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Mutmaßlicher IS-Kämpfer Nils D. will umfassend aussagen

Er soll Gefängnis-Wachmann gewesen sein und vermutlich einen zu Tode Gefolterten in einem Erdloch begraben haben: In Düsseldorf hat der Prozess gegen den mutmaßlichen IS-Kämpfer Nils D. begonnen.

Der mutmaßliche IS-Kämpfer Nils D. im Oberlandesgericht Düsseldorf

Der mutmaßliche IS-Kämpfer Nils D. beim Prozess im Oberlandesgericht Düsseldorf

Vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht hat der Prozess gegen einen mutmaßlichen Terroristen des "Islamischen Staats" (IS) begonnen. Die Bundesanwaltschaft warf dem 25-jährigen Nils D. aus Dinslaken am Mittwoch beim Prozessauftakt vor, einer Spezialeinheit der Terrororganisation angehört zu haben. Als Mitglied eines Sturmtrupps habe er Spione und Deserteure mit Waffengewalt festgenommen und Gefängnissen des IS zugeführt. 

Er sei auch als Wachmann eines IS-Gefängnisses eingesetzt gewesen: "Der Angeklagte wusste, dass die Gefangenen der Folter bis zum Tod ausgesetzt waren. Er hatte Einblick in die Folterkammer. Er beerdigte einen vermutlich zu Tode gefolterten Gefangenen, in dem er die Leiche aus der Kühlkammer holte und auf einer Müllkippe in einem Erdloch vergrub", sagte die Vertreterin der Bundesanwaltschaft, Carola Bitter. 

Nils D. kündigt umfassende Aussage an 

Er habe eine Pistole und eine Kalaschnikow sowie zur Abschreckung einen Sprengstoffgürtel getragen. Der Angeklagte und seine Verteidiger kündigten eine umfassende Aussage an. 

Der 25-Jährige hat bereits als Zeuge in zwei Terrorprozessen umfangreich ausgesagt. Er gab dabei zu, in der Spezialeinheit im Dienst gewesen und auch Zeuge von Folter und Hinrichtungen geworden zu sein. Mitgemacht habe er aber nicht.


mod/DPA
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