Mobile Ansicht
Wechseln Sie für eine bessere
Darstellung auf die mobile Ansicht
Weiterlesen Mobile Ansicht
HOME

Anti-Terror-Fahnder nehmen mutmaßliche IS-Anwerber fest

Großeinsatz der Polizei in Brüssel: Bei Razzien gegen ein mutmaßliches Netzwerk von IS-Helfern haben Spezialkräfte mehrere Wohnungen durchsucht und zehn Verdächtige festgenommen.

Polizeieinsatz in Molenbeek (Archivbild)

Polizeieinsatz in Molenbeek (Archivbild): Der Brüsseler Stadtteil gilt als Brennpunkt der europäischen Islamistenszene.

Bei Razzien im Großraum Brüssel haben belgische Anti-Terror-Fahnder zehn Menschen wegen des Verdachts der Rekrutierung von Kämpfern für den Islamischen Staat (IS) festgenommen. "Unsere Ermittlungen deuten darauf hin, dass mehrere Menschen nach Syrien aufgebrochen sind, um sich dem IS anzuschließen", teilte die belgische Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

Brüssel ist Drehkreuz für europäische Dschihadisten

Im Rahmen der Polizeiaktion wurden den Angaben zufolge insgesamt neun Wohnungen in mehreren Stadtbezirken durchsucht. Auch die als Islamistenhochburg bekannte Brüsseler Gemeinde Molenbeek war betroffen. Die Fahnder beschlagnahmten bei den Durchsuchungen Computer und Mobiltelefone. Verbindungen zu den Terroranschlägen am 13. November in Paris gebe es bislang nicht.

Belgien gehört zu den EU-Ländern, aus denen sich - gemessen an der Bevölkerungsgröße - mit geschätzten 500 Kämpfern die meisten Islamisten radikalen Milizen in Syrien und im Irak angeschlossen haben. Insbesondere das Problemviertel Molenbeek gilt als Drehkreuz für europäische Dschihadisten. Dort haben auch mutmaßliche Attentäter gelebt, die nach Erkenntnissen der Ermittler an den IS-Anschlägen in Paris beteiligt waren. In Belgien sitzen wegen der Attentate mit 130 Todesopfern elf Verdächtige in Haft.

mad/DPA/Reuters/AFP
täglich & kostenlos
Täglich & kostenlos

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools