit Humboldt niemand mehr braucht! Überprüfe mal in welcher Partei Du bist!
kabelmann (30.04.2009, 19:56 Uhr)
@chaos123
Schöner Vergleich....er hinkt halt leider ein bisschen, weil die untere Schicht sich kein Auto leisten kann und somit die KFZ Steuer einspart. Das kann man auch ideal aufs Krankenkassensystem portieren.
Neoliberales Gewäsch halt.
.
Der Punkt mit dem "echten Konkurrenzkampf" ist auch schön. Sieht man in der Privatwirtschaft. Dort wird die Konkurrenzfähigkeit durch Entlassungen, nachteilige Tarifabschlüsse für die Belegschaft, Outsourcing in vom Tarivertrag ungebundene Gesellschaften und Leiharbeit hergestellt. Toll, so eine Konkurrenz
Angel_of_Mercy (30.04.2009, 18:55 Uhr)
3 Millarden von den Pharmakonzernen
als Dankeschön für Trullala Schmidts fleißige Lobbyarbeit müssten drin sein.
Ach Mist, geht ja nicht, wäre ja für einen "guten" Zweck. Wieviel würde dem Gesundheitsfond eigentlich fehlen, wenn es ihn gar nicht gäbe?
Das Abschaffen der gesetzlichen Krankenkassen für mehr Effektivität durch Wettbewerb hat einen Haken. Die Pharmaindustrie ist an wirklichem Wettbewerb nicht interessiert.
whismerh2 (30.04.2009, 18:43 Uhr)
@knilch59
Treffer, auch wenn mir Ihe Sichtweisen stellenweise
etwas zu lange sind, auch wenn ich Sie immer lese.
Gut auf den Punkt gebracht.
Was die Luschen betrifft 1000 % Übereinstimmung.
Hinzufügen möchte ich noch eines,
Zu wenige Beitragszahler, für den gesammten Topf, Tendenz steigend.
Auch wenn man das Gesundheitssystem
schlanker gestalten könnte, aber ich denke hier das ware Problem begraben.
bR4iNST0RM (30.04.2009, 17:33 Uhr)
Dieser Herbst wird ein wirklicher Herbst.
@ knilch_59: ein Punkt haben sie vergessen/verdrängt: Krankenkassenreform, die arg nach hinten losgehen wird! Ansonsten Volltreffer!
Wählt die Blumenzüchter oder macht den Wahlzettel unbrauchbar (vielleicht ein Peace - Zeichen drauf malen). So kann es nicht weitergehen. Aber !bitte! geht zur Wahl! Nichts ist schlimmer, als gar nicht hinzugehen. Vor allem dürfen Wahlmuffel dann nicht meckern!
Halodri73 (30.04.2009, 17:32 Uhr)
Alle gestezlichen Kassen schließen, bis auf
EINE!
Die Einsparungen bei den Verwaltungskosten machen keine paar Milliarden auf einmal aus, aber mittel- bis langfristig eine ganze Menge!
Minimale Beiträge gegen Basisversorgung für alle, wer mehr will, soll Zusatzversicherungen abschließen und als Vorsorgeaufwendungen geltend machen können.
Durch diese Quasi-Privatpatienten kann das System bezahlbar bleiben.
Ist ja heute auch schon so, eine Menge Praxen könnten ohne private gar nicht mehr finanziell überleben.
Und ich spreche nicht vom Porsche-fahrenden Ausnahmearzt!
chaos123 (30.04.2009, 16:45 Uhr)
lösung
die politik vermeidet die eindeutig beste lösung der probleme. Eine abschaffung der gesetzlichen krankenkassen hätte nur vorteile. zum ersten ein echter konkurenzkampf, zum zweiten sinkende gesundheitskosten (ja wirklich) und zum dritten eine bessere gesundheitliche versorgung. jetzt kommen wieder die schreier die meinen dass dann die armen alle keine versorgung mehr hätten. wir haben das beste beispiel wie es schon seit jahrzehnten funktioniert. nämlich bei der autoversicherung. haftpflicht für alle und wer will bekommt teilkasko oder vollkasko, je nachdem was er sich leisten kann oder will. im moment kann man nicht wählen und muß in ein marodes system einzahlen das nur kosten verursacht.
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