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Schramm und Schrade verlassen Piraten-Vorstand

Aderlass im Bundesvorstand der Piraten: Wie stern.de bereits vorab berichtete, wird mit Julia Schramm ein prominentes Mitglied die Politbühne verlassen. Auch Matthias Schrade zieht sich zurück.

Von Laura Himmelreich und Jan-Christoph Wiechmann

  Die Piraten verlieren ein weiteres prominentes Gesicht: Julia Schramm gibt ihren Vorstandsposten auf. Auch Vorstandsmitglied Matthias Schrade zieht sich zurück.

Die Piraten verlieren ein weiteres prominentes Gesicht: Julia Schramm gibt ihren Vorstandsposten auf. Auch Vorstandsmitglied Matthias Schrade zieht sich zurück.

Die Krise bei der Piratenpartei ist am Freitag eskaliert: Zwei Mitglieder des Bundesvorstands ziehen sich aus dem Gremium zurück. Zuletzt waren dort massive Meinungsverschiedenheiten öffentlich geworden.

Wie stern.de bereits vorab berichtet hatte, erklärte die Beisitzerin im Bundesvorstand der Partei, Julia Schramm, ihren Rücktritt vom Parteiamt. Die 27-Jährige sagte in Berlin, ihre Entscheidung stehe in keinem Zusammenhang mit der Arbeit innerhalb des Parteigremiums. Ihr Beschluss sei vielmehr eine persönliche und grundsätzliche Entscheidung. "Aus dem Ehrenamt Politik ist ein Beruf geworden, den ich so nicht ausüben möchte", sagte Schramm. Nach dem Bundesparteitag in Bochum werde sie sich auch aus der Parteiarbeit zurückziehen und auf ihre Doktorarbeit konzentrieren.

Schramm steht in der Kritik, weil sie ihr Buch mit dem Titel "Klick mich“ nicht frei verfügbar ins Netz stellte. Ihr Verlag hatte mit ihrer Zustimmung eine kostenlose Kopie des Buches im Internet sperren lassen. Für viele ihrer Kritiker war das ein Widerspruch zum Programm der Piraten, da sich die Partei für ein Recht auf kostenlose Kopien von Musik und Büchern einsetzt. Auch Schramm forderte in der Vergangenheit eine Neuregelung des bestehenden Urheberrechts.

Auch Schrade zieht sich zurück

Außerdem kündigte Vorstandsmitglied Matthias Schrade für die Zeit nach dem Bundesparteitag Ende November seinen Rückzug aus dem Bundesvorstand an. Er begründete dies mit einem tiefen Konflikt mit dem Politischen Geschäftsführer Johannes Ponader. "Eine Zusammenarbeit mit Johannes Ponader ist mir schlichtweg nicht möglich", sagte Schrade am Freitag. Da dieser den Bundesvorstand offenbar nicht verlassen wolle und Neuwahlen nicht absehbar seien, bleibe ihm keine andere Wahl. Er werde sich künftig auf die Parteiarbeit außerhalb des Bundesvorstands konzentrieren, sagte Schrade, der wie Schramm als Beisitzer in das neunköpfige Gremium gewählt wurde. Ponader hatte zuvor gegenüber stern.de betont, dass er nicht zurücktreten werde.

Innerparteiliche Querelen haben in den vergangenen Wochen dafür gesorgt, dass die Piraten an Zustimmung bei den Wählern verloren haben. Im stern-RTL-Wahltrend verharrt die Partei bei fünf Prozent und muss damit um ihren Einzug in den nächsten Bundestag bangen.

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mit DPA

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