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Das sind die möglichen Koalitionsvarianten

In drei Bundesländern wurden am Sonntag neue Landtage gewählt. Die Sondierungsgespräche starten, die Koalitionssuche gestaltet sich aber als schwierig.

Drei Tage nach den Landtagswahlen beginnen am Mittwoch in Stuttgart und Magdeburg die ersten Sondierungsgespräche der Parteien. Die stern-Grafiken zeigen, welche Koalitionsvarianten überhaupt möglich sind.

Sachsen-Anhalt

Hier starten CDU, SPD und Grüne Sondierungsgespräche. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) will "völlig ohne Vorbedingungen" in die Gespräche gehen. Eine solche Koalition stößt vor allem in Teilen der SPD auf Vorbehalte.

Die CDU hatte die Wahl in Sachsen-Anhalt mit 29,8 Prozent gewonnen. Die SPD sackte auf 10,6 Prozent ab, die Grünen kamen auf 5,2 Prozent. Die AfD verbuchte aus dem Stand heraus 24,2 Prozent. Die Linke bekam 16,3 Prozent.

Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg will sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann Grüne) zunächst mit der SPD und erst danach mit der CDU treffen, seine einzige Möglichkeit ist derzeit allerdings ein Bündnis mit der Union.
Die CDU in Baden-Württemberg appellierte an die SPD, sich nicht von vornherein gegen ein auch mögliches schwarz-rot-gelbes Koalitionsbündnis zu stellen. Die SPD steht jedoch auf dem Standpunkt, dass die Bürger Kretschmann und nicht den unterlegenen CDU-Spitzenkandidaten Guido Wolf als Ministerpräsidenten wollen. Seine Partei werde sich nicht dazu hergeben, den Willen der Wähler zu ignorieren, sagte SPD-Landeschef Nils Schmid.

In Baden-Württemberg hatten die Grünen die Wahl mit 30,3 Prozent vor der CDU mit 27,0 Prozent gewonnen. Die SPD sackte ab auf 12,7 Prozent, noch hinter der AfD mit 15,1. Die FDP bekam 8,3 Prozent.

Rheinland-Pfalz

Auch in Rheinland-Pfalz, wo sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer SPD) deutlich gegen ihre Herausforderin Julia Klöckner (CDU) durchsetzen konnte, sollen noch in dieser Woche Sondierungsgespräche beginnen. Nachdem Rot-Grün dort seine Regierungsmehrheit verloren hat, setzt die SPD-Wahlsiegerin Dreyer auf eine Ampelkoalition mit Grünen und Liberalen. Die FDP ziert sich allerdings noch. Klöckner selbst sieht derzeit keine Notwendigkeit, über eine mögliche große Koalition nachzudenken: "Es ist jetzt nicht die Zeit, Ansprüche zu stellen."

Die SPD hatte die Wahl in Rheinland-Pfalz mit 36,2 Prozent gewonnen, die CDU mit 1,8 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis in dem Bundesland erzielt. Die Grüne kamen auf nur noch 5,3 Prozent, die FDP holte 6,2 Prozent, die AfD brachte es aus dem Stand auf 12,6 Prozent.

gos / dpa
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