Die Äußerung Edmund Stoibers über "frustrierte" ostdeutsche Wähler hat bundesweit eine Welle der Empörung ausgelöst. Eine Auswahl der Redaktion im Überblick.

"Wenn es überall so wäre wie in Bayern, gäbe es keine Probleme":Edmund Stoiber© Michael Sohn
"Der CSU-Chef agiert wie eine beleidigte Leberwurst, weil er die Wahl 2002 auch im Osten verloren hat."
"Aus Stoiber spricht ein frustrierter Kanzlerkandidat... Er will auf der großen Bühne glänzen und hofft, dass niemand unter die Lederhose schaut."
"Offensichtlich gibt es viele führende CDU-Politiker, die Ostdeutsche nicht verstehen, die sie verachten, die Ostdeutschen“.
"Im Westen ist die Wahl schon absolut gelaufen."
"Es macht mich sehr traurig, dass Gegensätze zwischen Ost und West so betont werden."
"Das kostet die Union Stimmen"
"Es spricht das latente Gefühl an, das bei der Bevölkerung im Osten leicht wiederbelebt werden kann: ’Wir Ossis sind Bürger zweiter Klasse.’"
"Wenn sie es stehen lässt, ist sie in den Augen der Ostdeutschen geschwächt. Wenn sie (Angela Merkel, Anm. d. Redaktion) angemessen reagiert, müsste sie ähnlich wie Herrn Schönbohm auch Herrn Stoiber zurechtweisen. Ich glaube aber nicht, dass sie den Mut und die Kraft dazu hat."
"Das eigentliche Problem für die neuen Bundesländer ist nicht Herr Stoiber mit seinen Äußerungen. Das eigentliche Problem ist, dass dieses Land schlecht regiert worden ist"
"Mit seinen inakzeptablen Abqualifizierungen treibt Stoiber den Populisten um Gregor Gysi und Oskar Lafontaine die Wähler in die Arme."
"Dank Edmund Stoiber wissen wir jetzt endlich alle Bescheid: Alle Menschen außerhalb Bayerns sind Deppen. Die klugen Bevölkerungsteile leben natürlich im Land der Lederhosen und Weißwürste."
"Dem bayerischen Sonnenkönig ist das Verhältnis zum außerbayerischen Volk abhanden gekommen."
"Er hält sich für den Besten und hat den Eindruck, dass das die Ostdeutschen noch nicht gemerkt haben."