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24. November 2009, 14:08 Uhr

Erfolgsmodell Kurzarbeit soll bleiben

Das wird die Arbeitgeber freuen: Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Kurzarbeit länger fortsetzen als bisher geplant. Damit könnten Unternehmen die Maßnahme bis zu 18 Monate in Anspruch nehmen

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Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrer Rede auf dem Arbeitgebertag© Wolfgang Kumm/DPA

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für eine Fortsetzung der verlängerten Kurzarbeit im kommenden Jahr ausgesprochen. Angesichts der Krise solle die Regelung um ein Jahr verlängert werden und Unternehmen Kurzarbeit für maximal 18 Monate ermöglichen, sagte Merkel am Dienstag beim Deutschen Arbeitgebertag in Berlin. Ziel müsse es dennoch sein, dass "wir nicht in eine Dauersubventionierung hineinkommen, aus der wir nicht wieder herauskommen", sagte Merkel. In der Regierung gingen die Vorstellungen über die weitere Ausgestaltung der Kurzarbeit jedoch auseinander.

Die derzeitige Regelung, die eine Bezugsdauer von bis zu zwei Jahren ermöglicht, läuft zum Jahresende aus. Ursprünglich ist die Kurzarbeit auf sechs Monate befristet, in der Krise wurde die Regelung jedoch ausgeweitet. Bundesarbeitsminister Franz-Josef Jung (CDU) hatte am Montag angekündigt, dass sich das Kabinett am Mittwoch mit der weiteren Verlängerung der Regelung auseinandersetzen will.

Vielen Unternehmen stehen schwere Zeiten bevor

Der in seinem Amt bestätigte Chef des Arbeitgeberverbandes BGA, Dieter Hundt, begrüßte die Absicht der Bundesregierung zur Verlängerung des Kurzarbeitergeldes. "Ich halte es für sehr wichtig, dass wir auch im kommenden Jahr 2010 die Möglichkeiten des Kurzarbeitergeldes erhalten", sagte Hundt. Viele Unternehmen würden erst in den kommenden Monaten voll von der Krise getroffen. Diesen Betrieben und ihren Mitarbeitern müssten die gleichen Möglichkeiten eingeräumt werden, wie sie 2009 bestanden hätten, forderte Hundt.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) lehnte eine Verlängerung der Kurzarbeit-Regelung auf 18 Monate hingegen ab. Es bestehe die Gefahr, dass die Unternehmen dies als Signal für eine dauerhafte Unterstützung seitens des Staates "missverstehen", erklärte ZDH-Geschäftsführer Holger Schwannecke. Ein verlängertes Kurzarbeitergeld solle deswegen nur noch im kommenden halben Jahr beantragt werden können. Danach solle immer wieder halbjährlich überprüft werden, wie sich die Wirtschaft entwickele und ob die verlängerte Kurzarbeit-Regelung noch nötig sei, erklärte Schwannecke.

AFP
 
 
KOMMENTARE (10 von 10)
 
raptor-xl (25.11.2009, 10:03 Uhr)
@Prologo
merkel baut keine rentnerarmut aus. das ist doch hirnrissig!!! sie kann und hat keine arbeitsplätze, denn sie ist keine firma. sie verschuldet das land weiter, weil sonst die kurzarbeiter ganz arbeitslos wären und viele davon ein jahr später bei hartzIV landen würden. und dann kommen die da gar nicht mehr raus, sondern werden zur dauerbelastung für den sozialstaat und verarmen erst recht...

sie kann nur die rahmenbedingungen schaffen, dass richtige arbeitsplätze entstehen. aber davon sind wir meilenweit weg. sie hält an einem unbezahlbaren sozialstaat fest, den es so eh nicht mehr lange geben wird. aber im moment wird sich mit neuen schulden von wahl zu wahl gerettet... bis das kartenhaus zusammenfällt. nur ist es dann für eine reoragnisation des arbeitsmarktes, der steuern und abgeben und der wirtschaftsanreize vielleicht zu spät.
Fakten (24.11.2009, 23:11 Uhr)
45 Milliarden Defizit bei der BA und Merkel...
...spricht von einem Erfolgsmodell? Muss wohl am DDR Studium liegen und dem "verliehenen" akademischen Grad aus SED's Gnaden den Merkel erhielt.

Raus aus Afghanistan und NATO! Einfuehrung der Kriegssteuer fuer diejenigen die solche Einsaetze unterstuetzen.
havit (24.11.2009, 22:29 Uhr)
Den Banken schmiert man
Milliarden Euro, damit sie weiter zocken dürfen und können, dem Arbeiter zieht man das bisschen Euro zum wiederholten Mal aus der Tasche, damit man die Banken wieder schmieren kann. Frau Merkel, mit Physikstudium kann man keinen Staat lenken, mit BWL auch nicht. Man sieht, wie die Studenten im Moment gut drauf sind. Und unsere neue Regierung sich mit gar nichts auskennt, weder mit Geld noch ohne Geld. Hauptsache, wir haben was gesagt, egal ob Mist oder Bockmist. Der kleine Bürger muss es fressen ob er will oder nicht. Danke Frau Merkel, werkeln sie nur so weiter.
Prologo (24.11.2009, 22:28 Uhr)
@n8g8
Ihrem Kommentar ist nichts mehr hinzu zu fügen. Genau so ist es.
MfG,
Tobi
n8g8 (24.11.2009, 21:47 Uhr)
Kurzarbeit ist super und Angie auch, weil Schröder wars auch schon!!!
Der Arbeitnehmer kanns ja wohl nicht sein, sponsert er doch mit seiner Arbeitsleistung die Krise alleine. Arbeitgeber finden Kurzarbeit subba, logisch, sparen sie sich doch nicht nur Gehalt, sondern auch Sozialversicherungsbeiträge.
Und das Beste: Der Arbeitnehmer zahlt weiter allein aus purer Hoffnung auf besssere Zeiten für den Abbau seines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatzes - mit jedem Beitrag, der ihm dafür vom Lohn abgezogen wird mindert er seinen eigenen Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Und es geht noch besser: Nicht nur die Angst geht um in deutschen Betrieben, die jeden Betriebsrat erpressbar macht. Das Beste ist: Das alles dürfen die Arbeitnehmer bezahlen und auch die über die Merkel-Steuer konsumierenden Hartz-IV-ler. Und übrigens auch die Rentner mit ihren weiteren Nullrunden etc.
Solange die Bevölkerung nicht rafft, dass sie als angebliche Interessengruppen gegeneinander ausgespielt werden zugunsten einer betuchten und inzwischen reichlich gestopften Minderheit, die den Rachen nicht voll bekommt, wird sich an diesen Zuständen nichts ändern. Auch nicht nach der Krise, denn wenn die Ausbeutung einmal gefunzt hat, braucht es für das zweite Mal keine Krise mehr!
Mal drüber nachdenken? Denken!!!
PS: Von unsolidarischen Mitmenschen wie Euch habe ich spätestens seit 2005 gehörig die Schnauze voll, denn Ihr schert Euch echt einen Dreck um die/Eure Armut in diesem Lande. Wegen Euch gehe ich nicht mehr auf die Straße, denn Ihr bringt das ja nicht einmal fertig, wenn Ihr selbst Betroffene seid! Besser zu ner neuen Packung Kartoffel-Chips greifen und sich?s so richtig auf dem Sofa bequem machen: DAS ist EURE ZUKUNFT!!
Prologo (24.11.2009, 17:17 Uhr)
Merkel baut die Rentnerarmut aus!
Kurzarbeiterbetrug ist ja schon recht verbreitet. Merkel verlängert jetzt den Kurzarbeiterbetrug. Anstatt mit griffigen Konjunkturmaßnahmen für Arbeit zu sorgen.

Die Arbeitgeber freuen sich natürlich, dass sie weiterhin mit Staatsgeldern ihre Arbeiter bezahlen können. Also mit unseren Steuergeldern.

Zugleich schont sie später, wenn sie selbst ihre hohe Rente kassiert, die Rentenkasse.
Denn die heutigen Kurzarbeiter zahlen ja weniger ein und bekommen damit auch noch weniger Rente.

Die heutigen Kurzarbeiter, Leiharbeiter und Arbeiter ohne Mindestlohn sind die zukünftigen verarmten Rentner.
Und diese werden durch diese kurzsichtigen Politikerdilletanten wie Merkel und Westerwelle produziert.

Aber zum Schaden unserer Kinder, denn die können diese von Merkel und Kollegen aufgebürdete Rentenlast nicht mehr bezahlen.

Prost Frau Merkel, bei den Arbeitgebern.
Bitte verschlucken sie sich ni.........!

MfG,
Tobi

Und Frau Merkel läßt sich dafür von den Arbeitgebern feiern.
traldors (24.11.2009, 16:56 Uhr)
Ich dachte (...)
"Schneeballsysteme" sind strafrechtlich relevant?
Malt (24.11.2009, 16:48 Uhr)
Da wird...
...sich der Herr Hundt aber freuen: Da spassende Geschenk zum Arbeitgebertag! Ich weiß ja nciht wie das bei anderen so ist, aber bei einigen meiner Lieferanten ist es so, dass die sagen: Tut mir leid, wir können ihre vielen, vielen Bestellungen leider nicht abarbeiten weil wir kurz arbeiten. Hmmmm.... da frag ich mich doch, warum eine Firma mit vollen Auftragsbüchern und Lieferzeiten die die 3 Monatsgrenze überschreiten überhaupt kurz arbeiten lassen?!?
knilch_59 (24.11.2009, 16:37 Uhr)
Die Arbeitslosenstatistik bleibt also weiter getürkt
Nur geschönt kann man das nicht mehr nennen: "die Daten sind frei erfunden, jede Ähnlichkeit mit realen Volkswirtschaften wäre rein zufällig und nicht beabsichtigt".
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Schaut man sich den Haushalt der Agentur für Arbeit an, sieht man ganz deutlich, wohin die Reise geht: die durch Kurzarbeit verdeckte Arbeitslosigkeit wird durch Schulden finanziert, die die BA beim Bund aufnimmt. Alleine im nächsten Jahr über 10.000.000.000 Euro. Die aufgebauten Rücklagen sind schon weg, alles, was jetzt ausgegeben werden muss, ist nicht mehr da, Löcher werden mit Löchern gestopft, seriöse Politik geht anders.
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So sehr den von Kurzarbeit betroffenen zu gönnen ist, dass ihr Job auf sie wartet, bis wieder genügend Aufträge da sind, so sehr ist die Finanzierung zu bemängeln. Entweder müssen die Beiträge auf 6% steigen (hatten wir schon mal), oder die BA wird die Miesen für die nächsten 15 Jahre vor sich her tragen. Die geplante Verlängerung wird das Problem natürlich noch vergrößern.
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Was unser Kanzlerwesen (m/w) hier, zum wiederholten Maß, treibt, ist NICHT-Politik, reines Vertagen der Probleme und hoffen darauf, dass sich die Situation von alleine wieder bessert. Ziemlich dürftig für eine Atomphysikerin, die sich ja von Berufs wegen mit Kettenreaktionen auskennen müsste. Aber so lange alle strahlen, ist alles gut, und bis am Ende die verstrahlte Öde alles verdorren lässt, hofft sie längst über alle Berge zu sein.
raptor-xl (24.11.2009, 16:20 Uhr)
sagenhaft...
...jetzt ist es schon ein erfolg, wenn man kurzarbeit hat? woraus ergibt sich dann der rentenanspruch???

frau merkel: schaffen sie nötige reformen, bauen sie den sozialstaat um und machen sie den weg für bessere rahmenbedingungen frei. nicht das kleinkleingebastel an alten, eh nicht mehr funktionierenden systemen - sondern machen sie den schritt nach vorn!
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