. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
4. Dezember 2007, 14:16 Uhr

Schleichwerbung? Nein danke!

Dürfen Hersteller in Sendungen deutscher Fernseh- und Radiosender ihre Produkte künftig werbeträchtig platzieren? Eine EU-Regel soll das mit Einschränkungen erlauben. Nach stern.de-Informationen wollen die Deutschen jedoch ausscheren - es gibt eine Ausstiegsklausel. Von Johannes Röhrig, Brüssel

James-Bond-Darsteller Pierce Brosnan mit einem BMW Z8 - im Kino muss im Vorspann darauf hingewiesen werden, dass für das Zeigen eines Produkts Geld geflossen ist© BMW/DDP

In deutschen Fernsehsendungen soll Product Placement offenbar doch nicht erlaubt werden. "Noch steht die Entscheidung der Länder zu diesem Thema aus, aber ich bin überzeugt, dass Product Placement ohne Ausnahme verboten bleibt", sagte Martin Stadelmaier, Chef der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei stern.de. Ziel sei es, die bisherigen strikten Regeln zu Schleichwerbung beizubehalten. Medienpolitik ist in Deutschland Ländersache. Rheinland-Pfalz ist dabei federführend.

Vergangene Woche hatte die EU eine neue Fernsehrichtlinie verabschiedet, die bis Ende 2009 in allen Mitgliedsländern umgesetzt werden muss. Der in der Öffentlichkeit wohl strittigste Punkt des neuen Regelwerks ist die teilweise Freigabe von Schleichwerbeformen: Das Platzieren von Waren gegen Bezahlung auch außerhalb der TV-Werbeblöcke soll abseits des Info- und Kinderprogramms - also vor allem in Filmen, Serien und bei Sportsendungen - künftig erlaubt sein. Allerdings muss der Sender darauf hinweisen, dass sein Programm von der Industrie durch Product Placement mitfinanziert wird.

Die EU-Mitgliedsländer besitzen in diesem Punkt jedoch ein Ausstiegsrecht aus dem EU-Reglement: Sie können die Freigabe von Product Placement für sich ablehnen. Daran arbeitet nun die rheinland-pfälzische Staatskanzlei.

Product Placement stößt bei ARD und ZDF, die in den letzten Jahren durch Schleichwerbe-Skandale erschüttert wurden, heute auf Ablehnung. Auch RTL will darauf künftig verzichten. Vor allem kleinere TV-Stationen hatten sich von der Freigabe aus Brüssel jedoch zusätzliche Einnahmequellen erhofft.

Von Johannes Röhrig, Brüssel
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
tripex (05.12.2007, 03:48 Uhr)
TV lebt noch?
Ich hab meinen Fernseher von ca. 5 Jahren verkauft, weil er zuvor 2 Jahre lang auf Standby stand.
Ich kann es gar nicht glauben, wie man sich heutzutage bei dieser ausufernden Werbung alle 15 Minuten ueberhaupt noch vor so ein Ding setzen kann.
Redaktion (04.12.2007, 16:57 Uhr)
Danke für den Hinweis!
Sie haben recht, der Fehler wurde korrigiert!
Mit freundlichen Grüßen
Die stern.de-Redaktion
RBrunnerHH (04.12.2007, 16:55 Uhr)
@heilight
KORREKT
heilight (04.12.2007, 16:48 Uhr)
Auto bei James Bond ...
ist ein Z8 und kein Z3.
MEHR ZUM THEMA
powered by wefind WeFind
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe