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8. Februar 2008, 13:05 Uhr

"Deutsche Soldaten können kämpfen"

Bald werden sich 200 deutsche Soldaten als schnelle Eingreiftruppe auf den Weg nach Afghanistan machen. In Café Einstein, dem neuen Web-TV-Format von stern.de sagt Reinhold Robbe, Wehrbeauftragter des Bundestags, wie gefährlich der Einsatz am Hindukusch sein wird.

Deutsche Isaf-Soldaten: "Aufgaben, mit Kampf und hartem Einsatz"© AP

"Den Feind aufhalten und auf Soldaten warten." Der Auftrag der Bundeswehr zu Zeiten des Kalten Krieges an der innerdeutschen Grenze wurde nur allzu oft belächelt. Die Zeiten haben sich geändert. Schon in den 90er Jahren flog die deutsche Luftwaffe Kriegseinsätze über Bosnien-Herzegowina und dem Kosovo. Seit Jahren stehen mehrere 1000 Bundeswehrsoldaten in Afghanistan.

Ab Sommer soll nun ein gut 200 Mann starker Kampfverband hinzukommen, so Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU). Die Forderung der Alliierten nach deutscher Kampfunterstützung auch im Süden Afghanistans, lehnt er aber nach wie vor ab.

Zu recht, so der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Reinhold Robbe (SPD), im stern.de-Interview. "Es gibt keine politische Mehrheit für ein stärkeres Engagement in Afghanistan." Diese Entscheidung habe aber nichts mit den Fähigkeiten der deutschen Soldaten zu tun. Die Bundeswehr sei sehr wohl auch für Kriegseinsätze zu gebrauchen, widerspricht Robbe anderslautenden Äußerungen. "Sie könnte sicher bestimmte Aufträge auch im Süden rein von ihren Möglichkeiten her übernehmen, sie könnte auch in bestimmten Segmenten Aufgaben übernehmen, die mit Kampf und hartem Einsatz verbunden sind."

Zweifelsohne ein gefährlicher Job, gibt auch der Wehrbeauftragte zu. Damit, dass deutsche Soldaten künftig fallen werden, müsse gerechnet werden. "Eine 100prozentige Sicherheit gibt es nicht, aber ich achte natürlich darauf, dass all das, was technisch machbar und möglich ist, auch tatsächlich bereit gestellt wird für die Soldaten." Doch gerade beim Material sieht Robbe die größten Probleme: die Bundeswehr sei "bereits jetzt schon an die Grenzen ihrer Möglichkeiten gestoßen,so dass wir da gar nicht mehr machen können". Als Beispiele nennt er in erster Linie die fehlende Lufttransportkapazität, sprich Großraumflugzeuge zum Material- und Personaltransport sowie Hubschrauber.

lb
 
 
KOMMENTARE (10 von 16)
 
Cifer (10.02.2008, 16:44 Uhr)
Die Anschläge ....
von NY waren vor dem Afghanistankrieg alle weiteren eine Schlußfolgerung aus dem Erfolg und dem Schock der durch NY entstand. Hätten wir in Afghanistan früher investiert mit humanitären Hilfen (ich rede z.B. von einem Zeitraum vor 15 Jahren) hätte es diese Anschläge vllt nicht gegeben. Dies ist jedoch nur eine Vermutung und ein Glaube in den guten willen der Bevölkerung unsere Hilfe richtig zu erkennen und daraus die Ableitung das Funsamentalisten keine Chance mit Ihren radikalen Gedanken haben. Die Anschläge mit dem Einsatz der USA in Verbindung zu bringen ist unglaubwürdig. Den letzten Krieg den Amerika geführt hat war der Vietnamkrieg (1. Golfkrieg hatte eine UNO und NATO Mandat, schließlich hat der Irak Kuwait angegriffen.). Oder reden wir jetzt von der globalen Überflutung des amerik. Lebensstil den die Welt angenommen hat? Falls jemand darauf pocht müssten bald die Schweden und Finnen Angst haben, Ikea und Nokia dominieren ja auch sehr stark......
carat (08.02.2008, 21:09 Uhr)
@Cifer
Bravo, besser kann man es nicht ausdrücken!
ganzbaf (08.02.2008, 19:44 Uhr)
Die Anschläge in Europa...
gab es nicht zuletzt wegen dem völlig unverhältnismäßigen Kriegseinsätzen der USA.
Und die Bundesbürger haben bereits drüber nachgedacht: 75% sind gegen den Einsatz!
Cifer (08.02.2008, 17:52 Uhr)
Wie naiv sind doch die meisten Mensch
Wenn ich mir all diese Kommentare durchlese frage ich mich, wie naiv hier die meisten Menschen sind. Glaubt denn wirklich jemand es ist damit geholfen das unsere Soldaten dort alleine humanitäre Arbeit leisten? Das uns alle mit Blumen begrüßen und sich freuen das wir einen Brunnen ausheben? Natürlich nicht, Fakt ist, es gibt genug Fanatiker die sich in die Luft sprengen, die sich freuen wenn Ungläubige fallen und die es eher als Willkommensgeschenk ansehen, das wir in einem Glauben verfallen einen Brunnen zu bauen hilft. Natürlich müssen wir uns verteidigen, natürlich müssen wir Kampftruppen senden. Für die Sicherheit der Bevölkerung (wer hilft dem afgahnischen Kind ohne Waffe vor dem Fanatiker in Bedrohung - der Amerikaner mit der M16 oder deutsche Soldat mit dem Klappspaten??) DENKT MAL BITTE DARÜBER NACH. Auch für unsere eigene Sicherheit! Klar müssen wir auch investieren, hat jemand gewusst das die ersten LKW unserer Soldaten keinen Minenschutz hatten? Das der KSK ohne Zelte in Afghanistan ankam, das nicht genug Decken da waren, wir reden hier nicht mal von PANZERN SONDERN VOM NÖTIGSTEN UND IHR REDET VOM GRUNDGESETZ UND HILFSARBEITEN. Unsere Soldaten hatten am Anfang weniger als jeder in diesem Land. UMD FÜR ALLE DIE JETZT MIT DEM GG kommen. Wenn wir uns hier einigeln und denken wir haben die Insel der Glückseeligen liegen wir hier völlig falsch. Denkt denn jemand wirklich wenn wir uns dort raushalten, das wir weiter in Sicherheit leben? Warum gab es denn einen Anschlag in Madrid, London, NY ?? Weil still da saßen und uns nur auf unseren Wohlstand ausruhten. Keine Nation wollte dorthin nach Afghanistan... wir mussten weil wir angegriffen wurden. Letzlich ist der Afghanistankrieg ein Verteidigungsangriff im Gegensatz zum IRAK dies war Angriffskrieg, mal bitte den Unterschied rausarbeiten gedanklich. Außerdem ist dies ein Bündniss, die Amerikander haben uns vom zweiten Weltkrieg und unserer ideologischen Irreführung weiter bewahrt, (wenn die Allierten nicht gewesen wären, hätten wir noch weiter Millionen vergast...) danach haben Sie uns vorm Kommunismus bewahrt der euch die Demokratie gab und euch das RECHT GAB JETZT ÜBER WAFFENGEWALT AUFZUREGEN..... ja ja die Allianz und USA sind so schlimm, Leute "ich krieg Kopfschmerzen" bei eurer blumigen Welt. Wacht auf, die Welt ist kein Ponyhof und wir müssen Verantwortung übernehmen...sonst reden wir, wenn der nächste Talibaniman auf dem Brandenburger Tor das Sonntagsgebot spircht und wir alle Kopftücher tragen müssen gegen unsere Willen (wer dies tut kann es sehr gerne - wir sind ja eine Demokratie). So...und jetzt bitte alle Grünen, Linken oder Friedensaktivisten aufregen über die ach so konservativen gedanken....Bis denn
stesocom (08.02.2008, 14:55 Uhr)
Deutsche Soldaten sollen morden !!!
Soldaten sollen nicht schießen und Morden, sondern helfen und bauen. Das ist der wirkliche Kampf gegen den Terrorismus!!
Die Bundeswehr engagiert sich vorbildhaft in Afghanistan. Sie hilft z. B. dabei, die völlig beschädigte Infrastruktur – ob es sich nun die Sanierung der Straßen oder der Aufbau von Schulen, Krankenhäuser, Ämtern etc.pp handelt – zu reparieren. Sie arbeiten für den Aufbau einer funktionstüchtigen Polizei, um die Sicherheit der Bevölkerung gewährleisten zu können.
In meine Augen handelt es sich hier nicht um einen Kriegseinsatz, sondern um eine humane Hilfestellung der Bundesrepublik Deutschland. Der Norden Afghanistan gilt im Verhältnis zum Rest des Landes als relativ sicher. Die Bevölkerung ist den deutschen Soldaten sehr dankbar. Sie sehen diese nicht als militärische Besatzungsmacht, sondern als Menschen in Uniform, die gekommen sind zu helfen. Anschläge auf das deutsche Kontingent sind daher äußerst selten. Würden deutsche Soldaten, wie ihre amerikanischen Alliierten, unbedachte Bombardements durchführen, wäre sicherlich auch der Norden verloren. Die U.S. Administration unter George W. Bush hat bis dato nicht verstanden, dass eine Terrorismusbekämpfung ohne die Mithilfe der Bevölkerung unmöglich bewältigt werden kann. Die Afghanen wünschen sich nicht mehr als ein friedliches Leben. Selbstverständlich haben deshalb 99 Prozent der Bevölkerung etwas gegen fanatische Islamisten, die in Namen Mohammeds gegen den dekadenten westlichen Lebensstil aufbegehren, und verabscheuen diese in jeder Beziehung. Sollten Amerikaner, Kanadier und Briten weiter eine so aggressive Interventionspolitik betreiben und sich als Besatzungsmächte aufspiele, verspielen sie jedes Vertrauen und Ansehen der westliche Welt – leider auch das Ansehen Deutschlands !!! - , so dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Bevölkerung gegen diese Länder vorgehen werden. Infolgedessen hat Deutschland das beste Engagement in Region gezeigt. Mit friedlichen Mitteln und der Zusammenarbeit mit der Bevölkerung gegen den Terrorismus.
Aber das Ende der Bush – Regierung wird ja im Januar 2009 kommen; falls der leicht unterbelichtete Mensch namens George Walker nicht noch Krieg gegen den Iran anfängt.......
Stesocom (www.soppe-stefan.de)
Malt (08.02.2008, 14:51 Uhr)
Berufsarmee?
Damit wir den Zustand einer Parallelgesellschaft wie in den USA schaffen? DAS würde den Lobbiisten sicher gut gefallen... denn dann hat man in der Öffentlichkeit keine Diskussion mehr darüber, ob es rechtens oder unrechtens ist, deutsche Soldaten ins Ausland zu schicken, dann sagt ja jeder "die werden doch dafür bezahlt". Da entfällt quasi die Notwendigkeit einer sich zu Rechtfertigen.
Wenn wir eine Berufsarmee hätten, dann wären wir auch schon mit in den Irak einmarschiert.
Bremer-Alexander (08.02.2008, 14:44 Uhr)
tja soviel dazu
Tja es hiess einmal von deutschem Boden solle nie wieder krieg ausgehen. Aber diesen Vorsatz haben die heutigen Politiker wohl laengst ueber Bord geworfen, genau wie ihre Verpflichtung dem EIGENEN Volk gegenueber usw. Viel spass in afghanistan ihr deppen, lasst euch ne Kugel in den Arsch jagen, vielleicht gibts dann ne Medallie von euren Ammifreunden, die koennen sie euch dann umhaengen wenn ihr mal aus ihrem a**** gekrochen kommt.
Nursery (08.02.2008, 14:32 Uhr)
Berufsarmee
Es sollte endlich davon gesprochen werden ob wir denn besser eine Berufsarmee einsetzen sollten.Diese sollte dann so Finanziell und Technisch ausgerüstet werden um in diesen Konflikten eingesetzt zu werden.Wer glaubt den noch, daß wir uns hinter den Einschränkungen der Allierten im zweiten Weltkrieg dauerhaft verkriechen können.Kleine Staaten wie Norwegen zeigen uns wie es geht (leider auch mit Verlusten).Doch es Dauerhaft nicht zu vermitteln, nur Sanitäter und Pioniere um Löcher zu graben einzusetzen.Die Konflikte nehmen zu und die Politiker sind nicht in der Lage uns Bürgern reinen Wein einzuschänken.
Roy05441 (08.02.2008, 14:23 Uhr)
Da hat doch irgend ein Depp
schon 1950 gesagt,: von deutschem Boden wird niemals mehr ein Krieg geführt! Jetzt wird der Waffen-Lobby ein neues Ränzlein geschnürt!
Wir schicken aus unsere Soldaten in alle Welt, zu suchen nach Gold und Edelsteinen, dass selbst dem dümmsten Deutschen es gefällt!
Setzt die Verfassung außer Kraft, dass jeder der daran verdienen will,
einen höheren Kontostand denn schafft!
Albimonte (08.02.2008, 14:19 Uhr)
Kann die BW denn nun Einsätze
im Süden leisten, oder nicht? Mal heißt es, es geht von den Ressourcen her nicht, jetzt fehr auf einmal die "politische Mehrheit"- Herr Jung wird schon sehen, wohin die Abwertung der BW, Deutschlands Fähigkeiten und Wille uns führen werden. Niemand wird uns in der Nato noch ernst nehmen.
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