. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
26. Juli 2008, 12:26 Uhr

Rebellion der Raucher

Die Gesetze zum Nichtraucherschutz gelten inzwischen in ganz Deutschland. In ganz Deutschland? Nein. Überall im Land schmort der Protest. Ende Juli entscheidet das Bundesverfassungsgericht über die ersten Klagen. Von Markus Götting

Rückkehr an den Tatort: In dieser Grillstube in Hoyerswerda hat sich Norbert Mahling, hier links neben seinem Anwalt Gerhard Rahn, Anfang April eine angesteckt. Er sollte ein Bußgeld zahlen, wehrte sich vor Gericht - und gewann© Jörg Gläscher

Nun ist Norbert Mahling das stolze Kämpferherz doch ein bisschen in die Hose gerutscht. Im Publikum sitzt zur moralischen Unterstützung ein gutes Dutzend seiner Kumpels, und man kann nicht sagen, dass die Elite des Landes versammelt ist an diesem frühen Freitagmorgen. Der arbeitslose Zimmerer hockt ziemlich bedröppelt auf der Anklagebank im Amtsgericht Hoyerswerda. Sein Vergehen: Er hat geraucht. Dafür soll er wegen Verstoßes gegen das sächsische Nichtraucherschutzgesetz 100 Euro Bußgeld zahlen und eine Gebühr von 25 Euro noch dazu. Als Kläger treten zwei Ordnungshüter der Verwaltungsbehörde auf. 15-mal schon haben sie solche Strafen verhängt, aber Mahling ist der Erste, der Einspruch eingelegt hat. Er ist auch der erste Deutsche, der wegen Rauchens vor Gericht steht.

Der Sachverhalt ist schnell geklärt. "Am 10. 4. zwischen 21 und 22 Uhr besuchen Norbert Mahling und ein Freund das 'Istanbul-Grillhaus', eine türkische Ein-Raum-Gaststätte im Einkaufszentrum ‚Treff Acht‘", stellt Richterin Evelin Kloß fest. Sie sind die einzigen Gäste, und auf die Frage, ob im Lokal geraucht werden dürfe, bietet ihnen der Wirt eine Zigarette an. Und kaum, dass sie brennt, kommen schon die Ordnungshüter rein.

"Wie viel von der Zigarette hatten Sie denn schon geraucht?", will die Richterin wissen. "Gerade mal een Zug", schimpft Mahling. "Die haben doch draußen nur gelauert, um abzuzocken", ruft sein Sohn Kay aus dem Zuschauerraum. Auch Mahling ist sicher: "Die wollten mir unbedingt 'n Ding reinbraten."

Aschenbecher sind eine Einladung

Nach einer kurzen Pause kommt die Richterin in den Saal zurück und verkündet das Urteil: "Es standen überall Aschenbecher auf den Tischen. Das hätte ich auch als Einladung interpretiert, zumal einem der Inhaber auch noch eine Zigarette anbietet. Man kann vom Angeklagten um 22 Uhr schlecht erwarten, dass er eine Rechtsauskunft beim Anwalt einholt." Der Angeklagte nickt eifrig.

Es gilt Paragraf 17 des Strafgesetzbuches, der "Verbotsirrtum". Freispruch. Draußen steckt sich Mahling eine Marlboro an. Er kann es noch gar nicht fassen. "Dass es doch noch so eine Gerechtigkeit gibt!" Auch die Richterin raucht später noch eine.

Seit Anfang des Monats gilt nun auch in den letzten Bundesländern das Rauchverbot in öffentlichen Räumen; die Debatte darum ist eine der emotionalsten der vergangenen Jahre - eine ideologische Konfrontation. Die Raucher fühlen sich gegängelt und bevormundet, ihre Rebellion wird immer spürbarer. In vielen Großstädten, von Lübeck bis München, gingen in den vergangenen Monaten Tausende auf die Straße und forderten ihr Recht auf unbeschränktes Rauchen ein. Flächendeckend bildeten sich Widerstandsnester von Kneipenwirten, die um ihre Existenz fürchten. Ständig entstehen neue Internetforen und Bürgerinitiativen, in denen Raucher zum Freiheitskampf aufrufen - noch immer ist jeder dritte Deutsche gegen das Rauchverbot, wie eine Forsa-Umfrage für den stern ergab.

Geballte Wut der Bayern

Aber all diese Demonstrationen und Proteste sind nichts gegen die geballte Wut der Bayern: Dort hat sich der "Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur" (VEBWK) gegründet, der es binnen kürzester Zeit auf 77.000 Mitglieder gebracht hat, damit nach eigenen Angaben der drittgrößte Verein des Landes ist (nach dem ADAC und dem FC Bayern) und die CSU um ihre absolute Mehrheit im Landtag bangen lässt. In vielen Landgasthöfen hat die Partei inzwischen sogar Hausverbot - Höchststrafe in Bayern - und damit die Hoheit über die Stammtische flächendeckend verloren.

Nun wird am 30. Juli das Bundesverfassungsgericht über die ersten Klagen entscheiden, ob die Regelungen einiger Bundesländer mit dem Grundgesetz konform sind. Ob dann endlich Ruhe ist?

Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg sterben jedes Jahr 3300 Menschen in Deutschland an den Folgen des Passivrauchens. Der Staat hat die Fürsorgepflicht. Aber wo endet die, und wo beginnt die Bevormundung? Es ist eine feine Grenze, und viele Beteiligte gehen davon aus, dass die Gesetze umgeschrieben werden müssen. Dem Gesundheitsschutz stehen Grundrechte wie Handlungsfreiheit, Berufswahl und Eigentumsgrundrecht gegenüber.

"Ein keimfreier Ort ohne Sinnlichkeit"

Auch der Schauspieler Max Tidof hat eine Klage beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Tidof, 48, raucht seit dem 14. Lebensjahr 40 bis 50 Zigaretten am Tag. Zu Hause will er mit Rücksicht auf seine Tochter darauf verzichten, aber seit Anfang des Jahres ist das Qualmen auch in seinen Stammlokalen verboten. Er sieht sich in seiner persönlichen Freiheit eingeschränkt. Tidof sagt: "Eine Bar ohne Rauch, Cocktails ohne Zigarette, ein Whisky ohne Zigarre - man stelle sich das vor: ein keimfreier Ort ohne Sinnlichkeit." In seiner Klage führt er an, die Verbannung nach draußen empfinde er als gesellschaftliche Isolation. Und die Erkältungsgefahr stelle für ihn als Schauspieler eine berufliche Bedrohung dar.

Du lieber Himmel: Wirt Dirk Bruckner aus Kappeln an der Schlei gründete in seiner Kneipe eine Kirchengemeinde ...© Marcus Vogel

Uli Neu, 50, ist noch ganz beeindruckt von der Anhörung in Karlsruhe. "Das war mein erster Prozess, und dann gleich Richter in roten Roben", sagt er und zapft sich ein Pils. Seit 23 Jahren führt er den "Pfauen", eine kleine helle Kneipe in der Tübinger Altstadt. Für den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) ein Musterbetrieb für eine Musterklage vorm höchsten Gericht. Aus den Lautsprechern klingen Jacques-Brel-Chansons mit deutschem Text, gerade mal zehn Leute halten sich an diesem Abend an ihren Gläsern fest, die Stimmung ist fast melancholisch. Neu erzählt, dass sein Umsatz um bis zu 30 Prozent zurückgegangen sei. Schon kämen die ersten Daueraufträge von der Bank zurück. Nun ist er auf die Geduld seines Vermieters angewiesen und darauf, dass Lieferanten ihre Rechnungen erst montags stellen, wenn die Wochenendeinnahmen in der Kasse sind. Er sagt: "Ich muss jetzt finanziell jonglieren - und mir geht's richtig scheiße dabei."

Statistisch fällt das Rauchverbot nicht auf

Es sind gerade die Wirte in der sogenannten Ein-Raum-Gastronomie, die um ihre Existenz fürchten, weil sie keinen separaten Raucherraum einrichten können. Aber ein gastronomischer Weltuntergang, wie ihn der Dehoga prognostiziert, steht auch nicht bevor. Das Statistische Bundesamt ermittelt die monatlichen Umsatzzahlen der Gastronomie, und wenn man sich den längerfristigen Verlauf anschaut, fällt auf, dass das Geschäft seit Jahren kontinuierlich zurückgeht, gerade in der sogenannten getränkegeprägten Gastronomie. Das hat vor allem mit der alltäglichen Kostenexplosion zu tun, mit dem Konsumklima. Das Rauchverbot fällt in diesen Statistiken jedenfalls nicht auf.

Übernommen aus ... Stern Stern
Ausgabe 30/2008

Das Rauchverbot Im Ausland glühende Anhänger Das Rauchverbot hat in vielen Ländern zu einem Rückgang des Tabakkonsums geführt und die Volksgesundheit verbessert. 2003 verhängte der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg in seiner Stadt einen "smoking ban" - innerhalb eines Jahres sank die Raucherquote in der Bevölkerung von 20,8 auf 18,1 Prozent. In Italien ging 2005 der Tabakumsatz um 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück, nach Angaben des Gesundheitsministeriums hörten eine halbe Million Raucher auf zu qualmen, die Anzahl der Krankenhausaufenthalte wegen Herzinfarkts reduzierte sich um 6,4 Prozent. Untersuchungen aus Schottland und Irland belegen, dass seit Einführung des Rauchverbots in der Öffentlichkeit nicht vermehrt in Privatwohnungen geraucht wird. In Irland sank die Zahl der Raucherhaushalte von 58 auf 50 Prozent, der Rückgang war in den eher unterprivilegierten Schichten sogar noch deutlicher. Ehemalige Raucher berichteten einer irischen Studie zufolge zu 80 Prozent, dass gerade die Gesetze sie zum Aufhören motiviert hatten. Sie begriffen die Verbote auch als Hilfe für ein künftiges rauchfreies Leben. Gesetzliche Regelungen haben offenbar auch eine starke soziale Normierung zur Folge. Eine Untersuchung im US-Bundesstaat Massachusetts ergab, dass Jugendliche in Städten mit Rauchverbot zwar genauso häufig mit Tabak experimentieren, aber deutlich seltener an der Kippe hängen bleiben. Generell gilt: In Ländern mit Gesetzen zum Nichtraucherschutz stieg seit deren Inkrafttreten auch die Zustimmung der Bevölkerung zum Rauchverbot. Das mag Einsicht dokumentieren. Oder die Macht der Gewohnheit.

  zurück
1 2
 
 
KOMMENTARE (10 von 79)
 
Kungfuzius23 (29.07.2008, 12:50 Uhr)
Vegetarier wollen Grillen verbieten
Es ist sicherlich nur noch eine Frage der Zeit bis die Vegetarier den Fleischkonsumenten unter dem Deckmäntelchen des Gesundheitsschutzes das Grillen verbieten werden, denn :
Schadstoffmessungen in gastronomischen Betrieben. 23. Juli 2008
Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel, Genuss und Gaststätten hat im Rahmen einer Studie zu Passivrauchen von Januar bis August 2007 insgesamt 60 Arbeitsbereichsanalysen und Sonderuntersuchungen in verschiedenen gastronomischen Betrieben durchgeführt. Dabei wurden wegen der Dosis-Wirkungssituation und der Frage nach individueller Vulnerabilität die expositionelle und dispositionelle Problematik der Beschäftigten vor allem im Servicebereich besonders eingehend untersucht. Bestimmt wurden u. a. Schichtmittelwerte von 46 Einzelstoffen, außerdem wesentliche Randparameter, wie z. B.
• die Luftwechselrate,
• die Gäste- und Raucheranzahl,
• die Anzahl gerauchter Tabakprodukte sowie
• Art und Anzahl sonstiger Emissionsquellen wie Küchendämpfe,
Straßenverkehr und brennende Kerzen.
Als Messort wählte man jeweils den räumlichen Schwerpunkt des Aufenthaltsortes der Beschäftigten. Das war häufig der Tresen.
Ergebnis der Messungen: In keinem Fall wurden Grenzwerte überschritten. In Einzelfällen konnte nachgewiesen werden, dass höhere Werte auf andere Ursachen als das Passivrauchen zurückzuführen waren:
• ein Holzkohlegrill mit defekter Abzughaube in der Küche der Gaststätte
konnte als Emittent identifiziert werden. "Die Abzughaube erfasste die Dämpfe und Rauche nicht vollständig, wodurch sie bis in den Servicebereich vordrangen. Nachdem die Haube repariert worden war, lagen die Werte der genannten Stoffe sowohl in der Küche als auch im Servicebereich in den üblichen Konzentrationsbereichen."
• "Auch ein mit Brennholz betriebener, schlecht ziehender Kachelofen (hohe
Kohlenmonoxid-Werte), brennende Kerzen (hohe Partikelanzahlkonzentration) oder Brat- und Frittierprozesse in der Küche (Aldehyde) wurden als Emissionsquellen identifiziert."
Der Bericht im Ganzen: "Schadstoffmessungen in gastronomischen Betrieben" (PDF) vom 15. Juli 2008. Danach liegen alle Schadstoffe weit unter den gesetzlichen Grenzwerten.
Das gesetzliche Rauchverbot in der Gastronomie basiert demnach auf falschen Voraussetzungen.
Aber die sind ja ohnehin alle von der Tabaklobby gesponsort...
Mehr Fakten gegen Desinformation gibt es übrigens auf www.smokingrebels.com/forum
Broeselbub (28.07.2008, 23:17 Uhr)
Sonst noch was
Ich denke solangsam geht es zuweit was uns dieser Staat zumutet. Soll doch der rauchen der rauchen will. Wem es nicht gefällt kann in Nichtraucherkneipen gehen oder zuhause bleiben. Irgendwann schreibt uns der Staat noch vor wann und wieoft man Sex hat. Natürlich nur der Gesundheit wegen. Die sollen sich doch um die wahren Probleme im Staat kümmern und nicht noch mehr schaffen.
sportartmakler (28.07.2008, 17:36 Uhr)
mit den ersten millitanten nichtraucherkommentaren
ist das niveau deutlich gesunken. auch wenn wir uns den schuh der dummen anziehen sollen, so sind doch die argumente und die beratungresistenz der nichtraucher nur ein zeichen das diese ihn endlich loswerden wollen...es aber nicht schaffen. stattdessen folgen dann halt beleidigungen und die heilige passivrauchenstudie, das neue testament unserer eingebildeten gebildeten.
Alex64 (28.07.2008, 16:23 Uhr)
??? Tut es doch auch ???
Zumindest wenn vorher schon was locker war...
;-))
Sanjoaquin (28.07.2008, 16:09 Uhr)
Alex - Nice to see you
Weisst Du, als ich jung war, da hab ich mich köstlich über die Diskussionen mit Gottes Bodenpersonal amüsiert, von denen ich unbedingt wissen wollte, wie das funktioniert, wenn man Wasser in Wein ver- und über den See Genesareth wandelt. Da ist dann einer, der einem weismachen will, dass man eine Todesursache ohne Obduktion bestimmen kann, keine allzu grosse Herausforderung. Wenn's dem guten Clemens in den Kram passen würde, dann würde der auch die Ansicht vertreten, dass Kaugummikauen zu Zahnausfall führt.
Alex64 (28.07.2008, 15:49 Uhr)
Ach sanjoaquin
du wirst den "depperten Möchtergernantiraucheraktivisten" denn doch nicht wirklich ernst nehmen?
Jemanden, der ohne Wissen (sogar ohne grundlegendes) anderen Nichtbeschäftigung unterstellt resp. gesetzeswidriges Verhalten?
Jemanden, der keinerlei argumentative Ansätze (noch nicht mal die ansonsten beim den militant-Verbohrten ach so beliebten unbelegten Statistiken) hat und dessen Kommentare aus immer wiederkehrenden Beleidigungen und Unterstellungen bestehen?
Der ist doch nur gefrustet. Schliesslich kommt er mit seiner Sorge für die Gesundheit anderer irgendwie nicht so recht durch - vielleicht hat ihm mal einer gesagt, er soll sich um sein eigenes verkniffenes Aussehen kümmern?
Immer so den Arsch zusammen kneifen und auf sein bisschen unwürdiges Leben achten ist eben auch nicht so gesundheitsförderlich ,....
Sanjoaquin (28.07.2008, 10:20 Uhr)
Der liebe Herr Clemens
Und wieder profiliert sich unser lieber Herr Clemens mit den punktgenaue-, sachlich- und objektivsten Argumenten. Gegen "deppert", "möchtegern" und "frust" da hat jemand, der Fakten anführt, nicht die geringste Chance. Ich fordere daher: Clemens 1964 for president, aber nicht hier, in Afghanistan oder so.
Clemens1964 (28.07.2008, 09:42 Uhr)
hatte ich doch glatt über-
lesen... man war hier im forum mal wieder soweit, dass (passiv)rauchen eigentlich gar nicht gesundheitsschädlich sei. das nur zum thema debatte mit abhängigen...
Clemens1964 (28.07.2008, 09:35 Uhr)
herr, wirf
hirn vom himmel - sajoaquin und alex, haben sie gar nichts besseres zu tun, als jede nichtraucherschutz-debatte im stern 24h am tag mit ihren depperten möchtegern-argumenten zu verpesten? suchen sie sich doch mal einen job, dann gehts auch mit dem frust wieder besser... (obwohl es im falle alex sicher nicht leicht wird, weil er es ja sicher nicht einsieht, unter seinen kollegen nicht rauchen zu dürfen, lol)
jennicar (28.07.2008, 02:32 Uhr)
PEFRA
@PEFRA:
Meinen sie mit dem vergifteten Gehirn das Gehirn vom Raucher EINSTEIN?! An Folgen des Passivrauchens ist noch keiner gestorben! Die Verringerung der Lebenslänge bei Rauchen liegt nach verschiedenen Studien im Bereich 2 bis 25 Jahren... Wohl SEHR ernsthafte Studien, die alle einander widersprechen! Übrigens nach einigen dieser Studien bin ich schon jetzt TOD! Viele Grüße aus dem Totenreich! Was die Krebrisiken angeht, kann ich mich beruhigen. Ich kriege vielleicht mit einer Wahrscheinlichkeit von 10 % Lungenkrebs in einem durchschnittlichen Alter von 69,4 Jahren. Um das Risiko kleiner zu machen, müsste ich anstatt das Rauchen aufzugeben nach Japan auswandern, da wäre mein Risiko auch kleiner...
Bei allen anderen Krebsarten liegt mein Risiko erheblich unter 10 %. „Passivrauch kann“ genau Passivrauchen KANN Krebs erzeugen, oder auch nicht. Und wenn man den DKFZ-Studie wirklich glaubt und erhebliche Schwierigkeiten mit Statistik hat, dann rate ich dringend einen Schulstatistik-Kurs bei VHS zu buchen. Aber O.K. Wenn Sie persönlich daran glauben sollen, dann liegt die Wahrscheinlichkeit (pro Jahr) , dass jemand vor 75 Jahren an Passivrauchen stirbt ca. 0,0013. Tut mir Leid, aber: wollen wir nicht alle unterirdisch leben, es gibt ja immer noch auf die Erde fallenden METEORITEN?! Übrigens, wie viele Menschen davon am Passivrauchen in Gastronomie sterben, ist auch eine GANZ andere Frage. Wahrscheinlich kommt man sogar mit den Methoden der DKFZ auf ganzen 0,2 Menschen pr Jahr?! Lächerlich!
„Dazu liegen inzwischen eine Vielzahl von Studien vor, die zu diesem Ergebnis kommen.“
Sie vergessen zu sagen: und eine Vielzahl von Studien, die es nicht zeigen( insbesonderes gilt beim Passivrauchen-Studien der Satz: je größer ist die Menge der untersuchten Personen, desto kleiner ist die Wahrscheinlichkeit, dass Passivrauchen überhaupt eine Gefahr darstellt... Komisch nicht wahr?!
„Die Folgeschäden müssten von jedem Raucher“ Vollkommende Quatsch, nachdem ein von der WHO unabhängige Wissenschaftler sich damit beschäftigte, kam man zum Schluss, dass Raucher weniger Gesundheitskosten verursachen, als Nichtraucher. Übrigens: Wollen Sie die Kosten für solche Folgeentscheidung des Nichtrauchens, wie DEMENZ selbst zahlen?! Vollkommendes Schwachsinn!
„War neulich im Krankenhaus zu Besuch und sehe da jemanden nach einer Kehlkopfop, wie der tatsächlich durch das entstandene Loch im Hals raucht! Wie vergiftet und blöd muss man da sein...“ Sie tun mir hier wirklich mehr Leid, als die von Ihnen beobachtete Person!
„Das Fatale ist ja, dass es von der Allgemeinheit bezahlt wird“ Bleiben wir bei der Wahrheit: Die Raucher ERSPAREN unheimlich viel Geld für Krankenkassen, Rentenkassen und durch die Zahlung von Tabaksteuern. Also: Informieren Sie sich besser, bevor Sie schreiben!
MEHR ZUM ARTIKEL
Rauchverbot Zecher ohne Zigaretten

Kölsch ohne Zigarette: Seit Dienstag ist Rauchen auch in den Kneipen Thüringens und Nordrhein-Westfalens verboten. Doch wie haben sich die Wirte auf die Neuerung eingestellt? Und was sagen die Besucher? stern.de war in der Kneipenstadt Köln unterwegs und hat nachgefragt. mehr...

Rauchverbot Umsatz löst sich mit dem Rauch auf

Viele Kneipen stehen wegen des Rauchverbots kurz vor dem Ruin. Im direkten Vergleich mit noch raucherfreundlichen Bundesländern beträgt das Minus gut 14 Prozent. Kreative Wirte inszenieren Raucherclubs oder Kulturabende, um das Gesetz zu umgehen. Eine Lösung auf Dauer ist das sicher nicht. Die letzten Hoffnungen der Kneipiers ruhen jetzt auf einer Verfassungsbeschwerde. mehr...

Rauchverbot Raucher-Anarchie in Bayern

In Bayern ist das Rauchen wieder erlaubt. Zumindest für Clubmitglieder. Wirte setzten auf Kreativität, Clubs und geschlossene Gesellschaften, um die Kunden zu halten. Meist reicht es aber schon Name und Adresse auf einen Zettel zu kritzeln und schon darf nach Herzenslust geraucht werden. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe