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6. März 2007, 08:50 Uhr

SPD-Linke sucht Schlupfloch

20 Sozialdemokraten wollen die Rente mit 67 nur dann einführen, wenn 2010 mehr als die Hälfte der 55- bis 65-Jährigen einer Arbeit nachgehen - dieser Fall ist jedoch wenig wahrscheinlich.

Der Renteneinstieg mit 67 soll an Bedingungen geknüpft sein© Matthias Hiekel/DPA

Rund 20 SPD-Abgeordnete wollen die Heraufsetzung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre an Bedingungen knüpfen. Nur wenn 2010 mehr als die Hälfte der Menschen zwischen 55 und 65 Jahren regulär beschäftigt seien, solle das Rentenalter nach dem Willen der Gruppe angehoben werden, berichtete die "Bild"-Zeitung. Sollte die Forderung umgesetzt werden, sei eine Erhöhung des Rentenalters unwahrscheinlich, weil die Beschäftigungsquote in dieser Altersklasse bei knapp 30 Prozent liege. "Ohne diese Klausel macht eine Verlängerung der Arbeitszeit überhaupt keine Sinn", sagte der SPD-Linke und Vorsitzende des Arbeitnehmerflügels in der SPD, Ottmar Schreiner, der Zeitung.

Die Proteste seien nicht neu, auch Teile der SPD hätten Zweifel bei dem Vorhaben, erklärte Arbeitsminister Franz Müntefering in der ARD. "Ich bin sicher, wir werden das Gesetz beschließen", sagte er mit Blick auf die kommende Bundestagsabstimmung.

Die Gewerkschaften laufen seit Wochen Sturm gegen die Heraufsetzung des Rentenalters. Das SPD-Präsidium hatte jüngst eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die Wege zur sozialen Abfederung der Erhöhung des Renteneintrittsalters finden soll. Das gesetzliche Renteneintrittsalter soll ab 2012 schrittweise bis 2029 von 65 auf 67 Jahre steigen.

Reuters
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
Rosenengel (06.03.2007, 13:43 Uhr)
Einsparung von Rentenzahlungen durch vorzeitigen Tod
Eigentlich müsste doch ein Aufschrei der Entrüstung durchs Land fegen und die Politiker, die solche Pläne in die Tat umsetzen wollen wegfegen.
Was ist aus dem "Generationenvertrag" geworden? Der wird dadurch gebrochen und eigentlich bräuchte niemand mehr Rentenbeiträge in die Kassen einzuzahlen.
Angesichts von 5 - 7 Millionen Arbeitslosen (offiziellen und verdeckten - ABM) will man das Rentenalter hinaufsetzen. Was die Politiker damit erreichen wollen, ist folgendes: Wer länger arbeitet, "verschleisst" eher, wer früher verschlissen ist, stirbt eher und wird dann natürlich überhaupt keine Rente mehr beanspruchen. Deshalb dürfen ja auch Politiker und Beamte früher in Rente gehen, damit sie auch noch recht viele Jahre Zeit haben, sich ihrer hohen (zu hohen) Renten- und Pensionszahlungen zu erfreuen.
Und der grosse Wiederspruch ist doch auch folgender: Dem eigenen Volke werden immer mehr Belastungen bei ständig sinkenden Gegenleistungen aufgebürdet, während man Steuergelder bei Auslandseinsätzen, Waffenschenkungen an Israel, "Hilfs"- Sendungen an irgendwelche Staaten und Sozialstütze an jeden der kommt verpulvert.
Steuer und Rentenalter rauf, Lebensqualität runter. Deutsche raus aus Deutschland!
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