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Deutschland wird zum Magnet für Zuwanderer

Nur in wenigen Ländern stieg in den vergangenen Jahren die Beschäftigungsrate von Migranten. Am stärksten in Deutschland. Anderswo spüren sie die Wirtschaftskrise mit brutaler Härte.

  Entgegen dem europäischen Trend haben Migranten in Deutschland bessere Jobperspektiven

Entgegen dem europäischen Trend haben Migranten in Deutschland bessere Jobperspektiven

Deutschland erweist sich in unsicheren Zeiten als regelrechter Magnet für Migranten - im Gegensatz zu vielen anderen Industrieländern. Und die Beschäftigungschancen für die Zuwanderer haben sich nach Zahlen der Wirtschaftsorganisation OECD hierzulande in den letzten Jahren ebenfalls gegen den Trend positiv entwickelt.

Seit 2008 stieg die Beschäftigungsquote der Migranten um vier Prozentpunkte auf 66,5 Prozent, sagte OECD-Experte Thomas Liebig in Berlin. Dieser Zuwachs sei deutlich höher als bei den Nichtzuwanderern, deren Beschäftigungsquote lediglich um 1,5 Prozentpunkte anstieg. "Dies ist das höchste Wachstum in der OECD, die global einen Rückgang des Anteils der Migranten in Beschäftigung von über drei Prozentpunkten verzeichnete", sagte Liebig.

Im vergangenen Jahr wanderten 4,1 Millionen Migranten dauerhaft in die 34 OECD-Staaten ein, 2,5 Prozent weniger als 2009. Der Rückgang machte sich vor allem in den unter der Wirtschaftskrise leidenden europäischen Ländern bemerkbar. So sank die Zuwanderung nach Irland um 55 Prozent, nach Griechenland um 31 Prozent, nach Portugal um 17 Prozent und nach Spanien und Italien jeweils um 10 Prozent. In Deutschland stieg hingegen die dauerhafte Migration um 10 Prozent an.

"Insgesamt war Deutschland das OECD-Land, das in den vergangenen beiden Jahren das stärkste Wachstum der Migration zu verzeichnen hatte", sagte Liebig. Die meisten Zuwanderer seien aus Polen, Rumänien und Bulgarien gekommen. Diese Migranten - darunter viele Frauen - fänden vielfach Arbeit in Privathaushalten. Aus Ländern von außerhalb der EU kamen 2010 rund 20.000 meist Hochqualifizierte.

ono/DPA/DPA

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