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Thierse schließt Fusion mit Linkspartei nicht aus

Kaum hat sich Oskar Lafontaine aus der Bundespolitik zurückgezogen, streckt die SPD ihre Fühler aus: Wolfgang Thierse hält einen Zusammenschluss von Linkspartei und SPD in Zukunft für möglich. Auch ein Bündnis im NRW-Landtag scheint nicht mehr ausgeschlossen.

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse hat eine Fusion seiner SPD mit der Linkspartei auf lange Sicht nicht ausgeschlossen. "Alle unsere Ausgrenzungsbeschlüsse haben nicht dazu geführt, dass die Linkspartei geschwächt worden ist, eher im Gegenteil", sagte Thierse dem "Tagesspiegel". Die Frage sei nun, was möglich werde. "Wird die Linke radikaler und erzeugt die Hoffnung, dass Wähler zu uns zurückkehren? Oder doch sozialdemokratischer, mit der Möglichkeit einer späteren Fusion?" Mit dem angekündigten Rückzug von Oskar Lafontaine aus der Bundespolitik bestehe die Möglichkeit eines entspannteren Umgangs, sagte Thierse laut Vorabbericht. "Der emotionale Punkt Lafontaine ist weg."

Thierse schloss ebenso wenig wie SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier eine Koalition der SPD mit der Linkspartei in Nordrhein-Westfalen aus. In dem Bundesland wird Anfang Mai ein neuer Landtag gewählt. "Es gibt bei uns keine Ausschließeritis, und es gilt bei uns der Grundsatz, dass die Landesverbände zu entscheiden haben", sagte Steinmeier im Deutschlandfunk. Parteichef Sigmar Gabriel hatte dem Linken-Landesverband in Nordrhein-Westfalen die Regierungsfähigkeit abgesprochen.

Steinmeier sieht nach dem Rückzug Lafontaines aus der Spitze der Linkspartei die Hindernisse für ein rot-rotes Bündnis auf Bundesebene keineswegs ausgeräumt: "Es bleibt ja dabei, dass es eine Reihe von politischen Feldern gibt, auf denen wir nun deutlich auseinander sind." Dazu gehöre das ungeklärte Verhältnis der Linken zu Europa. Nach der Ankündigung Lafontaines, kommenden Mai den Parteivorsitz abzugeben, war über eine Annäherung von SPD und Linkspartei spekuliert worden. Der ehemalige SPD-Chef Lafontaine galt als eines der Haupthindernisse für Bündnisse zwischen beiden Parteien.

Reuters/Reuters
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