Startseite

Petra Diroll wird Wulffs neue Sprecherin

Sie gilt als stresserprobter, ehrgeiziger Vollprofi: Petra Diroll wird in schwieriger Zeit Sprecherin von Bundespräsident Christian Wulff. In ähnlicher Position brachte sie es schonmal zum "Pechvogel des Monats".

  Petra Diroll (r.) rückt an die Spitze der Pressestelle des Bundespräsidenten

Petra Diroll (r.) rückt an die Spitze der Pressestelle des Bundespräsidenten

Im politischen Betrieb sind Pressesprecher nicht wegzudenken, sie sind die Chefverkäufer von Politik und Politikern. Idealerweise mehren sie das Ansehen des Chefs durch eine gefällige Außendarstellung, ohne dabei den Verdacht wirklichkeitsfremder Schönmalerei auf sich zu ziehen. Es wartet also eine heikle Aufgabe auf Petra Diroll, der seit Donnerstag als neuer kommissarischer Sprecherin von Bundespräsident Christian Wulff eine zentrale Rolle beim Krisenmanagement rund um die umstrittenen Kontakte ihres Dienstherrn mit vermögenden Unternehmern zukommt.

Menschen in ihrer Umgebung beschreiben Diroll als ehrgeizig, stressresistent und hochprofessionell, in Berlin ist die Mittvierzigerin gut vernetzt in Politik und Medien. Dirolls Debüt auf Schloss Bellevue begann vor zweieinhalb Jahren mit einem Paukenschlag: Zum 1. Juni 2010 hatte der damalige Hausherr Horst Köhler die gelernte Journalistin als Sprecherin engagiert - trat aber einen Tag davor zurück, was auch Diroll beinahe um den Job gebracht hätte. Das Fachblatt "Mediummagazin" kürte sie damals zum "Pechvogel des Monats". Wulff übernahm Diroll dann aber nach seiner Wahl als Vizesprecherin, als Chef der Pressestelle installierte er seinen langjährigen Vertrauten Olaf Glaeseker.

Auch Glaeseker unter Druck

In der Pressestelle, die von alten Bäumen beschattet in einem Neubau im Park von Schloss Bellevue untergebracht ist, rückte Diroll nun an die Spitze, weil Wulff seinen engen Berater Glaeseker entlassen hatte. Wulff nannte dafür keine Gründe. Nach Informationen von stern.de musste Glaeseker gehen, weil sich die Affäre um Wulffs Kontakte mit Unternehmern auf ihn selbst auszuweiten drohte: Glaeseker soll kostenlose Urlaubseinladungen des bekannten Partymanagers Manfred Schmidt angenommen haben. Für seinen Chef wäre er damit eine zu große Belastung geworden.

Die Episode illustriert das Berufsrisiko von Pressesprechern: Ist der Chef in der Krise, trifft die Kritik irgendwann unweigerlich auch den Sprecher. "Es ist ja häufig so, dass der Pressesprecher eine Art Sündenbock- oder Prellbockfunktion hat", sagte Jörg Schillinger vom Bundesverband deutscher Pressesprecher am Freitag im Deutschlandfunk. Das gehöre zum Job: Ein Sprecher habe nun einmal die Aufgabe, die Politik "möglichst positiv darzustellen", sagte Schillinger. "Wenn das nicht gelingt, muss der Sprecher in der Tat überlegen, ob er der Richtige ist an der Stelle."

Diroll kennt das politische Geschäft

Der bisherigen Kommunikationsstrategie von Schloss Bellevue in der Kreditaffäre stellte kaum jemand ein gutes Zeugnis aus. Sie hatte Wulff unvorteilhaft als Politiker erscheinen lassen, der den Vorwürfen ausweicht und die Wahrheit nur scheibchenweise preisgibt. Nun muss sich Diroll an der Aufgabe versuchen. Ihr dürfte dabei zunutze kommen, dass sie als langjährige politische Korrespondentin das journalistische Geschäft - und seine wissbegierigen Akteure - gut kennt. Die aus Kulmbach in Franken stammende Journalistin arbeitete lange für den Bayerischen Rundfunk, war im ARD-Generalsekretariat tätig und diente als Vorstandsmitglied der Bundespressekonferenz in Berlin.

AFP/AFP

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools