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Kampf um die Führung der NRW-CDU

Im Zweikampf um die Führung der nordrhein- westfälischen CDU haben sich Bundesumweltminister Norbert Röttgen und Ex-Landesintegrationsminister Armin Laschet ein erstes Rededuell geliefert.

Rund 700 CDU-Mitglieder haben in Münster-Hiltrup das Duell um den künftigen Parteivorsitz in Nordrhein-Westfalen verfolgt. Moderiert vom ehemaligen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers stellten sich der frühere Düsseldorfer Integrationsminister Armin Laschet und sein Gegner, Bundesumweltminister Norbert Röttgen, am Mittwochabend auf der Regionalkonferenz den Fragen der Basis.

Die Organisation der Partei samt der Neugewinnung von Mitgliedern war ebenso Thema wie die Schulpolitik, der Industriestandort NRW und die Integration von Zuwanderern. Während Laschet auf eine Kommunalpolitik pochte, die sich im eigenen Interesse auch mal der Bundespolitik entgegenstellen müsse, warb der Bundespolitiker Röttgen für eine "christdemokratische Politik aus einem Guss", die kommunale, landes- und bundespolitische Interessen berücksichtigt.

Doch noch während der zweistündigen Diskussion mussten die Mitglieder feststellen, dass sich die Kandidaten in ihren Ansichten ähneln. Einer fragte schließlich: "Worin unterscheiden Sie sich? Sie sind ja gar nicht weit auseinander."

Gemessen am Applaus nach dem ersten Statement hatte Röttgen zu Beginn die Nase vorn. Der Beifall für ihn dauerte 38 Sekunden, der für seinen Gegner etwa 20. Doch am Ende der Diskussion schien es, als sei das Rennen nach wie vor offen.

Die Versammlung in Münster war der Auftakt zur Vorstellungsrunde der Kandidaten auf insgesamt acht Regionalkonferenzen in Nordrhein-Westfalen. Sieben weitere folgen im September in Bonn, Paderborn, Iserlohn, Bottrop, Aachen, Düsseldorf und Krefeld. Ende Oktober soll eine Mitgliederbefragung über die Frage des Landesparteivorsitzes entscheiden. Das Ergebnis werde am Abend des 31. Oktober in Düsseldorf bekanntgegeben, sagte Rüttgers und ergänzte: "Beide Kandidaten haben gesagt, dass sie sich an das Votum der Basis gebunden fühlen." Die "rein formale Entscheidung" über den Parteivorsitz werde dann der Landesparteitag am 6. November treffen.

APN/DPA/DPA
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