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Wulff dementiert Groenewold-Rede

Immer wieder sickerten in den vergangenen Monaten Informationen aus dem Ermittlungsverfahren gegen Ex-Bundespräsident Wulff an die Öffentlichkeit. Zu einem neuen Detail gibt es nun ein klares Dementi.

  Über eine Einladung zum Oktoberfest von Filmunternehmer David Groenewold ist der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff (l.) gestolpert. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Vorteilsnahme vor.

Über eine Einladung zum Oktoberfest von Filmunternehmer David Groenewold ist der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff (l.) gestolpert. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Vorteilsnahme vor.

In ungewohnt deutlicher Form setzt sich Ex-Bundespräsident Christian Wulff gegen einen Bericht über seine Verbindung zum Filmproduzenten David Groenewold zur Wehr. "Herr Bundespräsident a.D. Wulff hat eine von Herrn Groenewold entworfene Rede nie gehalten. Die gegenteilige Darstellung ist falsch", sagte Wulff-Anwalt Gernot Lehr.

Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" hatte unter Hinweis auf Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover berichtet, Wulff habe 2005 den Entwurf der Rede übernommen und vor etwa 150 Vertretern der Medienbranche einen damals von Groenewold geführten Filmfonds gelobt.

Rede nicht Bestandteil des Verfahrens

Anders im Fall des angeblich übernommenen Redeentwurfs, denn dieser Punkt wurde bisher laut Lehr von der Staatsanwaltschaft nicht thematisiert: "Mit diesem Vorwurf wurde unser Mandant im Verfahren zu keinem Zeitpunkt konfrontiert. Er wäre leicht aufzuklären gewesen", sagte er.

Wulff und der Filmproduzent müssen sich ab November wegen Vorteilsannahme beziehungsweise Vorteilsgewährung vor dem Landgericht Hannover verantworten. Wulff kommt als erstes ehemaliges Staatsoberhaupt der Bundesrepublik vor Gericht.

Seit Beginn des Strafverfahrens gegen ihn im Februar 2012 sind immer wieder Details aus den Ermittlungen an die Öffentlichkeit gelangt. Mit Verweis auf das laufende Verfahren haben die Anwälte Wulffs dazu meist keine Stellungnahme abgegeben.

Gerichtsverfahren um Hotelkosten

In dem Gerichtsverfahren wird es um die Frage gehen, ob Groenewold Wulff mit der Übernahme von Hotelkosten motivieren wollte, für eines seiner Projekte um Geld zu werben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es so gewesen ist. Konkret geht es um rund 750 Euro, die Groenewold für das Ehepaar Wulff vor fünf Jahren beim Oktoberfest in München bezahlt hatte. Der damalige Ministerpräsident, der eigenen Angaben zufolge nichts von der Kostenübernahme wusste, setzte sich einige Wochen später tatsächlich für ein Filmprojekt Gronewolds ein.

swd/DPA/DPA

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