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Es wird knapp für Rot-Grün in NRW

Dass Rot-Grün die Wahl in Nordrhein-Westfalen gewinnt, ist längst nicht mehr sicher, wie eine stern-Umfrage zeigt. Immerhin: SPD-Ministerpräsidentin Kraft kann auf ihren Amtsbonus vertrauen.

Muss um die angepeilte Mehrheit für Rot-Grün zittern: Ministerpräsidentin Hannelore Kraft

Muss um die angepeilte Mehrheit für Rot-Grün zittern: Ministerpräsidentin Hannelore Kraft

Die von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) geführte rot-grüne Regierungskoalition in Nordrhein-Westfalen muss bei der Neuwahl um ihre Wiederwahl bangen. Wie eine Umfrage des stern zeigt, erreichen SPD und Grüne zusammen aktuell 47 Prozent. CDU, Piraten und FDP liegen in der Wählergunst ebenfalls bei 47 Prozent.

Der schwindende Rückhalt für die amtierende Regierung zeigt sich auch bei der Frage zum bevorzugten Bündnis: Nur noch 30 Prozent wünschen sich eine rot-grüne Koalition, im März waren es noch 40 Prozent. Eine Mehrheit von 36 Prozent der Befragten spricht sich inzwischen für eine große Koalition von SPD und CDU aus.

Liberale müssen um Einzug zittern

Für die FDP wird die Wahl am 13. Mai eine Zitterpartie: Derzeit erhielten die Liberalen 5 Prozent der Wählerstimmen. Die Partei unter der Führung von Christian Lindner hat also gute Chancen, die Fünf-Prozent-Hürde zum Einzug in den Landtag zu überspringen, Die Linke dagegen würde nach der Umfrage nicht mehr im Landtag vertreten sein, sie erreicht lediglich 3 Prozent.

Deutlich beliebter als Rot-Grün ist die Regierungschefin selbst. Mit Ausnahme der Piraten sind die Anhänger aller Parteien mit der Arbeit von Hannelore Kraft zufrieden. Könnten die Nordrhein-Westfalen die Person an der Spitze der Regierung direkt wählen, wäre das Ergebnis eindeutig: 56 Prozent der Bürger bevorzugen Hannelore Kraft, dem Konkurrenten Norbert Röttgen (CDU) würden nur 25 Prozent ihre Stimme geben.

Die Anhänger von CDU und FDP stellen sich mehrheitlich hinter Röttgen, wobei die Unterstützung aus dem liberalen Lager mit 36 Prozent - gegenüber 31 Prozent für Kraft - nicht besonders ausgeprägt ist.

Für die stern-Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1008 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 23. bis 27. April.

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