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22. Februar 2007, 07:43 Uhr

Warum Seehofer schwänzte

Alle waren sie in Passau: Stoiber, Huber, Beckstein, selbst die Rebellin Pauli hatte sich nicht gedrückt. Nur Horst Seehofer, der sich um den CSU-Vorsitz bewirbt, glänzte durch Abwesenheit. Einem TV-Sender sagte er, warum.

"Nix angebrannt": Bundesagrarminister Horst Seehofer© Berthold Stadler/ddp

Bundesagrarminister Horst Seehofer will seine Abwesenheit in Passau nicht als Resignation im Kampf um den Parteivorsitz verstanden wissen. "Ich habe auch meine Informationen aus Passau, es waren ja auch viele Anhänger von mir da, es gab auch Plakate für mich. Ich bin mit dem heutigen Tag äußerst zufrieden", sagte Seehofer in der ARD. Er glaube nicht, dass irgendetwas angebrannt sei. Der Wettbewerb mit seinem Konkurrenten - dem bayerischen Wirtschaftsminister Erwin Huber - beginne erst.

Alle Aufmerksamkeit für Stoiber

Seehofer, der auch aus den Reihen der CSU-Landtagsfraktion wegen seines Privatlebens angegriffen worden war, erklärte, sowohl Huber als auch Stoiber würden sich fair verhalten. "Es sind oft dritte und andere, die versuchen, schlechte Züge hereinzutragen", sagte er. Kurz nachdem Seehofer seinen Ehrgeiz hatte erkennen lassen, Parteichef zu werden, wurden in den Medien Berichte lanciert, die Seehofers außereheliche Beziehung zu einer Bundestagsmitarbeiterin in Berlin publik machten.

Am Rande einer Veranstaltung der CDU im nordrhein-westfälischen Krefeld erklärte Seehofer, seine Abwesenheit in Passau sei in der CSU-Spitze vereinbart worden. Stoibers habe im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen sollen. "Das hat er verdient. Ich wollte das nicht durch meine Anwesenheit beeinträchtigen."

Reuters
 
 
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