. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
17. Juni 2008, 15:02 Uhr

CDU-Wirtschaftsrat kritisiert Staatswirtschaft

Kritik an der Arbeit der Großen Koalition: Der CDU-Wirtschaftsrat hat der Regierung vorgeworfen, auf dem Weg in eine Staatswirtschaft zu sein. Für viele beklagte Tendenzen sei die SPD verantwortlich. Aber auch Kanzlerin Angela Merkel sei nicht konsequent genug.

Angst vor der Staatswirtschaft: Der CDU-Wirtschaftsrat unter Kurt Lauk bemängelt den Kurs der Bundesregierung© Karlheinz Schindler/DPA

Der CDU-Wirtschaftsrat wirft der Bundesregierung einen Weg in immer mehr Staatswirtschaft vor. Der Ratsvorsitzende Kurt Lauk kritisierte die jüngsten Vereinbarungen in der Regierung zum Mindestlohn und warf der großen Koalition unter Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, bei Strukturreformen am Arbeitsmarkt nicht vorangekommen zu sein. Auch gegen die Gesundheitsreform hat der Rat Bedenken.

Unterstützung bekundete er für den Kurs Merkels, erst den Haushalt zu sanieren und dann die Steuern zu senken. Erst müsse der Bundeshaushalt spätestens 2011 ausgeglichen sein. Danach müsse es darum gehen, mit einem neuen Steuersystem die "kalte Steuerprogression" zulasten der Mittelschicht auszuschalten. Für die Mittelschichten sei dieser Steuer-Effekt belastender als die Globalisierung.

Zwiespältig äußerte sich Lauk zum Einfluss der Wirtschaft auf Merkels Politik. "Die Stimme der Wirtschaft wird gehört", sagte er. Ob auch danach gehandelt werde, sei eine andere Frage. Für viele vom Rat beklagte Tendenzen sei die SPD verantwortlich, sagte Lauk. Das gelte etwa für den Mindestlohn und den Widerstand gegen Atomkraft. Zudem hielt Lauk der SPD mangelnde Glaubwürdigkeit bei der Senkung der Sozialbeiträge vor. Allerdings halte der CDU-Wirtschaftsrat auch manche von den Christdemokraten getragene Initiative für falsch, etwa die Verlängerung der Zahlung von Arbeitslosengeld I.

Haushaltssanierung habe Vorrang

Dass die Schwesterpartei CSU für schnelle Steuersenkungen eintrete, könne er angesichts des bayerischen Wahlkampfes verstehen. Inhaltlich aber stehe man an der Seite von Merkel, sagte Lauk. Dass diese der Haushaltssanierung Vorrang gebe, sei völlig richtig. Wenn die große Koalition bei der Etatsanierung versagte, hätte sie ihre Existenzberechtigung verspielt. Lauk forderte Reformen bei der Arbeitsförderung, mit denen 7,5 Milliarden Euro eingespart werden könnten, die Durchforstung der Leistungen für Familien sowie mehr Effizienz bei den öffentlichen Haushalten. Alles zusammen könnte nach Expertenmeinung Einsparungen von jährlich 80 Milliarden Euro bringen.

Steuerpolitisch sprach sich der CDU-Wirtschaftsrat dafür aus, auf eine Streichung der Erbschaftsteuer hinzuarbeiten. Zudem warnte er vor der Wiederbelebung der Vermögen- und einer höheren Reichensteuer. Zur Schuldenbegrenzung bedürfe es eines Neuverschuldungsverbots mit begrenzten Flexibilitäten.

Als weiteren Schwerpunkt machte sich der Wirtschaftsrat angesichts drastisch gestiegener Energiepreise für eine neue energiepolitische Strategie stark, die Klimaschutz-Aspekte einbeziehen müsse. Notwendig seien mehr Unabhängigkeit von Lieferquellen in Nahost und Russland, der Weiterbetrieb sicherer Atomkraftwerke sowie eine kostengünstige und CO2-arme Versorgung durch Erneuerbare Energien in Partnerschaft mit der Atomkraft.

Reuters
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
seppmaier (20.06.2008, 17:37 Uhr)
ach buchholz
solltest dich mal etwas informieren und nicht einfach jeden dummen schmarrn nachplappern. z.b. infos über die bilderberger könnten sogar dir die augen aufreissen, sofern du überhaupt infos über sie findest.
lauk ist ein dummschwätzer.
seine alternativen nützen vielleicht ihn und seinen konsorten, sind aber für das funktionieren einer repuplik gift.
wenn ein mensch von seiner arbeit nicht mehr leben kann, dann läuft irgendwas falsch. dieses land ist so unendlich reich aber wie ist der reichtum verteilt? mal darüber nachgedacht? und das hat noch nicht mal was mit sozialistischen parolen zu tun...
aber ich fürchte dir ist doch nicht mehr zu helfen.
MamfredBuchholz (19.06.2008, 10:39 Uhr)
ist ja logisch...
daß jeder, der es wagt, anderer und vernünftiger Meinung zu sein, von Braunen oder SED-Schmarotzern als dümmlich oder neoliberal verunglimpft wird. Schöne Demokraten haben wir da an den Rändern
Loewenherz_XL (19.06.2008, 10:32 Uhr)
Noch so ein Lobbyist
Lauk gehört der neoliberalen Organisation „Bilderberger“ an. Unter anderem hat sich Lauk jüngst massiv gegen die 1,1% Rentenerhöhung ausgesprochen. Die neoliberale INSM bewirbt sein dümmliche Pamphlet „Was würde Ludwig Erhard heute sagen“
ganzbaf (18.06.2008, 01:22 Uhr)
Ich möchte an dieser Stelle...

aufgrund entsprechender Negativschlagzeilen der Vergangenheit viel lieber die Groß-Privatwirtschaft "angeprangert"
sehen...
)-:
MEHR ZUM ARTIKEL
Armutsbericht SPD beklagt SPD-Politik

Im Eiltempo warf Olaf Scholz Teile des Armutsberichts auf den Markt und forderte lauthals die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns. Doch bei genauerem Hinsehen offenbart sich eine Peinlichkeit: Der Bericht reflektiert vor allem die Situation unter der ehemaligen rot-grünen Regierung. mehr...

Gesundheitsfonds Das kritisierte Herzstück der Gesundheitsreform

Mit dem Gesundheitsfonds hat die Koalition nach monatelangem Ringen im vergangenen Jahr ein völlig neues Finanzierungssystem der gesetzlichen Krankenversicherung beschlossen. mehr...

Neues Steuerkonzept SPD will Reiche schröpfen

Niedrigere Abgaben für Gering- und Durchschnittsverdiener, höhere Steuern für Reiche - das sind die Eckpunkte des neuen Steuerkonzepts der SPD. Auch eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer können sich die Genossen vorstellen. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe