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29. Dezember 2009, 11:43 Uhr

Kontrollen an Flughäfen werden verschärft

Das Innenministerium schreibt das versuchte Flugzeug-Attentat in Detroit dem Terrornetzwerk al Kaida zu und zieht Konsequenzen: Die Standards bei der Passagier- und Handgepäckkontrolle an deutschen Flughäfen werden strenger. Aus Frankreich kommt ein Vorschlag nach US-Vorbild.

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Auch die Körperkontrollen sollen intensiver werden© Clemens Bilan/DDP

Flugreisende müssen sich auch in Deutschland auf noch mehr Kontrollen vor dem Flug einstellen: Nach dem vereitelten Terror-Anschlag auf ein US-Flugzeug hat das Innenministerium am Dienstag eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. Fluggäste würden künftig häufiger abgetastet und auch das Handgepäck solle noch gründlicher durchsucht werden.

Al-Kaida-Bekenntnis authentisch

Auslöser ist die Feststellung der Sicherheitsbehörden, dass das Bekenntnis von al Kaida zu dem Anschlagsversuch am 25. Dezember echt sei. Das teilte die Sprecherin von Bundesinnenminister Thomas de Maizière am Dienstag in Berlin mit. Der Anschlagsversuch unterstreiche die Bedeutung des transatlantischen Luftverkehrs als Terrorziel.

Innenminister Thomas de Maizière ließ mitteilen, dass er den Anschlagsversuch sehr ernst nehme. Anlass zur Panik gebe es aber nicht. Er bat die Betroffenen um Verständnis und riet, sich beim Handgepäck möglichst zu beschränken, um Verspätungen im Flugverkehr zu vermeiden.

Nacktscanner wieder im Gespräch

Unterdessen bröckelt offenbar der Widerstand gegen sogenannte Nacktscanner an deutschen Flughäfen. Nach Informationen der "Rheinischen Post" sind Union und FDP bereit, ihren Widerstand gegen die Geräte aufzugeben, sobald die Persönlichkeitsrechte von Flugpassagieren bei der Durchleuchtung gewahrt bleiben. Entsprechende Probeläufe unternimmt die Bundespolizei nach Angaben der Zeitung bereits seit einem Jahr.

Ein weiterer Vorschlag zur Verbesserung der Sicherheit in der EU kommt aus Frankreich: Wie die Zeitung "Figaro" am Dienstag berichtete, will Innenminister Brice Hortefeux Fluggesellschaften verpflichten, bereits bei der Reservierung personenbezogene Daten der Passagiere zu erheben, wie etwa Kreditkartennummer, Postanschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse.

AP/Reuters
 
 
KOMMENTARE (10 von 20)
 
rajonaswirth (31.12.2009, 12:03 Uhr)
Nackt-Scanner
Der Bergriff ist verdächtig zum Unwort des Jahres zu werden. Da weder Eurasier noch Asiaten und den Tätern waren, können potentiell Verdächtige mit bloßen Auge erkannt werden. Warum sollen viele öffentlich entwürdigt werden, nur weil wenige Verbrecher ihre mittelalterlichen Spielchen treiben. Wenn Wölfe sich unter Schafen verstecken, müssen klare Grenzen gesteckt werden, wie z.B. eigens geschaffene und zertifizierte Flughäfen und Fluggesellschaften. Mutige Verantwortliche dürfen den vordergründigen Vorwurf der Diskriminierung nicht fürchten, sondern die erforderlichen Auswahlkriterien schaffen.
Fakten (30.12.2009, 00:04 Uhr)
Mach mir den Iraq.
Nachdem zuerst Saud Arabien auf Betreiben der USA im Jemen bombardierte und versagte, ordnete der Kriegsverbrecher Obama Bombenanschlaege im Jemen an.

Aehnlich wie in Hiroshima wo man nach dem Abwurf der Atombombe die dortige Bevoelkerung mittels Flugblaetter warnte mussten die USA nun den Krieg im Jemen rechtfertigen und "pullte" einen "Iraq".

Uebrigens Sprengstoffe die jemand verschluckt sind nicht zu orten.
chatahootchee (29.12.2009, 19:20 Uhr)
WENN ICH BEDENKE,
dass unter den eifrigen Kommentatoren auch Leute sind, die fliegen, dann koennen die Kontrollen nicht scharf genug sein.
Einzig kb26919 hat erkannt, dass es nicht um schaerfere Kontrollen geht; es geht um gesunden Menschenverstand und dieser fehlte den einzelnen Kontrollinstanzen und Airlines voellig. Alarmglocken haetten losgehen muessen, da waeren die Vatikan-Glocken harmlose Bimmelchen.
Die jetzt eingefuehrten Massnahmen sind nur Scheinaktionen ohne Sinn.
SirDidimus (29.12.2009, 19:06 Uhr)
ich bin ja kein verschwörungstheoretiker
aber da ist ein mann in einem flugzeug, der diletantisch eine bombe zündet. gut für die passagiere, dass die noch mal mit einem schrecken davon gekommen sind. der soll der al quaida angehören. eine bestätigung dieser al quaida wurde veröffentlicht und für echt befunden. so, und jetzt sollen diese nacktscanner wieder eingeführt werden... ein schelm, der schlimmes dabei denkt...
kb26919 (29.12.2009, 16:46 Uhr)
Alle Kontrollen sind fuer die Katze....
wenn die Sicherheits-Kontrollen so lasch ausgefuehrt werden dass es jedem Moechte-Gern Terroristen gelingt mit Sprengstoff an Bord zu gelangen.Selbst die Tatsache dass der Mann kein Gepaeck eingescheckt hat,sein Tickett mit Bargeld bezahlt hat und sehr wahrscheinlich auch nicht mal einen Pass...was koennen bei solchem Versagen noch strengere Kontrollen ausrichten?!!!
galonero (29.12.2009, 16:18 Uhr)
Kontrollen
WDR2 meldet im Mom. 25 Staus in ganz Deutschland, An die Letzten in den Staus, Augen auf, ob da nicht ein Tanklastzug sich von hinten mit großer Geschwindigkeit nähert!!!!!
galonero (29.12.2009, 16:09 Uhr)
Kontrollen
Und was ist mit der Bahn, dem ÖPNV, der Schifffahrt, warum wird dort nicht kontrolliert???? Oder am Ende eines Staus auf der Autobahn, könnte ja von hinten ein Tanklastzug mit einem Talibanfahrer in das Stauende rasen....lol Leute merkt ihr alle noch etwas?????
DaVinci42 (29.12.2009, 14:54 Uhr)
Die Lösung !!
Wie wäre es denn, wenn man anstelle von weniger Handgepäck weniger Passagiere an Bord nimmt? Am besten gar keine mehr, denn jeder Passagier, ach was sag ich, jeder Mensch ist ja ein potentielles Risiko an sich! Also, hopphopp, Flugzeuge einmotten und ab zurück in die Steinzeit !!
rosacea (29.12.2009, 14:54 Uhr)
Es lebe der Zug!
Jetzt weiß ich wieder, warum ich lieber per Zug reise- zwar längere Fahrtzeit, aber dafür kein Gefummel und niemand, der einen schrägt anschaut! Und ich stimme den Vorrednern zu, warum nach dem Anschlag die Bedingungen verschärft werden... da war Weihnachten so friedlich und jetzt müssen wir alle wieder Angst haben.
nerventanz (29.12.2009, 14:47 Uhr)
Die sollen mal Rektaluntersuchungen einführen
Dann kann ich mir die 10? Praxisgebühr beim Proktologen sparen.
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