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Sind Pflastersteine ein Mittel zur Meinungsäußerung? Der gewalttätige "Schwarze Block" der Anti-G8-Demos spaltete die Gipfel-Gegner. Wie die Steinewerfer zum Zankapfel wurden, berichtet der letzte Teil der stern.de-Serie über die Folgen von Heiligendamm.
Mecklenburg-Vorpommern steht ein heißer Sommer bevor. An vorderster Front: Rostocks Polizeiführer Knut Abramowski. Er soll dafür sorgen, dass Globalisierungsgegner dem Gipfel nicht zu nahe kommen. Doch auch sie sorgen vor.
Bei schweren Krawallen zwischen Polizei und gewaltbereiten Demonstranten sind mehr als 400 Polizisten und eine unbekannte Anzahl von Demonstranten verletzt worden. Grünen-Politiker Ströbele befürchtet einen schweren Imageschaden für die Anliegen der Globalisierungskritiker.
Er war mittendrin, als die Steine flogen, Tränengas setzte ihn kurzzeitig außer Gefecht. Im stern.de-Interview berichtet Monty Schädel, Organisator der Rostocker Großdemonstration, was er von den Steinewerfern hält, wie er den Einsatz der Polizei sieht - und welches Signal von Rostock ausgeht.
Am Tag danach versucht Rostock Normalität zu leben. Dort, wo gestern die Schlacht tobte, gibt es Würstchen und Bier. Doch die Angst vor neuer Gewalt sitzt tief.
100 Tage vor dem G8-Treffen in Heiligendamm macht die Sicherheit der Staatschefs den Organisatoren die wenigsten Sorgen - dafür sorgt schon ein millionenteures Zaun-Ungetüm. Doch was tun mit den zigtausend Demonstranten, die zum Treffen erwartet werden?
Während Oberbürgermeister Roland Methling an eine "tolle Standortwerbung", durch die Großdemo glaubt, treffen Ladeninhaber in der Hansestadt Vorsorge für den Ausnahmezustand.
Globalisierungsgegner dürfen nun doch bis auf 200 Meter an den Sicherheitszaun in Heiligendamm herangekommen. Das Landesgericht Schwerin hob das von der Polizei erlassene Versammlungsverbot teilweise wieder auf.
Bei der Anti-G8-Demonstration in Rostock ist es zu schweren Ausschreitungen zwischen gewaltbereiten Demonstranten und der Polizei gekommen - brennende Autos, es fliegen Steine und Leuchtraketen. Dabei wurden dutzende Beamte zum Teil schwer verletzt.
In der Nacht nach den schweren Krawallen, bei denen fast 1000 Menschen verletzt wurden, hat sich die Lage in Rostock beruhigt. Es habe keine weiteren Zwischenfälle gegeben, sagte ein Sprecher der G-8-Sondereinheit der Sicherheitskräfte.
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