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14. März 2008, 08:24 Uhr

PDS-Punkerin wechselt zur SPD

Die frühere stellvertretende PDS-Bundesvorsitzende Angela Marquardt ist der SPD beigetreten. In den Jahren 1998 bis 2002 saß die 36-Jährige für die damalige PDS im Bundestag und fiel dort mit ihrer Punkfrisur auf. Harte Kritik übte sie an der Linkspartei: Hier gebe es "nationalistische und fremdenfeindliche Töne".

Ein Archivfoto vom Oktober 2002 zeigt die ehemalige PDS-Bundestagsabgeordnete Angela Marquardt© Jens-Ulrich Koch/DDP

Die frühere stellvertretende PDS-Vorsitzende Angela Marquardt ist in die SPD eingetreten. Seit 2006 arbeitet sie bereits im Büro der SPD-Vizevorsitzenden Andrea Nahles, jetzt hat sich die einstige stellvertretende PDS-Parteivorsitzende auch der Partei angeschlossen. SPD-Sprecher Lars Kühn bestätigte einen Bericht der "Sächsischen Zeitung", demzufolge die 36-Jährige in die SPD eingetreten sei. Marquardt hatte sich 2003 von der PDS getrennt, für die sie von 1998 bis 2002 auch ein Bundestagsmandat inne hatte,

"Keine Überläuferin"

"Ich bin keine Überläuferin", sagte Marquardt der "Sächsischen Zeitung". In der PDS-Nachfolgepartei Die Linke, so wie sie heute existiere, sei sie nie gewesen. "Für mich ist das ein ganz bewusst gewählter Eintritt in die SPD." Ohne inhaltliche Übereinstimmung wäre sie den Schritt nicht gegangen. Marquardt wolle als "ganz normales Mitglied" die Parteilinke in der SPD stärken. SPD-Chef Kurt Beck habe sie bei einem persönlichen Gespräch im November gefragt, ob sie sich der Partei anschließen wolle. Sie ist bereits seit einem halben Jahr Geschäftsführerin des parteilinken informellen Kreises "Denkfabrik", ein Eintritt in Die Linke habe für sie "nie eine Rolle gespielt".

Marquardt sagte, sie habe in ihrer früheren Partei zwar noch etliche Freunde. "Andererseits gibt es in der Linkspartei nationalistische und fremdenfeindliche Töne sowie soziale und friedenspolitische Forderungen, die nicht der Realität entsprechen." Außerdem dürfe "niemand für sich beanspruchen, die linke Wahrheit zu haben und mit billigem Populismus auf Stimmenfang gehen". Marquardt gehörte 13 Jahre der PDS an. Sie ist Politikwissenschaftlerin und hat sich besonders gegen Rechtsextremismus engagiert.

DPA/nic
 
 
KOMMENTARE (10 von 22)
 
vonSelbenstein (17.03.2008, 07:13 Uhr)
@DocS1977
Beantworten Sie doch mal die Frage, wo "Die Linke" mit der NPD koaliert? Da wo ich herkomme, wird die NPD von den Linken bekämpft und zwar aufs heftigste.
Ich bin davon überzeugt, dass Sie DocS1977 hier nur platte Behauptungen ohne Substanz ablassen. Dann doch lieber garnicht posten.
Oetker333 (16.03.2008, 14:54 Uhr)
Hallo Herr Dirk
Da ich glaube das sie mich meinen will ich ihnen auch antworten. Ich habe nur meine Meinung gegenüber anderen Kommentatoren gegeben.
Dirk_37 (15.03.2008, 17:20 Uhr)
Rad ab??
Mit welch hirnverbrannten Vergleichen hier aufgewartet wird kann nur noch zum Schmunzeln gut sein: da wird die olle Nazidiktatur ausgegraben, der Widerstand gegen Hitler, sogar Brandt muss herhalten um den Argumenten einiger Schreiber hier Boden zu geben. Ts,ts,mal aufpassen: wenn schon geschichtliches aufgetischt werden soll dann:
1. sollte es zum Thema passen und 2. auch der Tatsache entsprechen!
Wenn eine abgedrehte Punktussie die Partei wechselt, zumahl von der Linkspartei kommend, interessiert mich das so viel wie wenn in China ein Sack Reis umfällt...MfG Dirk *gg*
wilko0070 (14.03.2008, 21:29 Uhr)
Die kleine Selbstüberschätzung
"Andererseits gibt es in der Linkspartei nationalistische und fremdenfeindliche Töne sowie soziale und friedenspolitische Forderungen, die nicht der Realität entsprechen."
Dies ist doch nur ein ziemlich dümmlicher Vorwand, um ihre neue Karriereplanung in der SPD zu begründen. Angela Marquardt, die bereits im zarten Alter von 15 Jahren (!) ihre Verpflichtungserklärung für die Staatssicherheit unterschrieb, ist 2002 einfach aus der PDS ausgetreten, weil sie offensichtlich nicht die ihr vermeintlich zustehende Beachtung bekam. Sie studierte 20 (!) Semester Politikwissenschaft auf Kosten von Inge Meysel und der PDS-nahen Rosa-Luxenburg-Stiftung, um nach dem Abschluss festzustellen, dass sie immer noch niemand braucht. Was kann man da machen? Genau! Politik. Und jetzt versucht sie es eben in der SPD unter der Ägide von Andrea Nahles. Also ein klassischer Fall von Selbstüberschätzung und völlig harmlos, denn auch in der SPD braucht eigentlich niemand ihr "Expertenwissen", außerdem spielt sie für die Besetzung von wichtigen Listenplätzen keinerlei Rolle.
Oetker333 (14.03.2008, 17:09 Uhr)
Beispiel
In meiner Region haben sich Nazis und Punks( weiß nicht ob man sie als Linke bezeichnen kann oder lieber als Anarchisten) zusammengetan um die Ausländer zu vertreiben. Den Ort den ich meine heißt Schneeberg im Erzgebirge.
Oetker333 (14.03.2008, 17:07 Uhr)
Aufregung
Ich verstehe die Aufregung nicht. Wenn sie übertritt dann soll die das ruhig. Sie bekommt ja nicht das Amt des Parteivorsitzenden. Ich glaub manche wollen es nicht wahrhaben das es auch Linke-Mitglieder gibt die zur SPD wechseln. Außerdem auch die SPD hat im Untergrund gegen die Nazidiktatur gekämpft zum Beispiel Willy Brandt.
sachsenwini (14.03.2008, 16:53 Uhr)
Intelligenzquotient verbesserte sich
Mit dem Aussteigen von Angela Marquardt aus der PDS und dem Eintritt in die SPD ist der durchschnittliche IQ in beiden Parteien merklich angestiegen.
stojko (14.03.2008, 16:19 Uhr)
Bald *unter* 20 % ?
Noch mehr solche Mitglieder wie Angela Marquardt... dann Gute Nacht! SPD...
vegefranz (14.03.2008, 13:10 Uhr)
Linke nicht gut, NPD auch nicht gut

Weder NPD noch die Linken sind für unseren Staat und unser Gemeinwesen gut. Es sind Hass - und Neidparteien, die nicht im entferntesten etwas Gutes für die Bürger bewegen wollen/können
sachsenwini (14.03.2008, 12:04 Uhr)
Es ist gut, dass es die Linken gibt.
Die großen Parteien haben sind zusammen so nach Rechts gerückt, dass die soziale Idee, die die SPD einst ins Leben rief und die auch einmal die Politik der CDU bestimmte, in Vergessenheit geriet.
Es wird Zeit, dass diese Unternehmerparteien wieder einmal daran erinnert werden.
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