. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
28. Januar 2005, 14:52 Uhr

EU will Nazi-Symbole verbieten

Rassismus ist kein rein deutsches Problem - die EU sagt den Rechtsextremen deshalb den Kampf an. Im Gespräch ist unter anderem das Verbot von Nazi-Symbolen.

Luc Frieden (r.) im Gespräch mit EU-Justizkommissar Franco Frattini© Gerard Cerles/AFP

Nicht nur in Deutschland wird über den Umgang mit Neonazis, und Rechtsextremen gestritten, auch die Europäische Union plant, einen härteren Kurs gegen die Rassisten einzuschlagen. Einen Tag nach dem weltweiten Gedenken an die Opfer von Auschwitz erklärte die EU-Ratspräsidentschaft, alle 25 EU-Staaten wollten die Blockade des geplanten EU-Rahmenbeschlusses gegen Rassismus und Fremdenhass rasch lösen. "Solche Ideologien dürfen in der Europäischen Union nicht länger einen Boden finden", sagte der luxemburgische Justizminister Luc Frieden bei einem Treffen mit seinen Kollegen in Luxemburg.

Frieden sprach sich dafür aus, in dem Rahmenbeschluss auch ein Verbot von Nazi-Symbolen wie dem Hakenkreuz vorzusehen. "Dem stimme ich zu", sagte EU-Justizkommissar Franco Frattini. Allerdings müsse ein Gleichgewicht zwischen solchen Verboten und der Meinungsfreiheit gewahrt bleiben, so die Politiker. Bisher hatten vor allem Italien und Großbritannien Bedenken gegen den Rahmenbeschluss geltend gemacht.

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries machte deutlich, dass sie im Kampf gegen den Rechtsextremismus auf europäische Unterstützung setzt. Als Beispiel für die Notwendigkeit eines gemeinsamen Vorgehens in Europa nannte die Ministerin den Verkauf von so genanntem Hitlerwein mit entsprechendem Etikett in Italien: "Das sind natürlich Sachen, die nicht gehen."

Auch die belgische Justizministerin Laurette Onkelinx erklärte, "die Europäische Union muss sich um den Rechtsextremismus kümmern". Eine europäische Unterstützung würde helfen, gegen rechtsextreme Ideen wie die des Vlaams Blok in Belgien oder der NPD in Deutschland vorzugehen, sagte Onkelinx.

Die Probleme Deutschlands mit Antisemitismus und Rechtsradikalismus will Bundespräsident Horst Köhler bei seinem Staatsbesuch in Israel in der kommenden Woche ansprechen. "Jede offene Gesellschaft hat auch Feinde", werde Köhler dazu in seiner Rede vor der Knesset, dem Israelischen Parlament, sagen, hieß es im Bundespräsidialamt.

DPA/AP
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Rechtsextremismus NPD nimmt Schulen ins Visier

Anscheinend waren die NPD-Provokationen im sächsischen Landtag nur der Anfang. Jetzt geht es mit Forderungen nach einem Großdeutschland weiter. Außerdem will die NPD an Schulen für sich werben. mehr...

Verfassungsschutz NPD-Verbot wird geprüft

Der Eklat im Sächsischen Landtag hat die Debatte um ein Verbot der rechtsextremen NPD neu entfacht. Bundeskanzler Gerhard Schröder will alle Möglichkeiten für ein Verbot untersuchen lassen. mehr...

NPD-Abgeordneter "Bombenholocaust von Dresden"

Der sächsische Landtag hat über die Zerstörung Dresdens vor 60 Jahren debattiert und der Opfer von Holocaust und Zweitem Weltkrieg gedacht. NPD-Abgeordnete nutzten den Anlass, um mit rechtsextremen Parolen zu provozieren. mehr...

 
stern testen, Serie sichern

Jetzt den stern inklusive der aktuellen Gesundheits-Serie testen! Jetzt sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (8/2012)
Whitney Houston