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24. Juli 2008, 12:49 Uhr

Obama will mehr Einsatz fordern

Die Rede von Barack Obama findet zwar erst am Abend statt, doch bereits jetzt wird in Teilen bekannt, worüber der designierte US-Präsidentschaftskandidat sprechen wird: Er will ein größeres Engagement Europas im Kampf gegen den Terror fordern. Unterdessen hieß es aus dem Kanzleramt, Angela Merkel und Obama hätten ein "sehr offenes" Gespräch geführt.

Barack Obama im Kanzleramt vor der Kulisse des Reichstags© Wolfgang Kumm/DPA

Der Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Barack Obama, wird die Europäer nach Angaben seines Stabs zu mehr Einsatz im Antiterror-Kampf drängen. Obama werde Europa in seiner Rede am Abend auffordern, einen größeren Anteil an diesen Bemühungen zu tragen, sagte ein Mitarbeiter. Der US-Senator hat bereits angekündigt, im Fall seiner Wahl mehr US-Soldaten nach Afghanistan zu schicken. Er erwartet auch einen größeren Beitrag der Verbündeten dazu.

Ohne Deutschland zu erwähnen, hatte seine Beraterin Susan Rice gefordert, die Soldaten der Verbündeten dürften in ihrem Einsatz nicht eingeschränkt sein. Das Bundeswehr-Mandat ist auf den vergleichsweise ungefährlichen Norden Afghanistans beschränkt. Nach Angaben von Rice hat Obama die Rede im Wesentlichen selbst vorbereitet. Es werde in der Ansprache am Abend auch um die deutsch-amerikanische Freundschaft gehen.

Die Bundesregierung hatte bereits in den vergangenen Tagen klar gemacht, dass sie Forderungen zu einem größeren Beitrag distanziert gegenüber steht. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier wiesen auf das bestehende Engagement der Bundeswehr in Afghanistan und an anderen Krisenherden hin. Sie betonten, dass Deutschland sein Afghanistan-Mandat im Herbst voraussichtlich um 1000 Soldaten aufstocken wird und vor kurzem die Führung der Schnellen Eingreiftruppe übernommen hat, die in Krisensituationen eingreifen soll. Die Forderung nach mehr Beiträgen der Verbündeten wird als Kehrseite ihrer stärkeren Einbindung in das Vorgehen der USA gesehen.

"Offenes" Gespräch mit der Kanzlerin

Bereits am Mittag hatte sich Kanzlerin Merkel mit Obama zu einem einstündigen Gespräch im Kanzleramt getroffen. Die beiden Politiker hätten eingehend über außenpolitische Themen, aber auch über Wirtschafts- und Klimafragen gesprochen, teilte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm mit. "Es war ein sehr offenes und in die Tiefe gehendes Gespräch in sehr guter Atmosphäre", berichtete Wilhelm. Es war die erste Begegnung Merkels mit dem designierten Kandidaten der US-Demokraten.

Die Kanzlerin und Senator Obama hoben dabei die große Bedeutung von engen und freundschaftlichen deutsch-amerikanischen Beziehungen hervor, wie der Sprecher sagte. Das Gespräch sei bezüglich der Themen breit angelegt gewesen. Im Mittelpunkt stand nach Angaben des Sprechers die intensive Erörterung außenpolitischer Themen von Iran, Afghanistan, Pakistan, dem Nahost-Friedensprozess bis hin zum Nato-Gipfel 2009. Weitere Themen waren die Fortführung der transatlantischen Wirtschaftspartnerschaft, Klima- und Energiefragen, die Situation der Weltwirtschaft und die Notwendigkeit der Zusammenarbeit auf internationaler Ebene und in internationalen Organisationen zur Lösung wichtiger globaler Fragen.

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Reuters/DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 13)
 
ecomoc4u (26.07.2008, 15:19 Uhr)
@prinzalbert
fragen sie doch nicht die deutschen medien. die holen sich die info doch eh nur über die usa medien.
.
die medienmaschine der usa hat längst obama als presidenten ausgerufen. und so wird es natürlich dann auch kommen.
.
mcshame der vietnam verräter hat in den usa so gut wie keine chancen mehr. sein gesamter werdegang ist eine wandelnde katastrophe, welche sich leider auch in den akten beweisen lässt. obamas grosser vorteil, er ist noch so frisch, das es faktisch nicht negatives über ihn auf papier gibt. ...nur ist das noch nicht so richtig in deutschland angekommen.
joe-bloggs (24.07.2008, 16:54 Uhr)
ein schaler Geschmack
Bei aller Euphorie, der gute Obama kocht wie alle anderen US Politiker auch nur mit lauwarmem Wasser.
Mehr als gut gemeinte Absichten und sonstiges leises Gesäusel war von ihm noch nicht zu hören. Und mit Vorschußlorbeeren bin ich immer gerne sehr Sparsam. Er hätte die Chance als Präsident in die Geschichte einzugehen, wäre da nicht die Macht der Lobby's. Und die werden ihn über kurz oder lang vor ihren Karren spannen. Die schwarzen wählen ihn nur weil er schwarz ist egal ob sie mit seinem Programm übereinstimmen.
Eine große Anzahl der weißen Demokraten Wähler werden ihn nicht wählen weil er schwarz ist, das ist nun mal Fakt. Und ob er wirklich etwas bewegen kann, ist fraglich.
Die meisten Präsidenten die etwas bewegen wollten haben das Ende ihrer Amtszeit nicht mehr erlebt. Das sollte ihm klra sein, dass die Mächtigen im Hintergrund Veränderungen nicht wünschen.
Aber trösten wir uns, McCain ist auch nicht besser. Imprinzip ist es EGal wer US Präsident wird, er ist nur eine Marionette
Gisella (24.07.2008, 15:11 Uhr)
OBAMAAAA
-auf mich hört ja keiner- habe in allen beiträgen über OBAMA geschrieben, 1. ist er noch "KEINER",2.Will er "WAS" von Frau Merkel- oder uns. Soldaten,Money u.s.w. das waren als wir dort bis 2006 lebten, die "Sorgen" der Bush Administration- alle haben -in der US Regierung-aufgeatmet, als Frau Merkel an die Macht kam,jetzt , so dachten sie, gibts endlich Hilfe. Und, nein da drüben würde sich OTTO-NORMALBÜRGER für keine Regierungsgröße aus Germany interessieren.und niemand kennt die sowieso.Ich sage laut -Obama- go home.
sportartmakler (24.07.2008, 14:55 Uhr)
@prinzalbert
keine sorge, ist nur ein lächerlicher möchtegernhype der medien.....
sportartmakler (24.07.2008, 14:50 Uhr)
man kann nur hoffen,
das, wenn er anfängt mehr bereitschaft und mittel im kampf gegen den terrorismus von europa zu fordern, ihm eine welle der ablehnung entgegenge"buht" wird...doch dies wird leider nicht passieren da wohl in der mehrheit nur blinde obamafans sich dieses "spektakel" antun werden.
whismerh2 (24.07.2008, 14:37 Uhr)
@prinzalbert
Herr Wowereit fällt von einer Paty auf die nächste Party, ist doch was.
Besser wie nix denkt er sich halt.
Diese ganze Obamagesülze und oben genannter Selbstdarsteller gehen mir echt auf én Sack.
prinzalbert (24.07.2008, 14:26 Uhr)
ekelerregend
die Hysterie die in Deutschland bezüglich dieses eventuellen Präsidentschaftskandidaten der USA herrscht ist ekelerregend. Nicht zuletzt trägt jedoch die Berichterstattung der BILD-Zeitung und ihres Ablegers STERN zu dieser Hysterie bei. Warum um himmels willen, muß denn der Besuch dieses Menschen auch noch durch Sondersendungen u.a. im öffentlich rechtlichen Fernsehen breitgetreten werden. Daß sich Herr Wowereit mit Obama schmücken will kann man verstehen, der bringt in Berlin ja sonst überhaupt nichts auf die Reihe, aber muß das dann noch bundesweit übertragen werden? Sollte Obama wirklich gewählt werden - wird er in seinem eigenen Land soviele unlösbare Probleme vorfinden und bekommen, daß er genauso wie Bush und seine Verbrecherbande auf die bösen Europäer eindreschen wird, in der Hoffnung einige Milliarden Dollar für den von seinem Vorgänger angezettelten Krieg zu bekommen. Und Frau Merkel und ihre amerikahörige CDU/CSU wird klein beigeben und ihre Schatzköfferchen öffnen. Und so er denn wirklich gewählt wird, wird in Deutschland auch nicht die allergeringste Kritik an ihm und seiner Amtsführung geübt werden (dürfen)- auch nicht von der sog. freien Presse - denn, das kann man jetzt schon vorhersagen, alles was man gegen ihn sagen wird, und sei es noch so berechtigt, ist ja dann rassistisch.
H.P. (24.07.2008, 14:18 Uhr)
Obama Rama
Obama Rama, der neue Prophet am Sternenhimmel, der die Welt vom Terror retten will. Warum müssen wir selbsternannten Propheten immer alles glauben und ihnen folgen?
Seine Hautfarbe sagt nichts aus.
Wer Terror mit Terror bekämpft wird immer wieder scheitern. Gewalt erzeugt immer Gegengewalt, es geht um die Ursache von Gewalt und das müsste angesetzt werden, die eigen Fehler eingestehn ist wichtiger!
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Terrorismus/bowman.html
bR4iNST0RM (24.07.2008, 14:16 Uhr)
Schön...
... das die Politiker untereinander immer offene Dialoge führen, aber ihr eigenes Volk generell strategisch dumm halten.
„Unterdessen hieß es aus dem Kanzleramt, Kanzlerin Angela Merkel und Obama hätten ein "sehr offenes" Gespräch geführt.“ … Na dann mal raus mit der Sprache! Was wurde denn so alles „offen“ besprochen? Das mit dem „mehr Einsatz“ sollte ein Selbstgänger sein, was aber nicht heißt, dass wir das den Amis gleich machen sollten. Erst Schießen, dann Fragen hat noch nie geholfen. Das war aber sicher nicht das einzige Thema!
datenbaer (24.07.2008, 14:09 Uhr)
Dünnes Eis
Endlich kann man erkennen, auf welch dünnem Eis Obamas Wahlversprechen gebaut sind. Er kann zwar fordern, daß Europa und der Rest der Welt verstärkt in den Krieg ziehen, damit die USA ihre Truppen in den Krisengebieten abbauen können. Aber Europa wollte diesen Krieg nicht und wird seinen Bewohnern nur schwerlich vermitteln können, jetzt verstärkt in die Kriegsgebiete zu gehen. Obmamas Wahl ist noch lange nicht perfekt - er ist in manchen Dingen einfach zu amerikanisch und zu wenig weltläufig.
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