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Dem Mann muss geholfen werden

Der Kampf um die Gleichberechtigung der Frau beginnt beim Mann. Das meint zumindest Frauenministerin Kristina Schröder. Und hat zum Teil endlich einmal Recht.

Von Sophie Albers, Berlin

  Kristina Schröder will "den kleinen Unterschied" retten

Kristina Schröder will "den kleinen Unterschied" retten

Man könnte meinen, Kristina Schröder hatte einst ein traumatisches Erlebnis mit Metrosex-Ikone David Beckham, diesem ungreifbaren, oszillierenden Mannsbild. Jedenfalls hat die Frauenministerin am Montag zur "Männerkonferenz" nach Berlin gerufen, um herauszufinden, was einen Mann im Jahr 2012 aus- und glücklich macht. Gekommen sind rund 300 Teilnehmer, Experten, Politiker, Betroffene. Zwei Drittel des Saals füllten mittelalte Männer.

Und genau denen fühle sie sich verbunden, sagte Schröder im Grußwort: Ihre offizielle Berufsbezeichnung sei zwar Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, was heißen würde, dass sie für alle außer mittelalte, kinderlose Männer zuständig sei. Aber "ich bin auch Ministerin für mittelalte Männer", so die Pointe, die verpuffte, was auch an der unsicheren Rede der Ministerin lag.

Männersex und Männergewalt

"Männerpolitik - Männerpolitische Beiträge zu einer geschlechtergerechten Gesellschaft" lautet der Titel der zweitägigen Konferenz, die in Vorträgen und Workshops bis Dienstag die Zukunft des Mannes neben einer zunehmend emanzipierten Frau ergründen soll: Vernetzung von Männern, Männerkultur, alte Männer, junge Männer, kranke Männer, Männersex, Männergewalt.

Schröder nutzte ihre Rede, um Bekanntes und Persönliches zu verteidigen: Die Quote sei kein Allheilmittel, die feministische Zeitschrift "Emma" böse. Doch wenn man genau hinhörte, Schröders monotone Rede, die ungeschickten Seitenhiebe auf Alice Schwarzer und die erfolglosen Versuche, Merkels berühmte Raute der Macht hinzubekommen beseite ließ, steckt tatsächlich Wahrheit in Schröders Worten.

Gegen den Verteilungskampf

Die Aussage "Gleichstellungspolitik ist nicht ausschließlich Frauenpolitik" ist korrekt. Und so auch das dazu herausgesuchte Zitat: Nur wenn auch Männer die Chance haben, anders zu leben als ihre Väter und Großväter, werde sich die Situation der Frau ändern. Für eine chancengerechte Gesellschaft müsse man einengende Rollenbilder loswerden. Gekauft.

Auch die Warnung, Gleichstellungspolitik nicht als Verteilungskampf zu sehen, leuchtet ein. Dann könnten Frauen nur auf Kosten der Männer gewinnen, wogegen die sich natürlich wehren. Klingt auch plausibel. Eine neues Konzept der Arbeitswelt müsse her, in dem Mann wie Frau Zeit für Familie und Partner haben, ohne dass aus der nicht ständigen Abrufbarkeit Nachteile erwachsen.

Die neue Männlichkeit

Nur fängt Schröder dann eben doch wieder an von der Quote, die sie so leidenschaftlich ablehnt. Ihre Erklärung, dass solch eine Regelung Frauen zwinge, "männlich zu werden" und das Abarbeiten an Feindbildern, die wiederum gegen "Heimchen am Herd" und "Latte Macchiato-Mütter" wettern, klingt konstruiert. Als es dann um "Emma" geht, verliert man das Interesse, weil es Schröders persönliche Schlacht ist, in die sie sich mit dem Buch "Danke, emanzipiert sind wir selber" geworfen hat. Und wenn sie verlangt, dass "Jungs mit ihren eigenständigen Bedürfnissen wahrgenommen werden" müssen, nachdem über Jahrhunderte jedes weibliche eigenständige Bedürfnis unterdrückt wurde, fragt man sich schon, wo diese Frau im schwarzen Anzüglein eigentlich lebt.

Überhaupt wirkt das Vorgetragene zuweilen formelhaft, unausgegoren, so ganz anders als beim österreichischen Kollegen, Rudolf Hundstorfer, auf dessen Initiative die "Männerkonferenz" in Berlin überhaupt erst zustande gekommen sein soll. Der weist auch charmant wie deutlich darauf hin, dass er die Quotenregelung richtig fände, denn sie gebe " Anstoß zur Veränderung". Damit erntet er begeisterten Applaus. Schröder sitzt derweil in der ersten Reihe, lächelt milde und simmst unterm Tisch. Vielleicht chattet sie aber auch gerade mit David Beckham über die neue Männlichkeit.

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