Christian Wulff meldet sich in Heidelberg mit einer Rede zurück. Sowohl beim Thema als auch im Auftritt greift der Ex-Bundespräsident auf Altbekanntes zurück.
In der ersten öffentlichen Rede seit seinem Rücktritt als Bundespräsident hat Christian Wulff für verstärkte Anstrengungen bei der Integration von Ausländern geworben. "Es liegt im nationalen Interesse Deutschlands, dass wir offen sind für Menschen aus aller Welt", sagte Wulff am Mittwochabend vor etwa 250 Zuhörern in Heidelberg. Auf Einladung der Hochschule für Jüdische Studien hielt er einen Vortrag zum Thema "Gesellschaft im Wandel".
Seit seinem Rücktritt im Februar hatte Wulff sich in der
Öffentlichkeit rar gemacht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach wie vor gegen ihn wegen des Verdachts der Vorteilsannahme.
Die Vorwürfe gegen ihn sprach Wulff nicht an, Interviews waren
bereits im Vorfeld ausgeschlossen worden. Auch zur Tagespolitik
wollte Wulff sich nicht äußern. Als Alt-Präsident wolle er
"staatspolitisch verantwortlich agieren", begründete er das.