Startseite

Wer ist Katharina Nocun?

Wenige hatten sie auf dem Zettel, nun ist sie Politische Geschäftsführerin bei den Piraten: Katharina Nocun, 26, Studentin. 10 Dinge, die Sie über die Blitzaufsteigerin wissen müssen.

Von Daniel Regnery

Harter Start in Deutschland

Katharina Nocun, 1986 in Polen geboren, zog mit ihren Eltern nach Deutschland. Keine einfache Situation, wie sie auf der Homepage der niedersächsischen Piraten schildert: "Wir sind nach Deutschland ausgewandert, als ich drei Jahre alt war und haben die ersten Jahre in einem Asylbewerberheim gelebt. Wir Kinder hatten eine Plastikbadewanne und die Kinder aus der Straße durften nicht mit uns spielen."

Im Internet zuhause

Der Vater fand Arbeit als IT-Projektmanager, die Mutter als Datenbankadministratorin. Dadurch habe sie immer Zugang zu Computern und dem Internet gehabt, sagt Nocun auf ihrer Homepage. Sie machte eine politische Mission daraus - und begann, sich im Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung und anderen Gruppen für digitale Menschenrechte und Datenschutz zu engagieren. Dazu twittert sie und betreibt ein eigenes Blog.

Blitzaufstieg bei den Piraten

Nocun ist erst seit März 2012 Mitglied bei den Piraten. Das sei überhaupt die erste Organisation, bei der sie jemals einen Mitgliedausweis beantragt habe, sagt sie. Bei der Landtagswahl 2013 in Niedersachsen wurde sie bereits als Spitzenkandidatin präsentiert, obwohl sie nur auf Platz zwei der Liste stand. Am Freitag wurde sie mit 81,7 Prozent zur Politischen Geschäftsführerin der Bundespartei gewählt.

Studentin, Journalistin, Beraterin

Neben ihrem politischen Engagement schreibt Nocun an ihrer Masterarbeit über Datenschutzverbände auf EU-Ebene. Eigentlich wollte sie einmal Geophysik studieren, entschied sich aber für "Politik und Wirtschaft" in Münster, später "Politics, Economics and Philosophy" in Hamburg. Bis Dezember 2012 arbeitete sie als Referentin für digitale Verbraucherrechte bei der Verbraucherzentrale. Als freie Journalistin schreibt sie vorwiegend über Datenschutzthemen für das Onlinemagazin "netzwelt.de".

Kernthema Datenschutz und Bürgerrechte

Die Kernthemen Nocuns sind der Datenschutz sowie Verbraucher- und Bürgerrechte. So engagiert sie sich beispielsweise seit 2007 im Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, einer bedeutenden Gruppe in der Netzpolitikszene. Seit 2011 ist sie außerdem Presseansprechpartnerin für den Arbeitskreis Zensus, der Teil der AK Vorratsdatenspeicherung ist.

Nicht die neue Marina Weisband

Bereits im Dezember 2012 wurde Nocun mit Marina Weisband verglichen. Allerdings will die Studentin keine Kopie ihrer einstigen Vorgängerin sein. "Man sollte einer Person unvoreingenommen begegnen und sich fragen: Was macht sie anders?", sagte sie "Welt Online". Beide seien zwar aus Osteuropa, jung und hätten in Münster studiert, insgesamt aber "sind wir schon sehr unterschiedlich", meint sie.

Leben auf dem Bauernhof

Trotz Affinität zu moderner Technik lebt Katharina Nocun nicht in einer Großstadt, sondern im rund 9000 Einwohner zählenden Ort Dissen im Teutoburger Wald. Zusammen mit ihrem Freund und dessen Eltern wohnt sie auf einem Bauernhof.

Bis nach Karlsruhe oder Brüssel

Wenn es um ihre Überzeugungen geht, scheut Nocun nicht den Weg bis in die höchsten Distanzen. Erst dieses Jahr beschwerte sie sich bei der EU-Kommission über die Stellung des Datenschutzbeauftragten in Deutschland. Auch will sie vor dem Bundesverfassungsgericht gegen das Gesetz zur Bestandsdatenauskunft Beschwerde einlegen.

Entschleunigte Geschäftsführerin

Nocun möchte nicht ihr ganzes Leben für ihr neues Amt opfern und legt Wert auf einen Ausgleich zur Politik. Auf dem Bundesparteitag 2013 sagte sie: "Eine meiner Stärken ist es, dass ich mir auch mal eine Auszeit nehme und das Handy ausmache. Das werde ich auch nicht ändern. Es ist ganz wichtig, dass man eine gewisse Distanz hat zu den Dingen, weil man sonst Gefahr läuft zu verbrennen."

Klare Worte, unklare Position

Katharina Nocun ist um klare Worte nicht verlegen, forderte ihre Parteifreunde gar auf "sich den Arsch aufzureißen". Doch zu innerparteilichen Streitthemen kann sie auch vor einer klaren Stellungnahme ausweichen. Bisher hat sie beispielsweise die "Ständige Mitgliederversammlung" trotz mehrfacher Nachfragen weder klar befürwortet noch abgelehnt.

Daniel Regnery und Eric Hofmann

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools