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3. Januar 2009, 14:30 Uhr

Staatsanwalt ermittelt gegen Althaus

Wegen des Skiunfalls des thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus hat die Staatsanwaltschaft routinemäßig Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Der CDU-Politiker ist mittlerweile aus dem Koma aufgewacht. Er weiß noch nichts von dem Tod der 41 Jahre alten Frau, mit der er auf der Piste zusammengeprallt war.

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Dieter Althaus, Ski-Unfall, Koma, Ermittlungen, Ö,sterreich

Ein Kreuz und eine Kerze auf der Skipiste erinnern an den tragischen Unfall in der Steiermark© Kerstin Joensson/AP

Gegen Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) wird nach seinem schweren Skiunfall wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Wie der zuständige Staatsanwalt, Walter Plöbst, der Deutschen Presse-Agentur dpa am Samstag sagte, wurden die routinemäßigen Ermittlungen bereits kurz nach dem tödlichen Unglück auf der Riesneralm in der Steiermark aufgenommen. Fahrlässige Tötung kann in Österreich mit einer Freiheitsstrafe von maximal zwei Jahren bestraft werden.

Bei dem Unfall am Neujahrstag war eine 41 Jahre alte Slowakin ums Leben gekommen. Laut Plöbst wurde inzwischen eine Autopsie der Leiche vorgenommen. Wann das Ergebnis vorliege, könne er noch nicht sagen. Inzwischen seien auch mehrere Gutachter eingeschaltet worden, die die Unfallursache und den Hergang des Unglücks ermitteln sollen.

Eine Vernehmung von Althaus, der erst am Samstagmorgen aus dem künstlichen Koma erwacht ist, sei "nicht dringend", sagte Pröbst. Die Staatsanwaltschaft werde auch keine Einwände gegen die mögliche Ausreise des CDU-Ministerpräsidenten erheben. Die Ermittler gehen nicht davon aus, dass eine dritte Person in das Unglück verwickelt sei, weshalb nur gegen Althaus ermittelt werde.

Althaus war von den Ärzten seit Freitag langsam aus dem künstlichen Koma geweckt worden, in das sie ihn wegen seiner schweren Schädel-Hirn-Verletzung und einer leichten Gehirnblutung versetzt hatten. "Der Ministerpräsident hat seine Gattin erkannt. Er bewegt seine Extremitäten. Mehr kann man zurzeit nicht erwarten", sagte Lenzhofer.

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Dieter Althaus, Ski-Unfall, Koma, Ermittlungen, Ö,sterreich

Der Patient werde nicht mehr künstlich beatmet, bekomme aber noch Infusionen. Die computertomographische Untersuchung habe den stabilen Zustand des Ministerpräsidenten bestätigt: "Das macht auf eine günstige Entwicklung Hoffnung. Es ist aber noch nicht abschätzbar, bis er voll mobil wird - es wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen", meinte Lenzhofer. In jedem Fall sollten dabei "die Wünsche der Angehörigen" berücksichtigt werden. Derzeit sei ein Transport aber noch nicht zu vertreten.

Mit großer Erleichterung reagierte Thüringens Vize- Ministerpräsidentin Birgit Diezel auf das Erwachen von Dieter Althaus aus dem künstlichen Koma. "Wir sind sehr dankbar, dass der Ministerpräsident wieder ansprechbar und auf einem guten Weg ist", sagte die Thüringer Finanzministerin laut Mitteilung der Staatskanzlei in Erfurt. "Ich danke besonders auch den behandelnden Ärzten im österreichischen Schwarzach für ihren bisherigen Einsatz."

DPA/AP
KOMMENTARE (10 von 16)
 
helga-peter (05.01.2009, 22:18 Uhr)
Scheinheilige
kann mich dem Vorredner nur anschließen. Sind immer die gleichen Menschen die für alles und jeden, sogar wenn in China ein Fahrrad umfällt, Mitgefühl heucheln.
0507 (05.01.2009, 21:47 Uhr)
@peterhamburg
...wenn Du noch nie in den Bergen warst, kannst Du eh nicht mitreden!!!!
Dein scheinheiliges gesabber ist einfach nur widerlich......
Aaron71 (04.01.2009, 15:18 Uhr)
@gmathol
Kann es sein, dass Sie zuviel von dem weißen Phosphor geraucht haben?
jeanclaude (04.01.2009, 06:11 Uhr)
medien und politik....
über skiunfälle und allen anderen möglichen schlunz werden hier diskussionsrunden von der redaktion angeboten.
der gazakonflikt steht dagegen aussen vor.
hier zeigt sich doch wer bei uns durch einseitige medienberichterstattung und schuldzuweisung der politik,bei uns wirklich das sagen hat.
nur die bevölkerung lässt sich nicht mehr so leicht verarschen...
Nana_Xiaojie (04.01.2009, 03:39 Uhr)
Herr Althaus weiss also noch nichts von dem Tod der Frau.
Dafuer weiss schon die gesamt Oeffentlichkeit um seine Geschichte. Is ja auch was.
Mindsplitting (04.01.2009, 00:36 Uhr)
Ich denke...
...jeder der beiden trägt eine gewisse Schuld. Jeder hat seine sorgfaltspflich so zu fahren das man anderen Gefahren rechtzeitig ausweichen kann. Tragisch ist es allemale und ich wünsche mein Beileid als auch eine schnelle Genesung. Es gehören auch auf Pisten Sicherheitsmaßnahmen, genau wie beim Motorradfahren, Autofahren und Fahrradfahren. Wen juckt es dasein Helm doof aussieht, ich trage auch einen auf meinem Motorrad, fahre dennoch immer im Rahmen der STVO (ganz ehrlich auch mal 10-20 zu schnell auf ner langezogenen Geraden) aber halt trotz Helm mit Vorsicht. Skifahrer können das auch. Zumindest auf schnellen Pisten.
whismerh2 (03.01.2009, 21:30 Uhr)
@Benku
Wenn man schwarze Pisten fährt
sollte man sich die Route vorher genau anschauen, weniger Risiko wenn Du in den frühen Morgenstunden die Routen abfährst.
Aber um die Mittagszeit heißt es grundsätzlich vor jeder Kreuzung Gas raus und erhöhte Aufmerksamkeit, sollte man wissen.
Aber Mutmaßunen sind hier fehl am Platz.
Fakt ist leider wer von der schnelleren Piste kommt, muß mehr aufpassen.
Solch eine Kreuzung kann für jeden bitter enden.
Schwarze Pisten gehöhren nich ein ein sogenanntes Nadelöhr.
Ich kann das nur objektiv beurteilen,
aber bei allem Respekt, ganz unschuldig ist er leider er nicht.
Bei dem Chrash, da war wohl mindestenst einer zuschnell unterwegs, und kann , natürlich auch mit Pech, nicht schnell auf die Kante gehen, vereiste Flächen tun ihr übrigens.
Nichts gegen diesen Mann, aber Schuld trifft ihn leider auch.
Fährt man halt die leichteren Strecken.
Und studiert auf diesen Pisten halt den Wegverlauf vorher sollte man von eine anspruchsvollen Skifahrer erwarten können.
Des weiteren wird mir bei diesem unglücklichen Unfall auch zu viel Presse für den H. Alth. gemacht, die Mutter von vier Kindern scheint ja wohl eher nebensächlich zu sein.
Mein erstes Mitgefühl gilt auf jeden Fall der letzt Genannten.
makira (03.01.2009, 20:36 Uhr)
Pistenpolizei
Wiese gibt es keine Pistenpolizei. Bei zu schneller Geschwindigkeit und rücksichtsloser Fahrweise gleich ab 1000€ aufwärts Bußgeld. Denke das würde abschrecken.
hgerisch (03.01.2009, 19:55 Uhr)
Skiunfall Beata. C. und Althaus
Und welcher Blutalkoholwert wurde zum Unfallzeitpunkt ermittelt? Oder wird das versehentlich totgeschwiegen, wie andere Unzulänglichkeiten bei derartigen Ereignissen sonst auch??
Freundliche Grüße
Helmar gerisch
Benkku (03.01.2009, 19:09 Uhr)
Amateure gehören nicht auf schwarze Pisten.
Mag sein, daß eine Sportlehrerin auf ihre eigene Körperbeherrschung besser ohne als mit Helm vertrauen kann und nicht damit rechnet, daß ein ansonsten als Schreibtischtäter fungierender mit Helm ausgestatteter Amateur daher kommt, der ohne größere Anlaufzeit vorallem den schnellen Kick sucht. Meiner unmaßgeblichen Meinung nach wiegt bei dem tragischen Unfall die verantwortungslose Raserei eines Amateurs schwerer als das Nichttragen des Helm bei einer Sportlehrerin.
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