Der türkische Premier Erdogan hat mit Kanzlerin Merkel über EU-Beitritt und doppelte Staatsbürgerschaft verhandelt. Vor dem Brandenburger Tor versammelten sich Demonstranten mit bissigen Plakaten.
Gemeinsam auf dem Weg zur Pressekonferenz: Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan ist zu Besuch in Berlin und hat am Mittwochmittag im Kanzleramt Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen der Bürgerkrieg in Syrien und die Lage der syrischen Flüchtlinge sowie die EU-Verhandlungen um einen Beitritt der Türkei.
Merkel sicherte Erdogan "ehrliche" Verhandlungen zu. "Diese Verhandlungen werden weitergehen unbeschadet der Fragen, die wir grundsätzlicher Art zu klären haben. Deutschland steht zu diesem Prozess, dass diese Verhandlungen fortgeführt werden", sagte die CDU-Politikerin.
Vor dem Brandenburger Tor sorgte der Besuch Erdogans unterdessen für Protest. Rund 2000 Menschen gingen gegen die Politik des türkischen Ministerpräsidenten auf die Straße.