Startseite

18.000 gehen in Dresden auf die Straße

Erneut ist die Zahl der Pegida-Demonstranten in Dresden gewachsen. In zahlreichen anderen Städten formierte sich aber Widerstand. Die Ereignisse des Tages zum Nachlesen.

Tweets from https://twitter.com/sternde/lists/stern-reporter

+++ 21.32 Uhr: Mindestens 8.000 Gegendemonstranten in Münster +++

Auch in Münster setzen die Menschen ein starkes Zeichen gegen Pegida. Nach Angaben der Polizei nehmen rund 8000 Menschen an der Gegendemo teil. Gleichheit, Freiheit, Vielfalt und Toleranz lauten die Forderungen der Demonstranten. Viele haben Transparente oder Kerzen dabei.

+++ 21.06 Uhr: 60 Mügida-Demonstranten geben auf +++

Kurz nach acht ist die Mügida-Demo in München zu Ende. Nach Medienangaben nehmen fünfzig bis sechzig Menschen am anti-islamischen Spaziergang durch die bayerische Hauptstadt teil. Ca. 1500 Gegendemonstranten haben den Marsch der Islamhasser mit Pfiffen und Sprechchören begleitet und stoppen ihn nach 100 Metern.

+++ 20.32 Uhr: Pegida-Demo ist zu Ende +++

Die Veranstaltung in Dresden ist aufgelöst. "Innerhalb von zehn Minuten hat sich die Versammlung zerstreut", berichtet ein n-tv-Team vor Ort.

+++ 20.32: Uhr: Angeblich rund 18.000 Teilnehmer in Dresden +++

Wie mehrere Medien melden, hat ein Polizeisprecher in Dresden die Teilnehmerzahl an der Pegida-Demonstration mit mindestens 18.000 angegeben.

+++ 20.05 Uhr: In Berlin nur 300 Bärgida-Demonstranten +++

Mehrere Tausend Menschen demonstrieren in Berlin gegen Bärgida. Bei der größten von mehreren Gegendemonstrationen zählt die Polizei nach Angaben eines Sprechers rund 5000 Teilnehmer. Dem Aufruf der Türkischen Gemeinde in Deutschland und des Türkischen Bundes Berlin-Brandenburg zu einer Kundgebung am Brandenburger Tor folgen nach Polizeiangaben rund 400 Menschen. Die Gegendemonstranten stoppten den geplanten Marsch der etwa 300 Islamkritiker von Bärgida. Die Abschlussrede musste am Startpunkt gehalten werden.

+++ 19.49 Uhr: Tausende Pegida-Anhänger in Dresden +++

In Dresden ziehen mehrere Tausend Pegida-Anhänger durch die Straßen und skandieren "Lügenpresse". Die Polizei kann zunächst noch keine genauen Angaben zur Zahl der Teilnehmer an dieser elften Kundgebung in der sächsischen Landeshauptstadt machen. Zuletzt waren es vor Weihnachten 17.500 Teilnehmer gewesen. Diesmal dürfte die Zahl etwas geringer sein.

+++ 19.40 Uhr: Kögida in Köln abgesagt +++

Die Kölner Polizei hat den Marsch von Kögida vom Deutzer Bahnhof zum Kölner Dom abgesagt. Die Wege, vor allem auf der Rheinbrücke, seien blockiert und es sei insgesamt zu gefährlich. Sebastian Nobilie, Organisator der Kögida-Demo, hat das bestätigt. Für deren Teilnehmer ist die Absage Wasser auf die Mühlen - sie fühlen sich bestätigt in ihrer Kritik am "System". Für die Gegendemonstranten ist es ein igroßer Erfolg. Während die Kögida-Deminstranten ihren Deutschlandfahnen einrollen, werden auf der Gegenseite kölsche Lieder gesungen.

+++19.22 Uhr: 2500 demonstrieren in Hamburg für Tegida +++

Etwa 2500 Demonstranten versammeln sich am Hamburger Hauptbahnhof zu einer Kundgebung, um gegen Pegida zu protestieren. Die Versammlung steht unter dem Motto "Tegida" (Tolerante Europäer gegen die Idiotisierung des Abendlandes). Die Vorsitzende der Flüchtlingshilfe Harvestehude, Hendrikje Blandow-Schlegel sagt: "Wir wollen keine Menschen gegeneinander ausspielen – vor allem keine Menschen in Not." Sie sagt, das beziehe sie ausdrücklich auf Deutsche wie auf Flüchtlinge. "Macht eure Herzen und eure Köpfe auf", appelliert sie an die Teilnehmer.

  "Schweinefleisch" ist ein wichtiger Begriff, wenn es um die Kritik an der so genannten Islamisierung geht

"Schweinefleisch" ist ein wichtiger Begriff, wenn es um die Kritik an der so genannten Islamisierung geht

+++ 19.09 Uhr: Kraft ruft Pegida-Demonstranten zu Mitarbeit auf +++

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) verurteilt die Pegida-Proteste in Köln und stellt sich hinter die Gegendemonstranten. "Wer auf eine Pegida-Demo geht, muss sich im Klaren sein, welchen Demagogen er eine Bühne bietet", sagt Kraft "Kölner Stadt-Anzeiger". Und weiter: "Denjenigen, die sich von der Politik nicht ausreichend vertreten fühlen, rufe ich zu: Machen Sie doch einfach mit in der Politik. Demokratie bedeutet, sich eben auch zu engagieren, wenn man Dinge verändern will."

+++ 18.37 Uhr: Reden in Dresden beginnen +++

Udo Ulfkotte, ehemaliger Redakteur der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und jetzt Buchautor, ist einer der Hauptredner in Dresden.

+++ 18.34 Uhr: In Köln sind Kögida-Teilnehmer in der Minderheit +++

In Köln sind die Gegendemonstranten klar in der Mehrheit. Mehrere Tausend sollen inzwischen zusammmengekommen sein, um für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit zu demonstrieren. Die Kögida-Unterstützer sind mit zwei- bis dreihundert Leuten in der Minderheit. Sie stehen geschützt von Polizisten vor dem Köln-Deutzer Bahnhof und zeigen Deutschlandfahnen und Plakate. Zu ihnen gehört Christoph, ein 52-jähriger Sozialpädagoge aus Bingen. Er fürchte sich vor der zunehmenden Islamisierung Deutschlands. Und das im Kölner Dom das Licht abgeschaltet wurde, stört ihn nicht weiter: "Kann man mit leben. Schließlich ist ja Vollmond." Danach beginnen die Reden, die sich in hetzerischen Ton gegen die "Lügenpresse" und verlogene Politiker wenden. Die Stimmung ist aufgeheizt und aggressiv.

+++ 18.12 Uhr: Polizei-Gewerkschaft will Ängsten Nährboden entziehen +++

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) äußert sich besorgt über den wachsenden Zulauf zur islamfeindlichen Pegida-Bewegung. Schon seit längerem beobachten Bundespolizei und Zoll, die an den Grenzen eingesetzt werden, zunehmende Flüchtlingszahlen und mahnen eine politischen Debatte zum Thema Zuwanderungs- und Flüchtlingspolitik an, erklärt Jörg Radek, Vorsitzender der GdP Bundespolize. "Wir erleben nun, wie sich das in diffusen Ängsten und Ressentiments niederschlägt. Diesen gilt es den Nährboden zu entziehen."

+++ 18.07 Uhr: Stuttgart steht gegen Pegida auf +++

Mehrere Tausend Menschen demonstrieren in Stuttgart gegen Pegida. Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) spricht von einer klaren politischen Botschaft für Integration und gegen Ausgrenzung. "Flüchtlinge sind in Stuttgart willkommen", versichert Kuhn. Er sei "froh und stolz" über die große Zahl der Demonstranten, weil sie zeige, dass in Stuttgart kein Platz sei für Menschen, die andere diskriminierten."

+++ 17.57 Uhr: Merkel bezieht erneut klar gegen Pegida Stellung +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel ruft zu einem offensiven Umgang mit Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit auf. "Denn wir müssen hier Flagge zeigen und sagen, dass Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus nirgendwo in unserer Gesellschaft einen Platz finden dürfen", sagt die CDU-Vorsitzende in Neustrelitz zeitgleich zu Demonstrationen in mehreren deutschen Städten.

+++ 17.15 Uhr: Satire-Meldung stiftet Verwirrung +++

In Medien und Internet stiftet eine Meldung große Verwirrung, nach der die Pegida-Demo in Dresden vom Veranstalter Lars Kressman abgesagt ist. Auslöser für die Verwirrung ist zunächst ein Beitrag der Online-Satire "Der Postillon". Dort wird geschrieben, dass die Verantwortlichen der Pegida-Bewegung in Dresden wegen interner Differenzen den Aufmarsch abgesagt haben. "Der Postillon" versteht sich satirische Nachrichtenseite. Dort werden in nüchterner Erzählweise Falschmeldungen wie Nachrichten verkauft - und die Pegida-Anhänger, die sich ärgern, dass ihr Aufmarsch abgesagt ist, wären nicht die ersten, die auf diese Seite reinfallen.

+++17.02 Uhr: Kleine Gegendemo in Rostock +++

Unter dem Motto "Willkommen im Abendland! Rostock für alle" demonstrieren am Montag in der Innenstadt nach Veranstalterangaben mehr als 200 Menschen für Offenheit und Toleranz demonstriert. Sie wollen damit Akzente gegen eine für Montag kommender Woche geplante Pegida-Demonstration in Rostock (Rogida) setzen.

+++ 16.44 Uhr: VW in Dresden bleibt dunkel +++

Während der Demonstration der islamfeindlichen Pegida-Bewegung in Dresden lässt VW seine gläserne Manufaktur in der sächsischen Landeshauptstadt am Montagabend unbeleuchtet. "Volkswagen steht für eine offene, freie und demokratische Gesellschaft", teilt der Konzern mit. Diesen Grundsatz wolle man mit der Verdunklungsaktion unterstreichen.

In Dresden findet wieder die größte Demo statt

Nach dem Appell von Bundeskanzlerin Angela Merkel, nicht an Kundgebungen der Pegida-Bewegung teilzunehmen, wollten sich am Montagabend in mehreren Städten Anhänger und Gegner der islamfeindlichen Gruppe versammeln.

Der Pegida-Demos;größte Pegida-Aufmarsch soll erneut ins Dresden stattfinden. Die Veranstalter rechneten hier mit derselben Teilnehmerzahl wie vor zwei Wochen, als sich rund 17.500 Menschen eingefunden hatten. In Köln und Berlin waren nach Angaben der Polizei jeweils mehrere Hundert Menschen angemeldet. In allen drei Städten sollten zugleich insgesamt acht Veranstaltungen von Pegida-Gegnern stattfinden. In Dresden etwa soll eine Kundgebung unter dem Slogan "Dresden für alle" und der traditionelle "Neujahrsputz" stattfinden. Größte Gegenveranstaltung in Berlin sollte eine Aktion der Türkischen Gemeinde werden, zu der laut Polizei 10.000 Teilnehmer gemeldet waren. Anti-Pegida-Aktionen sollten zudem unter anderem in Stuttgart, Hamburg und München über die Bühne gehen.

In Köln sollten während der Kundgebung der Pegida-Anhänger die Außenbeleuchtung des Doms sowie von Brücken, der Altstadt und anderen historischen Gebäuden ausgeschaltet werden.

tis/DPA/AFP/Reuters/DPA/Reuters
täglich & kostenlos
Täglich & kostenlos

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools