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8. September 2007, 12:59 Uhr

Beck nennt anonyme Kritiker Feiglinge

Knapp eine Woche nach dem Machtwort von SPD-Chef Kurt Beck hat sich Vizekanzler Franz Müntefering demonstrativ hinter den Parteivorsitzenden gestellt. "Kurt Beck ist der Spielführer", sagte Müntefering. Der schimpfte seine parteiinternen Kritiker Feiglinge.

Alles in Butter: Arbeitsminister Franz Müntefering und SPD-Vorsitzender Kurt Beck© (AP Photo/Miguel Villagra

Müntefering sagte der "Bild am Sonntag", es sei normal, dass sie in unterschiedlichen Funktionen Akzente setzten. Im "Sinne der gemeinsamen Sache" führten sie unterschiedliche Positionen aber zusammen. "Wir spielen in einem Team, in die gleiche Richtung, jeder an seinem Platz.

Müntefering: Keine Meinungsverschiedenheiten mit Beck

Beck erneuerte im einem Interview des "Spiegels" seine Schelte an parteiinternen Kritikern. Er respektiere Leute, die sich mit ihrem Namen in die Zeitung trauen. Aber dieses anonyme Lästern ist eine Untugend". Namenlose Lästerer seien Feiglinge. Ähnlich hatte er sich zu Wochenbeginn im Parteirat der SPD geäußert. Müntefering bestritt in dem vorab veröffentlichten Interview, dass es zwischen ihm und Beck Meinungsverschiedenheiten etwa hinsichtlich eines neuen NPD-Verbotes oder der nächsten Rentenerhöhung gebe. Sie seien sich "immer völlig einig" gewesen in der Forderung nach einem neuen Verbotsverfahren. Sie wollten allerdings eine gewisse Sicherheit, dass es nicht wieder scheitern werde.

Eine Rentenerhöhung 2008 hänge von der Lohnentwicklung in diesem Jahr ab. Da könne man heute noch nichts versprechen, sagte Müntefering. "Da kann man nur hoffen, es sich wünschen. Das tun wir beide." Beck hatte im August erklärt, es gebe eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es in den kommenden Jahren wieder zu ordentlichen Rentenanpassungen kommen könnte. Müntefering hatte darauf hin vor überzogenen Hoffnungen auf baldige Rentensteigerungen gewarnt und erklärt, Beck habe sich auf Einschätzungen von Experten bezogen. Müntefering schloss in der "Bild am Sonntag" "hundertprozentig" aus, dass er 2009 als Kanzlerkandidat der SPD antreten werde. Er lobte Beck als erfolgreichen Parteivorsitzenden und Ministerpräsidenten. "Er hat mehr Geduld als die meisten von uns. Er hat hohe Qualitäten als einer, der verschiedene Meinungen und Strömungen sammelt und daraus Richtung und Führung entwickelt".

AP
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
gmathol (11.09.2007, 07:04 Uhr)
Herr Beck, mit Kanzler werden wird nichts mehr.
Treten Sie und ihre Gefolgsleute doch in die CDU/CSU oder am Besten gleich in die NPD ein. Mit dieser Partei teilen Sie ja auch Ihren demokratischen Unverstand.
Wer braucht schon zwei oder vie rechts braune Wahlgruppen wie SPD, CDU/CSU und Gruene.
Betonpaul (10.09.2007, 12:34 Uhr)
@ olafj
Ich stehe nicht auf Kurt Beck. Das ist die eine Sache.
Aber wenn ich Ihren Intellekt aus dem abgegebenen Kommentar heraus einschätze dann komme ich durchaus zu dem Schluß, daß Sie hier geistigen Stuhlgang absondern. Wenn Ihnen sonst nichts einfällt, dann sollten Sie Ihre Postings gleich lassen.
Oetker333 (09.09.2007, 12:19 Uhr)
ach ja?
Merkels Truppe ist viel schlimmer! Bestimmt kommt es zum Comeback von Herrn Stoiber als Minister.
olafj (08.09.2007, 13:50 Uhr)
Becks Sch ... Partei!!!!!!!
Der Titel des Kommentators stimmt in jeder Hinsicht.
Wer in Deutschland will schon allen Ernstes und bei klarem Verstand die Verantwortung für Deutschland in die Hände einer SPD-Truppe, geführt von Beck & Konsorten, legen? Da ist die CDU-Truppe unter Führung von Angela Merkel das wesentlich kleinere Übel, mit dem man zumindest noch halbwegs leben kann.
Und wenn Beck in seiner bekannt rüpelhaften Art und Weise sagt, er lasse sich "diesen Scheiss nicht mehr bieten", dann passt das geradezu perfekt zu dem Intellekt dieses Provinzpolitikers, der täglich und voluminös geistigen Stuhlgang vollzieht.
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