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Familienministerin zensiert beim Vorlesen

Diskriminierende Begriffe streicht sie aus Kinderbüchern und macht Gott ganz nebenbei zum Neutrum: Familienministerin Kristina Schröder möchte ihrer Tochter nur politisch korrekte Literatur vorlesen.

  Bundesfamilienministerin Kristina Schröder liest gerne vor - aber diskriminierende Begriffe müssen selbst in "Pippi Langstrumpf" korrigiert werden

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder liest gerne vor - aber diskriminierende Begriffe müssen selbst in "Pippi Langstrumpf" korrigiert werden

Diskriminierende Begriffe will Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) beim Vorlesen für ihre anderthalb Jahre alte Tochter sofort entschärfen. Wenn etwa Pippi Langstrumpfs Vater als "Negerkönig" bezeichnet werde oder Jim Knopf als "Negerbaby", dann werde sie dies bei ihrer Tochter "synchron übersetzen, um mein Kind davor zu bewahren, solche Ausdrücke zu übernehmen. Auch ohne böse Absicht können Worte ja Schaden anrichten. Wenn ein Kind älter ist, würde ich dann erklären, was das Wort "Neger" für eine Geschichte hat und dass es verletzend ist, das Wort zu verwenden", sagte Schröder, 35, der Wochenzeitung "Die Zeit".

Schröder sagte, gerade Grimms Märchen etwa seien "oft sexistisch". "Da gibt es selten eine positive Frauenfigur." Sie wolle deshalb neben Grimms Märchen andere Geschichten mit anderen Rollenbildern setzen, so die Ministerin. Auch der bestimmte Artikel in "der liebe Gott" habe aus ihrer Sicht nichts zu bedeuten, so Schröder. "Man könnte auch sagen: Das liebe Gott."

kave/DPA/DPA

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