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In Essen haben sich Franz Müntefering und Michelle Schumann das Ja-Wort gegeben. Auf großen Pomp und Prominenz wurde verzichtet - sogar seinen roten Schal ließ Müntefering zu Hause.
Viel Selbstkritik, aber auch Kampfeswille: Das kennzeichnete die Rede des scheidenden Vorsitzenden Franz Müntefering auf dem SPD-Parteitag in Dresden.
Dass er gehen muss, war allen klar - und SPD-Chef Müntefering hat es nun, wenn auch nur indirekt, bestätigt. Ein neuer Kurs ist deswegen noch nicht erkennbar, der Wahlschock ist zu frisch.
Franz Müntefering hat sich am Wochenende zum ersten Mal öffentlich zusammen mit seiner neuen Freundin gezeigt. Michelle ist 40 Jahre jünger als der SPD-Chef.
Was braucht man, um in der SPD etwas zu werden? Stallgeruch, richtig. Und den hat Michelle Schumann, 29, Mitarbeiterin und Partnerin von SPD-Chef Franz Müntefering zur Genüge. Sie kommt aus dem tiefsten Ruhrpott, die Genossen aus Herne lieben sie: Für ihre zupackende Art, für ihr politisches Geschick, für ihre unverblümten Worte. Weniger enthusiastisch ist Münteferings Ex-Frau.
Er hat das Amt des SPD-Chefs mit dem des Papstes verglichen. Folgerichtig bringt der alte und designierte neue SPD-Vorsitzende Franz Müntefering nun eine Art Politik-Bibel unters Volk. Am Mittwoch hat er das Werk in Berlin vorgestellt - und ging dabei auch die Finanzkrise frontal an.
Der designierte SPD-Parteivorsitzende Franz Müntefering will Kajo Wasserhövel zum Bundesgeschäftsführer und Wahlkampfchef machen. Wasserhövel gilt als der begabteste Strippenzieher und Stratege der SPD. Welche Probleme sieht er? Und was will er?
Dieses Comeback heißt sogar die CDU gut: Franz Müntefering wird schon ab September wieder auf der politischen Bühne wirbeln. So erwartet CDU-Vize Christian Wulff positive Auswirkungen auf die Große Koalition durch die Rückkehr des SPD-Politikers. Ausgerechnet SPD-Chef Kurt Beck hält sich jedoch zurück.
Die Ehefrau von Franz Müntefering ist gestorben. Ankepetra erlag im Alter von 62 Jahren einem langen Krebsleiden. Der frühere SPD-Chef Müntefering war im November 2007 überraschend von seinen Ämtern als Vizekanzler und Bundesarbeitsminister zurückgetreten, um seine Frau zu pflegen.
Jetzt ist er weg. Franz Müntefering ist vom Bundeskabinett als Arbeitsminister verabschiedet worden, sein Nachfolger Olaf Scholz wurde vom Bundespräsidenten ernannt. Kanzlerin Angela Merkel, bekannt für bisweilen wohl pointierte Ironie, überreichte Müntefering ein schwarz-rotes Abschiedsgeschenk.
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