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Schwesig fördert Netzwerk gegen Kinderpornos im Internet

Im Kampf gegen Missbrauch und sexuelle Ausbeutung von Kindern im Internet wurde das Netzwerk "Keine Grauzonen im Internet" gegründet. Auch Google engagiert sich dabei.

  Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) will Pädophile im Internet bekämpfen

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) will Pädophile im Internet bekämpfen

Ein Netzwerk aus Jugendschützern, Präventionsforschern und Internet-Anbietern will künftig den Kampf gegen Missbrauch und sexuelle Ausbeutung von Kindern im Internet und über digitale Medien voranbringen. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) stellte am Montag in Berlin das Netzwerk "Keine Grauzonen im Internet" vor, in dem sich auch der Internetkonzern Google engagiert. Das vom Zentrum für Kinderschutz (I-KiZ) koordinierte Netzwerk will vor allem gegen Darstellungen von Kindern und Jugendlichen in sexuellen Posen vorgehen.

"Posendarstellungen verletzen die Persönlichkeitsrechte von Kindern und sind oft Nährboden noch schlimmerer Formen von Gewalt", erklärte Schwesig anlässlich der Vorstellung des von ihrem Haus finanzierten Netzwerks am Montag in Berlin. "Diese Form des Missbrauchs dürfen wir nicht dulden oder verharmlosen." Bilder von Kindern in sexuellen Posen werden häufig über das Internet ausgetauscht oder gehandelt.

Ziel des Netzwerks sei "die Ausleuchtung der Grauzonen" der sexuellen Ausbeutung im Netz, teilte das Familienministerium mit. Ein vom I-KiZ koordiniertes Kompetenzzentrum soll systematisch gegen Posenangebote vorgehen und auch Anbieter von Internet-Plattformen unterstützen. Wichtig sei besonders die internationale Zusammenarbeit, da solche Bilder sich ungeachtet von nationaler Gesetzgebung und über Ländergrenzen hinweg verbreiteten.

Schwesig begrüßt Mitarbeit Googles

Auch aus diesem Grund begrüßte Schwesig die Mitarbeit Googles bei der Initiative. Globale Plattformanbieter wie Google seien "wichtige Partner" und könnten die Verbreitung von Darstellungen der sexuellen Ausbeutung von Kindern "über ihre Dienste wirksam bekämpfen und ihre Auffindbarkeit stark beschränken". Nach ihren Worten will der Internetkonzern auf seinen Plattformen auch prominent auf Hilfsangebote wie "Kein Täter werden" hinweisen. Das Forschungsprojekt der Charité in Berlin hilft Menschen beim Umgang mit ihren pädophilen Neigungen.

Die große Koalition forciert derweil den Kampf gegen Kinderpornographie: Am Freitag hatte der Bundestag ein Gesetzespaket zur Reform des Sexualstrafrechts verabschiedet, in dem strengere Vorschriften zu Nacktbildern von Kindern und Jugendlichen vereinbart wurden.

afp/tob/AFP
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