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2. Juli 2009, 11:59 Uhr

Afghanistan-Einsatz für Merkel "ohne Alternative"

Während im Süden von Afghanistan das US-Militär gerade mit einer Großoffensive begonnen hat, verteidigte Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundestag den Einsatz der Bundeswehr am Hindukusch. "Wir werden vor dieser Aufgabe nicht weglaufen", sagte die Kanzlerin kämpferisch.

Regierungserklärung, Merkel, Afghanistan, Bundestag, G8-Gipfel

Bundeskanzlerin Angela Merkel bekannte sich in ihrer Regierungserklärung erneut zum Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan© Thomas Peter/Reuters

Trotz der zunehmenden Gewalt hält Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Bundeswehreinsatz in Afghanistan fest. Das deutsche Engagement am Hindukusch sei ohne vernünftige Alternative, sagte Merkel in ihrer Regierungserklärung am Donnerstag im Bundestag. "Wir werden vor dieser Aufgabe nicht weglaufen, sondern werden sie Schritt für Schritt erfüllen."

Der Tod der drei Soldaten, die in der vergangenen Woche bei einem Feuergefecht gestorben waren, habe erneut gezeigt, dass die internationale Gemeinschaft in Afghanistan vor großen und schwierigen Herausforderungen stehe. Der Ansatz der "vernetzten Sicherheit" sei der richtige. Ziel sei es, dass in Afghanistan die Streit- und Polizeikräfte die Sicherheit selbst garantieren könnten. Das gehe noch nicht und bedürfe daher der internationalen Hilfe, erklärte die Kanzlerin.

Der Bundestag stimmt am Donnerstag über die Beteiligung der Bundeswehr am geplanten Einsatz von AWACS-Aufklärungsflugzeugen in Afghanistan ab. Bis zu 300 Soldaten sollen an der Überwachung des afghanischen Luftraums mitwirken. Zudem forderte der Nato-Botschafter der USA am Mittwoch, dass die zur Sicherung der afghanischen Präsidentschaftswahl entsandten zusätzlichen Truppen auch nach dem Urnengang am 20. August im Land bleiben.

G8-Gipfel-Themen: Klimaschutz und Finanzmarkt

Weitere Schwerpunkte ihrer Regierungserklärung im Vorfeld des G8-Gipfels in Italien legte Merkel auf den Klimaschutz, die neue EU-Finanzverfassung und das Verhältnis zum Iran.

Beim Klimaschutz ist die Europäische Union nach Ansicht von Merkel weiter Vorreiter - trotz einer Trendwende in den USA. "Europa hat eindeutig die Führung", sagte Merkel. Die Klimaziele, die das US-Abgeordnetenhaus vorgelegt habe, führten noch nicht automatisch zu dem Ziel, das für 2050 nötig sei. "Aber sie bedeuten eine Trendwende." Nötig sei ein Bekenntnis, dass die weltweite Temperatur bis 2050 um zwei Grad steige. Merkel zeigte sich zuversichtlich, dass es beim UN-Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen eine Lösung geben kann.

Die Kanzlerin forderte die führenden Wirtschaftsnationen vor dem G8-Gipfel im italienischen L'Aquila auf, an einem Strang zu ziehen. Die Bundesregierung werde in der kommenden Woche darauf beharren, dass eine weltweite Finanzmarkt-Verfassung auf den Weg gebracht werde, um eine ähnliche Krise in Zukunft zu vermeiden. Sie warb für gleiche Kriterien bei der Arbeit an einer Finanzaufsicht in der EU und den USA.

Verhandlungen mit dem Iran

Trotz der aktuellen diplomatischen Spannungen mit dem Iran ist Merkel nach wie vor für direkte Verhandlungen über das Atomprogramm des Landes. Die Kritik am Vorgehen des Iran gegen die Demonstrationen nach der Präsidentenwahl dürfe nicht dazu führen, die Nuklearpolitik der Regierung in Teheran aus dem Auge zu verlieren, sagte Merkel.

Sie unterstütze ausdrücklich weiterhin das Angebot von US-Präsident Barack Obama für direkte Gespräche mit dem Iran. "Wir werden das flankieren", fügte die Kanzlerin hinzu. Vom G8-Gipfel der führenden Industrienationen kommende Woche in Italien erwarte sie ein klares Signal gegen die Einschränkung der Meinungs- und Demonstrationsfreiheit in der Islamischen Republik.

DPA/AP/AFP
 
 
KOMMENTARE (10 von 14)
 
pitiplatsch (05.07.2009, 08:09 Uhr)
Dies Kriegslüsterne Kanzlerin
sieht keine Alternative ! wundert mich nicht weil ihr Oberstübchen gewaltig von den Lobbyisten und den Amis beeinflust ist, deshalb gehört das Kriegsgaile Weib in die Spree gejagt. Das deutsche Volk W I L L keinen Krieg nur diese Mafiöse Kanzlerin mit ihren Schleimern. Keine Alternative dass ich nicht Lache. Raus aus Afghanistan und fertig. In Ruanda werden Kinder und Frauen vergewaltigt, da höre ich von der Christlichen Demokratischen Union genannt CDU was bitte ?? N I C H T S !!! Da zieht die CDU den Schwanz ein sofern sie überhaupt noch einen hat, da werden Frauen und Kinder jahrelan missbraucht da sagt diese Kanzlerin Halleluja. Dieses eiskalte egoistische Weib gehört was ??? a b g e w ä ä ä ä h l t !!!!
audio001 (04.07.2009, 09:07 Uhr)
Ich bin Bürger,- aber nicht blöd!
Irgendwie interessant: Herr Jung spricht davon, dass es in Afghanistan keinen Krieg gibt, und die USA startet einen "Großoffensive"! Hält man die Bürger in diesem Land eigentlich nur noch für total bescheuert!
Marsmann (03.07.2009, 01:41 Uhr)
Waffengang - alternativlos?
Eine deutliche Mehrheit der deutschen Bevölkerung sieht das aber anders. Leider ist es aber fast sicher, dass die das dann aber bei der Bundestagswahl irgendwie vergessen haben wird.
raskas (02.07.2009, 19:17 Uhr)
Merkels Demokratieverständnis
Das Wort "alternativlos" ist eine von Merkels Lieblingsvokabeln. Das sagt einiges aus über ihr Demokratieverständnis. Denn wäre Politik wirklich alternativlos, dann bräuchten wir keine Parteien und keinen Pluralismus. Dann tut´s auch eine Diktatur, in der es sich Merkel ja auch 35 Jahre lang bequem eingerichtet hatte.
Ich hab einfach mal mit den Begriffen "Merkel" und "alternativlos" gegoogelt und das gefunden (nur eine kleine Auswahl):
Merkel verteidigt Bankenrettungsgesetz als alternativlos.
Merkel nennt Rettung von Opel alternativlos.
Merkel: Vorgehen der Regierung im Fall HRE "alternativlos".
Die umstrittenen Hartz-IV-Gesetze sind aus Sicht von CDU-Chefin Merkel alternativlos.
"Wir müssen erklären, dass unser Handeln aber alternativlos ist,"
Angela Merkel hat den US-Krieg gegen Afghanistan 2001 als "alternativlos" bezeichnet.
"Für mich ist der Weg der europäischen Einigung alternativlos. ..."
etc.
JohnnyCash (02.07.2009, 13:53 Uhr)
wer dieses Pack noch wählt...
...der hat echt eine an der Waffel!
kaffeesatz (02.07.2009, 13:45 Uhr)
Michael Moore
hat in den USA Politiker gefragt, ob sie ihre Kinder in den Irak-Krieg schicken würden. Ergebnis: wenn überhaupt eine Antwort, dann ablehnend.Vielleicht sollte man bei uns auch mal nachfragen. Mit ihrer Aussage "es gibt keine Alternaive" zieht sie Deutschland immer tiefe in diesen Krieg. Auch mit Waffengeschäften läßt sich die Wirtschaft ankurbeln und bei der Überbevölkerung unserer Erde kann man mit einem Krieg auch dort entgegen wirken, hauptsache es trifft die Entscheidungsträger nicht selbst!
MRP66 (02.07.2009, 13:34 Uhr)
Überlegt wählen gehen
Ich hoffe, dass viele viele Bürger nicht Ihr Kreuz bei der CDU/SPD/FPD/GRÜNE sezten. Das sind die Kriegsunterstützer (von dem anderen Mist, den sie fabrizieren mal abgesehen)
Ich habe auch Probleme was ich ankreuzen könnte, aber eine von diesen Parteien kommen nicht in Frage!
SirExekutive (02.07.2009, 13:34 Uhr)
gutes training für einen größeren krieg
die regierung versucht ja schon seit längerem die bundeswehr von einer reinen verteidigungsarmee zu einer "transkontinentalen eigreifstruppe" umzutransformieren, um so zukünftige kriege für europas "rechtmäßige rescorcen in aller welt" zu führen..
.
da bietet sich afghanistan im vorfeld schon super an, um dort für künftige angriffskriege zu trainieren
Xennia (02.07.2009, 13:27 Uhr)
Absatzmarkt für Waffenindustrie
In Afghanistan werden junge Soldaten verheizt, die sich für den dortigen Militäreinsatz vor allem deshalb melden, um der Arbeitslosigkeit zu entgehen.
Den einzigen Sinn des Eisatzes der Bundeswehr sehe ich darin, dass die Waffenindustrie in Afghanistan einen Absatzmarkt für ihre Ware hat und in den positiven Effekten für die Arbeitslosenstatistik. Das meine ich
sarkastisch.
Countryjoe (02.07.2009, 13:19 Uhr)
Hohle Phrasen!
Sie soll doch wenigstens zugeben, daß dort Krieg geführt wird. Krieg im Auftrag der USA. Mit Glück fällt ein Terroranschlag ab, dann hats je endlich den Grund um uns alle in Schutzhaft zu nehmen.
Solche Politiker sollte man nicht wählen.
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