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1. Juni 2010, 07:51 Uhr

FDP nun doch wieder zur Ampel bereit

Ein weiteres Mal macht die FDP eine Kehrtwende und ist nun wieder bereit, in Nordrhein-Westfalen über eine Ampel-Koalition zu sprechen. Allerdings bleiben auch die Grünen skeptisch, ob ein solches Bündnis funktionieren kann. Zunächst aber setzen SPD und CDU ihre Gespräche fort.

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Liebäugelt wieder mit einer Regierungsbeteiligung: Andreas Pinkwart, FDP-Landeschef in NRW© Jakob Studnar/DDP

Bei der Regierungsbildung in Nordrhein-Westfalen ist neben einer Großen Koalition jetzt auch wieder ein Ampel-Bündnis möglich. Der FDP-Landesvorstand gab am späten Montagabend seinen Widerstand gegen Sondierungsgespräche mit SPD und Grünen auf.

Die FDP sei grundsätzlich gesprächsbereit, sagte FDP-Chef Andreas Pinkwart nach einer Sitzung des Landesvorstands. Der Ball liege aber bei CDU und SPD, die derzeit die Chancen einer Großen Koalition ausloten. Schwarz und Rot treffen sich an diesem Dienstag zu einem zweiten Sondierungsgespräch.

Scheitern der Gespräche mit Linken begrüßt

Im Fünf-Parteien-System bedürfe es "der Offenheit aller demokratischen Parteien bei der Regierungsbildung", heißt es in einem Beschluss des Landesvorstands. Oberstes Ziel müsse es sein, "bei schwierigen Mehrheitsverhältnissen zu einer stabilen Regierung im Interesse des Landes zu finden".

Der FDP-Landesverstand begrüßte ausdrücklich den Abbruch der Sondierungsgespräche von SPD und Grünen mit der Linkspartei. Bislang hatte die FDP ihr Nein zu Gesprächen über eine Ampel mit den Kontakten von SPD und Grünen mit der Linken begründet. "CDU, SPD und Grüne sind für die FDP Gesprächspartner im demokratischen Parteienspektrum", zitierte Pinkwart aus dem Vorstandsbeschluss.

Die Grünen sehen eine Koalition mit der FDP allerdings mit großer Skepsis: "In NRW müsste sich insbesondere die FDP-Fraktion quasi neu erfinden, um von marktradikal auf sozialliberal umschalten zu können", kommentierte die Landesparteispitze Ampel-Überlegungen.

Rüttgers hofft auf Große Koalition

CDU und SPD setzen an diesem Dienstag ihre Sondierungen für eine Große Koalition in Nordrhein-Westfalen fort. Im zweiten Gespräch soll es unter anderem um das schwierige Feld der Bildungspolitik gehen. Nach der ersten Runde in der vergangenen Woche hatte sich die CDU deutlich positiver über die Chancen einer schwarz-roten Koalition geäußert als die SPD.

Neben inhaltlichen Differenzen müssen beide Parteien auch die Frage klären, wer in einem Bündnis den Ministerpräsidenten stellen würde. Sowohl die CDU als auch die SPD erheben Anspruch auf das Führungsamt. Zuletzt hatte aber auch die FDP wieder Bereitschaft gezeigt, sich für eine Ampel-Koalition mit SPD und Grünen zu öffnen.

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) setzt seine Hoffnungen weiter auf eine Große Koalition. "Die Sondierungsgespräche laufen nach meiner Einschätzung gut", sagte er. "Es gibt die große Aufgabe, eine stabile Landesregierung in schwieriger Zeit zu bilden." Nach dem Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler hätten die Parteien in Nordrhein-Westfalen eine zusätzliche Verantwortung.

Zu einer wesentlich pessimistischeren Einschätzung kommt dagegen die SPD. "Ich habe aus dem ersten Gespräch noch keine belastbaren Hinweise, dass die CDU bereit und imstande ist, einen Politikwechsel zu beginnen", sagte Norbert Römer, Mitglied der SPD-Verhandlungskommission, der Nachrichtenagentur DPA. Dies betreffe sowohl programmatische als auch persönliche Grundlagen einer Zusammenarbeit.

DPA/AFP
 
 
KOMMENTARE (10 von 38)
 
Kippi (02.06.2010, 15:00 Uhr)
Typisch, einfach nur typisch
für die Hipp-Hopp-Partei FDP.
Sie macht wieder einmal ihrem Ruf
alle Ehre !!!!
Onzapintada (02.06.2010, 01:05 Uhr)
Kehrtwende der Kehrtwende: FDP will Ampel
Da haben BDA, BDI und INSM wohl mit Kuendigung der Freundschaft gedroht.
rockyciano (01.06.2010, 19:08 Uhr)
Lieber STERN
Ich möchte gern um Aufklärung bitten - und zwar im Bezug zu Ihren Löschaktionen.Mir ist schon seit längerem aufgefallen,dass bei einigen schon bei falscher Wortfall gelöscht wird.

Nun gibt es hier im Forum zwei Herrschaften - die dürfen nach Belieben walten und schalten,Behauptungen aufstellen - andere Teilnehmer beleidigend und unseriös angehen ..........und es wird vom Stern toleriert........und toleriert.

Es ist schon sehr auffällig und es Bedarf einer Aufklärung dieser Diskrepanz.

MfG
wachauf (01.06.2010, 17:41 Uhr)
das ist toll
Ist der Herr Pinkwart jetzt die Ypsilanti von NRW? Nein, da gibt es sicher ganz andere Masstäbe.
Johann58 (01.06.2010, 17:35 Uhr)
@undueberhaupt (01.06.2010, 17:21 Uhr)
und jetzt verlangt er von Frau Kraft, dass sie nach seinem Schniedel greift oder wie habe ich das zu verstehen?
undueberhaupt (01.06.2010, 17:21 Uhr)
Er kann es nicht ertragen!
Pinkwart schwimmt im Baldeneysee seine Runden. Plötzlich kommt eine Westerwelle und er schluckt reichlich Wasser. Er taucht kurz unter, anschließend spuckt er das Wasser wieder aus. Was ist denn das? Er sieht die Hannelore und den Jürgen händchenhaltend am Strand langlaufen.
Hastig schwimmt er ans Ufer. Als er aus dem Wasser steigt, um den beiden nachzulaufen bemerkt er, das er im Wasser seine gelbe Badehose verloren hat.......
Bajazet (01.06.2010, 17:04 Uhr)
Guter Wortbruch
Die FDP hat vor der Wahl eine Koalition mit der SPD und den Grünen ausgeschlossen. Jetzt folgt der Wortbruch. Wo ist die öffentliche Empörung wie man sie in Hessen erleben konnte? Wir lernen: Wortbruch zwischen SPD und Linkspartei: böse! Wortbruch der FDP: kein Problem! Wiedermal messen die Medien mit zweierlei Maß.

Außerdem: wenn die SPD und die Grünen wirklich mit der marktradikalen FDP koalieren, dann können sie sich wohl endgültig von dem Anspruch verabschieden, eine soziale Partei zu sein, die die Interessen den Mehrheit der Menschen in diesem Land vertritt. Aber offenbar will man keine andere Politik, sondern einfach nur die Macht und das Amt des Ministerpräsidenten.
Johann58 (01.06.2010, 16:50 Uhr)
Anscheinend haben die Vordenker der FDP
ausgemacht, dass das Prinzip Hessen in NRW nicht aufgehen wird insbesondere nachdem auch noch der Bundespraesiden fahnenfluechtig geworden ist. Die Gefahr bein Neuwahlen sich das Parlament von aussen ansehen zu muessen ist wohl ziemlich gross.

Also dreht man das Faehnchen mal wieder in den Wind.

Rueckbetrachtet hat sich ja nichts geaendert. die SPD hat Sondierungsgespraeche mit der Linken gefuehrt und das war der Hintergrund der Verweigerung. Die FDP hat ja nicht auf eine Koalition mit der Linken refektiert sondern auf die Gespraeche als solche und nie davon geredet, wenn die Gespraeche scheitern, dass dann die Situation eine andere sein. UMFALLER ist der einzig passende Begriff. So kriecht man den im Zweifel in den Schoss der alten Tante SPD um sich selbst den Arsch zu retten. Ernst nehmen kann ich Guido's Spasspartei nun wirklich nicht. Selbstaufloesung waere der einzige Ausweg.
auwei (01.06.2010, 16:49 Uhr)
@Prologo
Wahlpflicht? Wie immer die schlechteste Lösung (Zwang) - aber wenn die Frustrierten selbst zum Wahlzettel-ungültigmachen zu bequem sind, vielleicht die letzte Chance für die Demokratie.
sebale1 (01.06.2010, 16:38 Uhr)
Wen wunderts ...
natürlich wollen diese Parasiten an die "Töpfe" - Pinkwart ist doch für sonst nichts zu gebrauchen ...

Habt ihr den mal erlebt ?

Flach, sprudlet - wie Guido - nur nichtssagende, leere Floskeln aus, hat - wie Guido - in seinem leben noch nichts vernünftiges geleistet, singt die Lieder derer, die zahlen,....

weg mit diesem konturlosen, nichtsnutzigen Pack !
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