Aufbauen, stabilisieren, kämpfen - das sind die Aufgaben der Bundeswehr in Afghanistan. Krieg führen gehört offiziell nicht dazu. Wir erklären Ihnen, was deutsche Soldaten am Hindukusch machen.
Was denn nun? Brunnen bohren, Terrorismus bekämpfen, Deutschland verteidigen, das Land stabilisieren oder doch Krieg führen? Seit dem verheerenden Luftangriff auf zwei Tanklaster in der Nähe von Kundus, der vom deutschen Oberst Georg Klein angeordnet wurde, ist erneut eine grundsätzliche Debatte über Sinn und Unsinn des Afghanistan-Einsatzes entbrannt. Die innenpolitischen Fronten sind klar: Auf der einen Seite steht der große Block aus CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen, die den Einsatz am Hindukusch zumindest grundsätzlich billigen, auf der anderen Seiten: Linke und und die Mehrheit der deutschen Bevölkerung, die die Soldaten am liebsten sofort aus dem Land abziehen wollen. Angesichts der sich verschlechternden Sicherheitslage in Afghanistan, steigender Opferzahlen und kaum erkennbaren Fortschritten beim Aufbau stellt sich die Frage: Warum sind die Deutschen eigentlich am Hindukusch? Wie lautet ihr Auftrag und passt das Konzept noch zur afghanischen Wirklichkeit? Im Folgenden erklären wir die wichtigsten Punkte zum Isaf-Einsatz.