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Sie haben Versprechen gebrochen, ihre Basis getriezt - und führen einen nichtssagenden Wahlkampf. Aber egal. An den Grünen perlt alles ab. Bei der Hamburg-Wahl dürften sie zu den Gewinnern zählen. Die Macht des grünen Lebensgefühls scheint unkaputtbar.
Die Hamburger Umweltsenatorin Anja Hajduk hat dem umstrittenen Kohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg die Genehmigung erteilt. Damit stellen die Grünen ihre Grundsätze zum Thema Klimaschutz infrage - und zahlen so oder so einen hohen Preis für ihr selbst verursachtes Dilemma.
Eigentlich hatten die Teilnehmer des ersten bundesweiten "Klimacamps" in Hamburg die Umwelt retten und Vattenfall enteignen wollen. Doch die Besetzung der Kraftwerksbaustelle Moorburg musste am Samstag schon nach zwei Stunden aufgegeben werden.
Die grüne Umweltsenatorin Anja Hajduk hat das Kohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg genehmigt, nun stimmt die Parteibasis über das Kraftwerk und den Fortbestand der schwarz-grünen Koalition in der Hansestadt ab. Doch unabhängig vom Ausgang der Abstimmung wird die Partei Schaden nehmen.
Peinliche Niederlage für die Hamburger Grünen: Ihre Umweltsenatorin Anja Hajduk hat das umstrittene Steinkohlekraftwerk Hamburg-Moorburg genehmigt. Im Wahlkampf hatten die Grünen den Kampf gegen den "Klimakiller" zu einem zentralen Thema gemacht - in der Realität konnten sie nur strenge Auflagen durchsetzen.
In wenigen Tagen entscheidet der Hamburger Senat, ob er den Bau des umstrittenen Kohlekraftwerks Moorburg kippt. In dem Streit geht es längst um mehr als nur Lokalpolitik. Ein Stopp des Milliardenprojekts würde die Ausbaupläne der deutschen Stromversorger gefährden.
Deutschlands einzige schwarz-grüne Koalition auf Landesebene ist vorerst gerettet. Nach einer emotionalen Debatte entschieden sich die Hamburger Grünen auf einer Mitgliederversammlung dafür, das Bündnis mit der CDU trotz der Genehmigung des umstrittenen Kohlekraftwerks Moorburg fortzusetzen.
Die Hamburger Grünen hatten ihren Wahlkampf auf die Verhinderung des Kohlekraftwerks Moorburg ausgerichtet, nun aber genehmigen sie dessen Bau. Am Abend nach dem Sündenfall stellte sich die Umweltministerin der Parteibasis - und erntete viel Kritik, aber auch erstaunlich viel Zustimmung.
Die Grünen haben den Weg für ein erstes Schwarz-Grünes Bündnis auf Länderebene freigemacht. Auf einer Mitgliederversammlung in Hamburg gab es eine große Mehrheit für das Bündnis unter der Führung des CDU-Politikers Ole von Beust.
Das schwarz-grüne Bündnis in Hamburg ist ein politischer Fortschritt, denn in das Parteiensystem kommt Bewegung. Doch für die Energiepolitik der Republik könnte die Koalition fatale Folgen haben - dann nämlich, wenn das Kohlekraftwerk Moorburg tatsächlich nicht kommt.
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