8. Oktober 2012, 08:55 Uhr

Maaßen warnt vor neuer Salafistenoffensive

Deutschland könnte eine neue Attacke durch Salafisten drohen. Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen sieht Gefahr aus einem deutschsprachigen Medienzentrum im Nahen Osten.

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Deutschland steht möglicherweise eine neue Offensive durch Salafisten bevor, die ihre Gesinnung aus dem Nahen Osten propagieren wollen

Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen hat vor einer neuen Propagandaoffensive von Salafisten gegen Deutschland gewarnt. Der Inlandsgeheimdienst müsse erkennen, dass nach dem Verbot der salafistischen Organisation Millatu Ibrahim im Juni "eine der Schlüsselfiguren aus Deutschland jetzt ganz offensichtlich damit beschäftigt ist, im Nahen Osten eine Art deutschsprachiges Medienzentrum aufzubauen", sagte Maaßen der "Rheinischen Post" vom Montag. Ziel sei es, "so Einfluss auf Islamisten in Deutschland zu nehmen".

Der Salafismus gilt nach Angaben von Sicherheitsbehörden als die derzeit dynamischste islamistische Bewegung in Deutschland und in anderen Ländern. Die Vereinigungen werden seit längerem aufmerksam beobachtet, weil sie zum Kampf gegen andere Religionen aufrufen, demokratische und rechtstaatliche Ordnungen ablehnen und teils bei der Radikalisierung von Attentätern eine Rolle spielen sollen. Salafisten waren zuletzt auch durch gewaltsame Ausschreitungen bei Demonstrationen aufgefallen.

jat/AFP
 
 
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