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Lothar Späth ist tot

Baden-Württembergs Ex-Ministerpräsident Lothar Späth ist im Alter von 78 Jahren verstorben. Er soll in der Nacht zum Freitag in einem Pflegeheim gestorben sein.

Lothar Späth ist tot

Lothar Späth ist tot

Lothar Späth ist am Freitag verstorben. Darüber sei das Staatsministerium in Stuttgart am Freitag informiert worden, sagte ein Sprecher der Landesregierung. Der 78-Jährige sei nach längerer Krankheit verstorben, teilte der amtierende Bundesratspräsident und sächsische Regierungschef Stanislaw Tillich mit. Er lobte Späth für seine "großartige Verdienste" um sein Bundesland. "Wir teilen die Trauer der Angehörigen um Lothar Späth", sagte Tillich während einer Sitzung der Länderkammer. Er sei "ein großartiger Politiker der Bundesrepublik Deutschland" gewesen. Auch beim Aufbau der ostdeutschen Bundesländer sei man ihm "zu großem Dank verpflichtet", so der Bundesratspräsident

Seit März 2016 lebte Späth in einem Pflegeheim in der Nähe von Stuttgart. Zu diesem Zeitpunkt war der CDU-Politiker bereits von Demenz und Alzheimer gezeichnet.

Späth war von 1978 mit 1991 Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Das Amt übernahm er, nachdem der damalige Ministerpräsident Hans Filbinger wegen seiner Urteile als Militärrichter im Dritten Reich zurücktreten musste.

"Traumschiff-Affäre" wurde Lothar Späth zum Verhängnis

1991 musste Späth selbst im Zuge der "Traumschiff-Affäre" zurücktreten. Er hatte sich von Firmen teure Urlaubsreisen und Flüge bezahlen lassen.

Aber auch nach seinem Ausscheiden aus der Politik engagierte sich Späth in der Öffentlichkeit und der Wirtschaft. In Thüringen hatte er sich mit dem Umbau und der Sanierung von Jenoptik befasst.

2014 sorgte Späth noch für Schlagzeilen: Nach 51 Jahren Ehe trennte er sich überraschend von seiner Frau Ursula.

ivi
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