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13. Oktober 2009, 10:44 Uhr

Krise drückt auf künftige Rente

Experten rechnen damit, dass die zu erwartende gesetzliche Rente in Zukunft schrumpfen wird - und zwar um stattliche acht Prozent. Betroffen sind Millionen Arbeitnehmer. Der Grund für die niedrigeren Altersbezüge: die Wirtschaftskrise.

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Rentner, Rente, Pension, Eckrente

Für sie gilt eine Rentengarantie, doch auf künftige Rentner kommen wegen der Wirtschaftskrise wohl Einschnitte zu© Fritz Reiss/AP

Die Wirtschaftskrise wird nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung die zu erwartende gesetzliche Rente von Millionen Arbeitnehmern in Deutschland drücken. Wie die Zeitung unter Berufung auf Berechnungen des Mannheimer Forschungsinstituts Ökonomie und Demographischer Wandel (MEA) berichtet, werden die Bezüge für den Bezieher einer Standardrente, der sogenannten Eckrente, um bis zu acht Prozent niedriger ausfallen als vor der Krise prognostiziert.

Dies würde ein monatliches Minus von bis zu 194 Euro für Neurentner je nach Eintrittsjahr bedeuten, heißt es weiter. MEA-Rentenexperte Martin Gasche begründet dies mit den zu erwartenden geringen Lohnsteigerungen in den kommenden Jahren. "Die Arbeitnehmer und Beitragszahler werden wegen der Wirtschaftskrise Lohneinbußen hinnehmen müssen", zitiert ihn das Blatt. "Langfristig können die Einkommen bis zu acht Prozent niedriger liegen als vor der Krise erwartet."

Da die Rentenentwicklung an die Lohnentwicklung gekoppelt sei, "werden sich auch die Renten entsprechend schlechter entwickeln", betonte Gasche. Der Sozialverband VdK fordert deswegen deutliche Lohnsteigerungen in den kommenden Jahren. "Nach der Krise müssen Arbeitnehmer wieder über spürbare Lohnerhöhungen am Aufschwung beteiligt werden. Dann können sich auch die Renten entsprechend gut entwickeln", betonte Verbandschefin Ulrike Mascher.

AP
KOMMENTARE (10 von 12)
 
knilch_59 (13.10.2009, 17:10 Uhr)
@einmischer
Nein, es sind nicht alle Luxusrentner, sondern der Eckrentner ist eine Durchschnittsbetrachtung. Sicherlich wird man genau hinsehen müssen, wer mit erheblich weniger auskommen muss, und warum. Aber dabei hilft der Vergleich zukünftiger Rentner mit der derzeitigen Rentnergeneration nur begrenzt: Die Frauen der Jahrgänge nach 1945 haben eben nicht mehr mehrheitlich für viele Jahre ihr Berufsleben unterbrechen MÜSSEN, um Kinder zu erziehen, die haben mehr eigene Rentenansprüche erwirtschaftet und wenn dann die eigene + HiBli-Rente nicht reicht, ist das nun mal anders zu bewerten als bei der Generation Trümmerfrau. Wer in den 70ern mit nur einem Kind als Hausfrau zu Hause geblieben ist, hat, im wahrsten Sinne des Wortes, eben auch weniger Rente verdient und kann dafür, dass man 20 Jahre zu Hause die Geranien umgetopft hat, keine hohe Rente erwarten.
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Anders sieht es mit den Langzeit-Arbeitslosen und den Frührentnern aus. Auch hierbei gibt es sicherlich strukturelle Probleme. Das ist aber kein Problem der Rentenhöhe, sondern der Berechnungsformel.
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Aber, wie immer, werden bei diesen Betrachtungen alle Rentner und Rentenarten in einen Topf geworfen, so dass sich auch die gut situierten Rentner prima hinter den Problemfällen verstecken können. Die jammern einfach mit (Rente ist nie hoch genug) und werden dann mit bedacht. Die einzig zielführende Frage wäre aus meiner Sicht: Warum hat jemand es nicht geschafft, auf die 45 Entgeltpunkte zu kommen? Von der Antwort darauf hängt eben auch die Notwendigkeit eines sozialen Ausgleichs ab!
snoopy3 (13.10.2009, 15:31 Uhr)
Pophans Finanzkrise
Politiker und Verbandsvertreter lieben es geradezu, die Schuld für Mißstände auf andere zu schieben. In diesem Falle ist es wieder einmal die Finanzkrise. Die Günde für künftig niedrigere Renten begannen bereits weit vor der F-Krise: die oberen Sozialschichten schotten sich ab. Folge: Wöhrend die Realeinkommen stagnieren u. Geringverdiener zu Hunderttausenden ALG II beantragen, steigen die Unternehmensgewinne und Kapitaleinkünfte.
Die Einkommen der Arbeitnehmer sind seit Jahren zurückgeblieben und haben 2006 auf dem Niveau von 1991 gelegen. So lag der anteil der Löhne am Volkseinkommen 2007 bei 68,8 Prozent - so niedrig wie zuletzt " 1960 ".
Umgekehrt wird mehr als ein Viertel aller Einkünfte "völlig ohne eigenes Zutun" in Deutschland nur durch reinen Kapitalbesitz erzielt.
Zudem sind die meisten im Aufschwung geschaffenen Stellen Niedriglohnjobs. Das mag zwar besser zu sein, als keine Arbeit zu haben aber die meisten der Beschäftigten "bleiben arm" und führt vor allem nicht zu höheren Rentenansprüchen.
Für private Zusatzversicherungen reicht es ebenso nicht.
Bebuquin (13.10.2009, 14:41 Uhr)
Wie muss ich eigentlich einschätzen, dass ...
... dieses Forschungsinstitut zu einem guten Teil vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft finanziert wird?
figaroo (13.10.2009, 14:12 Uhr)
@einmischer...
bezüglich der armutsproblematik stehen rentner heute weit besser da als jede andere gesellschaftliche gruppe.. nirgendwo ist die gruppe derjenigen unter der sogennanten "armutsgrenze" kleiner - und diese grenze beschreibt ja nicht den weg in die armut - sondern den abstand vom Mittel...

@volker: wenn ihre aussagen stimmen - warum hatten wir dann in den vergangenen jahren steigende einnahmen der rentenkasse aus beiträgen? die müssten doch dann rapide sinken!?

VolkerRockel (13.10.2009, 13:44 Uhr)
Ursache und Wirkung...
Verfehlt wäre es in jedem Fall, die Ursache der im Artikel aufgezeigten Rentenproblematik, nunmehr ausschließlich in der Finanz- u. Wirtschaftskrise zu suchen!


Es gibt über die Rentenformel eine Abhängigkeit zu den durchschnittlichen nationalen Einkommen der ArbeitnehmerInnen! Wenn sich das durchschnittliche nationalen Einkommen der ArbeitnehmerInnen verringert, sinkt damit zwangsläufig auch die Höhe des Rentenanspruchs! (Wenn sich die Reallöhne verringern, sinkt damit auch die Kaufkraft der Renten in Deutschland!)

Nun haben wir in Deutschland seit einigen Jahren das (im europäischen Rahmen) einmalige Phänomen, dass nicht nur die Reallöhne entgegen dem Trend der ?alten? EU Mitgliedsländer zwischen 2000 und 2008 um 0,8 % Prozent gesunken sind, sondern auch, dass die bereinigte Lohnquote (d.h. Anteil Arbeitnehmerentgelte am Volkseinkommen), bei steigendem Volkseinkommen, von 72,2 % auf 65,2 % abstürzte.

Die Ursachen sind sicherlich vielschichtig; lassen sich zum Teil an der unausgewogenen Steuerpolitik der Regierung Merkel zu Gunsten der Besteuerung von Einkommen aus Vermögen und Gewinn festmachen, andrerseits konkret an der verfehlten Arbeitsmarktpolitk der letzten Jahre:


- Zum einen wurde die Stundenbegrenzung für 400 Euro Jobs, die sogenannten Mini-Jobs, aufgehoben (bis dato max. 15 Stunden).

Mit dem Wegfall der Stundenbegrenzung war damit natürlich auch, für Arbeitgeber ? ohne Abhängigkeit zu bestehenden Tarifverträgen mit Lohnuntergrenzen ? Tür und Tor geöffnet sich dieser 400 Euro-Jobber Resource zu bedienen! Mit der Konsequenz, dass man begann Vollzeitstellen und Teilzeitstellen mit 400 Euro-Jobbern zu besetzen!

Somit ließen sich ? auf dem geltenden gesetzlich ungeregelten Lohnniveau ? ohne weiteres, mit zwei geringfügig Beschäftigten, eine z.B. ehemals vollzeitbeschäftigte Arbeitskraft ersetzen. (Was im Übrigen auch in der Praxis passiert und in den letzten Jahren zu einem boom von geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen zu Lasten von Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen geführt hat!).

Der Vorteil liegt auf der Hand: Wenn zwei qualifizierte 400 Euro-Jobber mit jeweils 80 Stunden pro Monat insgesamt 160 Stunden leisten können, braucht man keinen Vollzeitbeschäftigten mehr! Und wenn der Umfang der Arbeit zurückgeht, dann kann man sich realtiv problemlos von einem 400 Euro-Jobber trennen. Und sollte der Arbeitsumfang zunehmen, dann stellt man halt einen weiteren 400 Euro-Jobber ein!- Man hat im Prinzip mit dem Wegfall der Stundenbegrenzung für die Mini-Jobs das erreicht, was man schon immer aus Sicht der Arbeitgeber haben wollte: Eine Ressource aus einem atmenden, kosten- u. bedarfsorientierten Personalkörper!


Damit erreichte man darüber hinaus, dass ein großer Teil derer 400 Euro-Jobber, die bislang noch in der Arbeitslosenstatistik auftauchten, aus dieser verschwanden (weil jeder der mehr als 15 Std. pro Woche arbeitet nicht mehr Arbeitsloser ist, sondern nur noch als Arbeitssuchender gilt und damit aus der Statistik herausfällt!).


Das ?Fordern und Fördern? aus ALG II (Hartz IV) hat dann dieser Entwicklung auch noch Vorschub geleistet, da man Leistungsempfänger ? über Sanktionen ? in genau diese 400 Euro-Jobs des prekären Arbeitsmarktes zwingen konnte!


Konsequenz: Allein durch den Wegfall der Stundenbegrenzung bei den Mini-Jobs, sind Strukturveränderungen im Arbeitsmarkt ausgelöst worden, die über das abgesenkte Lohnniveau einen nachhaltigen negativen Einfluss auf die Höhe der der Rentenkasse zufließenden Beiträge haben!


- Leih- u. Zeitarbeit hat ohne Frage zur Verdrängung von Vollzeit- u. Teilzeitstellen des Ersten Arbeitsmarktes geführt! Nun muss man sich diesem Thema sicherlich differenziert nähern!

Zum einen ist sicherlich Leih- u. Zeitarbeit aus der Notwendigkeit flexibler Strukturen des heutigen Arbeitsmarktes nicht mehr wegzudenken! Andrerseits, wenn diese Leih- u. Zeitarbeit nur noch dem Zweck dient die Lohnkosten zu drücken und eine aufgabengerechte Entlohnung zu unterlaufen, dann wirkt sie im Sinne der Abhängigkeiten des Gesamtsystems einer Volkswirtschaft kontraproduktiv!

Sprich, diese zum Teil in Deutschland praktizierte Form der Umsetzung der Leih- u. Zeitarbeit, drückt das Lohnniveau und führt zu erheblichen Ausfällen bei den Beiträgen zu den Sozial- u. Rentenkassen!

D.h. man es versäumt, durch gesetzliche Regelungen, ein adäquat hohes Lohnniveau für Leih- u. Zeitarbeit sicherzustellen, das als Ausgleich für den Wegfall von Vollzeit- u. Teilzeitstellen des Ersten Arbeitsmarktes oder von Überstunden, ein vergleichbares Beitragsaufkommen zu den Sozial- und Rentenkassen sicherstellt!


Konsequenz: Die vermeintliche Stärkung der Wirtschaft durch das flexible Instrument der Leih- u. Zeitarbeit, hat das Lohnniveau weiter gedrückt und wird absehbar zu erheblichen Ausfällen im Beitragsaufkommen der Sozial- und Rentenkassen führen!


- Deutschland hat über lange Zeit auf einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn verzichten können, weil über die Flächentarife Lohnuntergrenzen definiert waren.- Mit dem Rückgang dieser tariflichen Regelungen ist in Deutschland ein weiterhin ausufernder Niedriglohnbereich entstanden, der heute bereits rund 6,5 Millionen ArbeitnehmerInnen erfasst!- Lt. dem IAQ-Report 2009-05 (Institut Arbeit und Qualifikation Fakultät der Gesellschaftswissenschaften Universität Duisburg-Essen) wird ausgewiesen, dass knapp ein Drittel der Niedriglöhner für einen Bruttostundenlohn von weniger als 6 ? arbeitet!

Würde man unterstellen, dass von einer durchschnittlichen Erhöhung des Lohnniveaus um 300 Euro, auf 9,00 Euro brutto/Std. nur rund 3,25 Millionen ArbeitnehmerInnen partizipieren würden, bedeutet dieses allein ein Mehr an Arbeitnehmereinkommen von rund 11,7 Milliarden Euro p.a. für die Gruppe der Niedriglöhner! Aus diesem Mehr an Arbeitnehmereinkommen würden sich weitere positive gesamtwirtschaftliche Effekte ableiten lassen:

1. Diese Steigerung der Arbeitnehmereinkommen führt zu einem zusätzlichen Beitragsaufkommen bei den Krankenversicherung in Höhe von mindestens 1,8135 Milliarden Euro p.a. (Beitragsatz aktuell 15,5 % von Bruttoeinkommen), bei der Pflegeversicherung zu einem Plus von ca. 0,33 Milliarden Euro (Beitragsatz aktuell 2,8 % von Bruttoeinkommen), bei der Arbeitslosenversicherung zu einem Plus von ca. 0,23 Milliarden Euro p.a. (Beitragsatz aktuell 1,95 % von Bruttoeinkommen).

Mithin würden rund 2,4 Milliarden Euro p.a. den Sozialkassen zusätzlich, über anteilige Beiträge aus einem flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn in Höhe
von 9,00 Euro, zugeführt!

2. Bei einem Beitragssatz von aktuell 19,9 % vom Bruttoeinkommen, würden zusätzlich mindestens 2,33 Milliarden Euro p.a., aus einem flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von 9,00 Euro brutto/Std., zusätzlich in die Rentenversicherung fließen!

3. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass ein Teil der Niedriglöhner als Aufstocker Hartz IV erhält, dürfte davon ausgegangen werden können, das eine Entlastung der Bundesagentur für Arbeit aus dem Wegfall der Leistungen aus sozialen Transfers entsteht, die (Annahme!) bei mindestens 2, 5 Milliarden Euro p.a. liegen dürfte!

4. Es kann davon ausgegangen werden, dass ein mehr an verfügbaren Nettoeinkommen, bei der Gruppe der Niedriglöhner zwangsläufig dem Konsum zugeführt wird.- Unter Berücksichtigung der anteiligen Beiträge an die Sozialkassen, der Belastung durch anteilige Lohn-/Einkommenssteuer dürften daher rund 75 % der Erhöhung des Arbeitseinkommens, aus einem flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von 9,00 Euro brutto/Std., direkt dem Konsum zufließen und einen Wachstumsbeitrag leisten!

5. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass ein Teil des Nettoeinkommens bisher erhaltene soziale Transfers ablöst, erbringt ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn von 9,00 Euro brutto/Std. ?- in Abhängigkeit der jeweiligen Steuersätze ?- ein Umsatzsteuerplus von bis zu 1,0 Milliarden Euro p.a..


Die Erfahrung in den anderen europäischen Länder zeigt deutlich, dass das von der CDU und FDP propagierte Schreckensszenario des Arbeitsplatzverlustes durch die Einführung von einem flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn nicht gilt ! D.h. in den 22 europäischen Ländern, die den Mindestlohn eingeführt haben, sind eben keine Arbeitsplätze verloren gegangen. Und wenn man sich die Branchen in Deutschland anschaut in denen der Mindestlohn eingeführt wurde, lässt sich auch dort kein Arbeitsplatzverlust durch Mindestlohn ausmachen! (Ich darf ergänzend auf das von ver.di beauftrage Gutachten ?Was bringt ein gesetzlicher Mindestlohn für Deutschland?? aufmerksam machen, das in einer Modellrechung davon ausgeht, dass die stufenweise Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns auf der Basis 9,00 Euro, bis zu 600.000 zusätzliche Arbeitsplätze schafft.- Ich halte diese Zahl für realistisch.)

Im Übrigen wird immer gerne unerwähnt gelassen, dass inzwischen auch in den USA ein gesetzlicher Mindestlohn gilt!


Mithin wäre es völig falsch ?- unabhängig von den zukünftigen Herausforderungen der demographischen Entwicklung ?- davon zu sprechen, dass die Finanz u. Wirtschaftskrise ursächlich für das sich abzeichnende Dilemma der Rentenkassen verantwortlich ist; die tatsächlichen Auswirkungen der Finanz u. Wirtschaftskrise hat die Rentenkassen noch garnicht erreicht!

Wir müssen endlich akzeptieren, dass die Ursachen in einer verfehlten Arbeitsmarktpolitik begründet sind, die dazu geführt hat, dass das Lohnniveau in Deutschland latent sinkt, damit das Beitragsaufkommen der Rentenversicherung abnimmt und fatalerweise ?- über die Rentenformel ?- auch ein Absinken der Renten die Folge ist!

D.h., es muss auch aus Sicht der Absicherung des bestehenden Rentensystems das Ziel sein, in Deutschland wider eine wettbewerbsfähiges Entlohnung zu erhalten, die dem Erhalt der Kaufkraft dient und ein angemessen hohes nationales Lohnniveau langfristig sicherstellt!


Wenn sich nunmehr die Tigerenten-Koalitionäre weiterhin gegen einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn sperren, dem Niedriglohnsektor weiter das Wort reden respektive Maxi-Jobs einführen wollen, dann wird diese unsägliche Abwärtspirale von Lohnverfall und Rentenverfall nur noch weiter beschleunigt!


einmischer (13.10.2009, 13:25 Uhr)
Was soll das?
Was knilch_59 schreibt ist absolut daneben.
Es sind nicht alle Luxusrentner und auch nicht alle Rentnerpaare beziehen die Eckrente von 1350 Euro ( wovon noch der der KK und Pflegebeitrag abgeht). Die Rechnung schaut bei den meisten doch wesentlich anders aus und auf 85qm leben auch nicht alle. Millionen heutiger Rentner leben schon an der Armutsgrenze und können sich keinen Luxus leisten, auch eine Zwei-Zimmerwohnung findet man für 500 Euro warm selten. Etwas mehr Realismus wäre in solch einer Diskussion schon angebracht. Rentnerschelte mag zwar in der noch arbeitenden Bevölkerung populär sein, sie ist aber völlig unangebracht und führt an der Ursache des Problems vorbei. Nicht die Gier der Rentner hat das Problem verursacht, sondern die stetige Unfähigkeit der Politik. Die sollte der Prügelknabe sein, weil sie es seit Generationen versäumte, Weichen so richtig zu stellen, damit alle Beteiligten ein lebenswertes Auskommen mit ihrem Einkommen haben.
erichmonika (13.10.2009, 12:23 Uhr)
Die neue Regierung ist schuld
Warum muss die CDU unbedingt mit dieser Halsabschneider Partei FDP koalieren. Die werden es schon schaffen, dass die Rentner in die Röhre gucken, weil sie ja nichts leisten. Und die Rentner sind auch selber schuld. Sie haben sie ja gewählt.
ganzbaf (13.10.2009, 12:03 Uhr)
Na ja, und an der Wirtschaftskrise...

sind die Regierungsparteien und die Bankwirtschaft schuld.

Helfen können jetzt nur nochn die Lnken.
Die haben die Wirtschaftskrise richtig vorhergesehen und die DDR hatte auch nur 300 Milliarden Staatsschulden ;-D

Ostmark.
raptor-xl (13.10.2009, 10:19 Uhr)
aber natürlich...
es will ja nur keiner sagen, dass in 10 jahren alle kassen leer sind... das wahlversprechen an die jetztrentner war das letzte mal, dass politiker etwas verteilt haben. bei den ganzen schulden der bankenkrise, da fiel das ja kaum auf. aber alle, die jetzt 50 sind, können sich ihre rente auf normalniveau schon mal abschminken...
knilch_59 (13.10.2009, 09:03 Uhr)
Der übliche Quatsch zur Panikmache
Beim Eckrentner mit ca. 1.350 Euro Rente machen diese prognostizierten 8 % 108 Euro aus, um die die Rente nicht steigen wird. Und selbst das ist kein Anlass für ein Drama, weil damit noch nichts über die Kaufkraft gesagt wird. Was nützen 100 Euro mehr, wenn die Inflation davon 130 Euro wegfrisst? Unstrittig hat uns die Krise Geldwertstabilität eingebracht. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sie auch anfängt die Wohlhabenden zu treffen: in der Demografiefalle werden auch die Mieten nicht mehr steigen können, auch bei uns platz derzeit im kleinen Rahmen die Immobilienblase. Und wenn Rentner nicht mehr der Meinung sind im Einpersonenhaushalt auf 85 qm Wohnfläche leben zu müssen, kommt man auch mit der Rente gut rum. Es kann nicht Aufgabe des Staates sein Luxusrenten zu finanzieren: Überwintern auf den Kanaren ist kein Staatsziel! Es wird höchste Zeit das Anspruchsniveau realistischer zu beschreiben: Nicht, was wünschenswert ist, sondern das, wofür der Staat zu garantieren hat! Und dazu gehört für gesetzliche Rentner weder das Auto, noch der Urlaub. Aber bei 500 Euro Warmmiete für eine kleine Zwei-Zimmer-Wohnung bleiben zum Leben immer noch jeden Monat garantierte 700 Euro, das Doppelte des Hartz-IV-Satzes. Im Zweipersonenhaushalt und bei 3 Zimmern hätte das Eckrentner-Ehepaar jeden Monat 1.500 Euro zum Konsum, davon kann man sich immer noch den einen oder anderen kleinen Luxus leisten. Für mehr sollte der Staat nicht sorgen müssen!
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