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Claudia Roth im #candystorm

Bei der Urwahl ihrer Partei erlitt Grünen-Vorsitzende Claudia Roth eine bittere Niederlage. Doch online wurde ihr dann der Rücken gestärkt: Ein "Candystorm" fegt durch die Netzwelt.

Von Jannis Frech

  Freut sich über geballten Zuspruch aus dem Netz: Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth will auch deshalb erneut für das Amt kandidieren.

Freut sich über geballten Zuspruch aus dem Netz: Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth will auch deshalb erneut für das Amt kandidieren.

Wenn es im Netz stürmt, gehen Politiker und PR-Strategen in Deckung. Der so genannte Shitstorm, die geballte und oftmals undifferenzierte Ablehnung von Themen, Meinungen oder gar Personen via Twitter und Facebook ist gefürchtet. Doch Claudia Roth, selbst nur bei Facebook aktiv, erlebt nach ihrem deprimierenden Wahlergebnis bei der grünen Urwahl, dass das Netz auch anders stürmen kann: Zusprechend, Mut machend, einfach zuckersüß. Ein "Candystorm".

"Claudia muss bleiben", "Geh mit uns weiter!", "Kämpfe weiter"! Bei Twitter hagelt es aufmunternde Worte, von Grünen-Politikern ebenso wie von anderen Twitternutzern. Inspiriert von Barack Obamas Sieges-Tweet bei der US-Präsidentschaftswahl lautet das Schlagwort "claudia2moreyears" – zwei weitere Jahre. Auch unter "claudiamussbleiben" sammelte sich schon kurz nach der Wahlniederlage erster Zuspruch, zusätzlich erreichen Roth hunderte Mails. Und die geballte digitale Zuneigung zeigt Wirkung: Der "Candystorm" habe sie "besonders berührt" und zu ihrer Entscheidung für eine neuerliche Kandidatur als Parteichefin beigetragen, sagt Roth am Montag in Berlin.

Volker Beck übt sich in Wortschöpfung

Auf Facebook bedankt sich die Bundesvorsitzende ebenfalls für den Zuspruch: "Vielen Dank von ganzem Herzen für die große Unterstützung in schwerer Zeit", schreibt Roth. Und meint damit wohl auch ihren Parteifreund Volker Beck, denn der parlamentarische Geschäftsführer gab dem Positiv-Sturm bei Twitter noch einen zusätzlichen Schub. "Wie nennt man das Gegenteil eines Shitstorms?", fragte Beck am Sonntag per Tweet. Und beantwortet seine Frage selbst: "Ein Candystorm für Claudia!" Die gängigeren Bezeichnungen "Flauschstorm" und "Lovestorm" gefielen ihm demnach nicht so gut.

Im politischen Berlin war der neue Begriff entsprechend unbekannt. Einige Journalisten berichteten zunächst von einem "Handy-Storm", der die Spitzengrüne umweht habe. Ein gewisser Stolz auf seinen Twitter-Clou war Volker Beck dann auch am Montag noch anzumerken. Nachdem sich Agenturen bei ihm zum Thema "Candystorm" erkundigten, twittert er selbstbewusst: "Ein neues Kapitel Twittergeschichte!"

mit AFP

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