Mobile Ansicht
Wechseln Sie für eine bessere
Darstellung auf die mobile Ansicht
Weiterlesen Mobile Ansicht
HOME

Was macht Pofalla als Cheflobbyist der Bahn?

Der erste Arbeitstag für Ronald Pofalla bei der Deutschen Bahn: Der frühere Kanzleramtsminister hat seinen Job als Cheflobbyist im DB-Management angetreten. Doch was sind dort seine Aufgaben?

  Der frühere Kanzleramtsminister Ronald Pofalla hat seinen neuen Job bei der Bahn angetreten

Der frühere Kanzleramtsminister Ronald Pofalla hat seinen neuen Job bei der Bahn angetreten

Der frühere Kanzleramtsminister Ronald Pofalla hat am Freitag seine neue Stelle als Cheflobbyist der Deutschen Bahn angetreten. Der 55-Jährige ist Generalbevollmächtigter für politische und internationale Beziehungen bei dem bundeseigenen Konzern. Der geplante Wechsel war bereits vor einem Jahr bekanntgeworden und hatte Kritik hervorgerufen. Bahnchef Rüdiger Grube hielt aber an Pofalla fest. Schließlich wurde eine Karenzzeit von zwölf Monaten vereinbart. Sein Bundestagsmandat legte er mit Wirkung zum 31. Dezember nieder, wie die "Rheinische Post" berichtete.

Mehr Zeit für Privates wolle er haben, hieß es unter anderem zur Begründung dafür, dass Pofalla im Dezember 2013 seinen Posten aufgab. Drei Wochen später kam heraus, was der CDU-Politiker vorhatte: Pofalla plante einen Wechsel ins Management der Deutschen Bahn.

Zwei Funktionen als Cheflobbyist

Seit Freitag hat der 55-Jährige den neuen Posten. Im Vergleich zum Dauerstress eines Behördenleiters an der Seite von Bundeskanzlerin Angela Merkel könnte es dort tatsächlich etwas ruhiger zugehen.

Pofalla wirkt bei der Bahn als sogenannter Cheflobbyist. Dabei erfüllt er vor allem zwei Funktionen: Er soll die Kontakte zu den Bahnexperten im Bundesverkehrsministerium und des Bundestages pflegen und sich dort für die Interessen der Bahn einsetzen, deren Eigentümer der Bund ist.

Viel wichtiger dürfte Pofallas Wirken in Brüssel sein. Dort soll er Einfluss auf die Entscheidungsträger der Europäischen Union nehmen, wenn es etwa um Wettbewerbsfragen geht. Zuletzt wehrten sich Bund und Bahn erfolgreich gegen das Bestreben der EU-Kommission, den Zugbetrieb organisatorisch vom Gleisnetz der Bahn zu trennen.

Für Pofalla wird die jetzige Aufgabe aber voraussichtlich nur eine Zwischenstation sein. Nach dem Wunsch von Bahnchef Rüdiger Grube soll der Ex-Politiker voraussichtlich im Frühjahr 2017 in den Konzernvorstand aufsteigen - als Leiter eines mächtigen Ressorts für Recht, Regeltreue, Datenschutz und politische Kontakte.

mka/DPA/DPA
täglich & kostenlos
Täglich & kostenlos

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools