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27. Dezember 2007, 18:06 Uhr

Zweijähriger verhungert und verdurstet

Erneut ist in Deutschland ein verwahrlostes Kleinkind offenbar qualvoll ums Leben gekommen. Weil sie ihren zwei Jahre alten Sohn an Weihnachten verhungern und verdursten ließ, wurde eine 23-jährige Frau aus dem sächsischen Kirchberg bei Zwickau wegen Totschlagsverdacht festgenommen.

Nach Polizeiangaben vom Donnerstag wird der Mutter vorgeworfen, am Tod ihres Kindes durch Unterlassen schuldig zu sein. Sie werde am (morgigen) Freitag dem Haftrichter vorgeführt, sagte ein Behördensprecher. Die arbeitslose Frau rief am Zweiten Weihnachtstag den Notarzt und erklärte, dass es ihrem Sohn schlecht gehe. Der Arzt konnte nur noch den Tod des Kindes feststellen. Eine Obduktion ergab, dass der Junge an Untergewicht litt. Zudem sei der Körper erheblich entwässert gewesen.

Erinnerung an Fall Lea-Sophie

An der Leiche seien keine Anzeichen äußerer Gewalt entdeckt worden. Der genaue Todeszeitpunkt sei derzeit aber noch nicht festzustellen, sagte der Sprecher. Nach seinen Angaben lebte die Frau alleine. Sie habe noch zwei weitere Kinder. Als der Notarzt eintraf und das tote Kind entdeckte, seien die beiden anderen Kinder ebenfalls in der Wohnung gewesen.

Ende November hatte der Fall der von ihren Eltern vernachlässigten Lea-Sophie aus Schwerin die Öffentlichkeit erschüttert. Das Kind wurde in äußerst kritischem Zustand von einem Notarzt in das Klinikum Schwerin gebracht, wo es trotz aller Rettungsversuche wenige Stunden später stirbt. Mutter und Vater werden festgenommen.

AP/kbe

 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
Millhouse73 (28.12.2007, 05:58 Uhr)
Wenn es
irgendwie moeglich waere, sollte man unseren Bruedern im Osten staatlich verbeiten, das Sie Kinder in die Welt setzen.
Wenn man sich mal die Meldungen der letzten Monate durchliest, kommt man zu dem erschreckendem Resultat, das sich solche Vorfaelle ueberwiegend im Osten zutragen.
Ich weiss leider auch, das eine staatliche Zwangsverordung leider nits nuetzen wuerde, weil irgendwelche Gutmenschen sofort wieder alle moeglichen Gerichte dieser Welt anrufen wuerden und wahrscheinlich Recht bekommen wuerden.
Aber es waere wirklich schoen und mal ein sinnvolles Thema im Bundestag.
Und wie mein Vorredner so schoen sagte: Wer f**** kann,sollte wissen, das dabei Leben entsteht.
Schade nur, das wir im Westen das wahrscheinlich besser zu verstehen scheinen.
Schoenen Tag noch und guten Rutsch fuer 2008
ganzbaf (27.12.2007, 23:15 Uhr)
Deutschland...
...wie es sich entleibt und vergeht.
echtschoenhier (27.12.2007, 21:35 Uhr)
Warum läuft solch eine Nachricht nur noch "nebenbei"?
Ist es mittlerweile so, dass die toten und vernachlässigten Kinder stern.de nur noch eine Nebeninformation wert sind? Es ist ja viel schöner, wenn man die Spice-Girls oder Dummchen Paris Hilton bewundern kann. Und tote Kinder hat es in der letzten Zeit doch schon genug gegeben - da kommt es auf ein Opfer mehr oder weniger ja nicht mehr an. Aber ich gehe mal davon aus, dass die Nachrichtenlage noch nicht hinreichend ist für eine ausführlichere Berichterstattung oder dass noch nicht hinreichend Kommentare vorliegen.
Verdammt, wer fi.... kann, der muss auch wissen, dass dabei Lebewesen entstehen können, die nicht schlagartig für sich selbst sorgen können. Was ist mit den anderen zwei Kindern, die in der Wohnung mit dem Toten waren? Was ist mit der Mutter? Wird jetzt wieder die ach so arge Kindheit heran gezogen? Kommen wieder Hobbypsychologen um die Ecke, die mit einer Tasse Tee alles heilen wollen?
Es geht um Petting und um NIchtrauchen im Bundestag - das ist ja so schön einfach. Aber es geht um kein Kind, das jämmerlich verhungert und verdurstet, es geht um kein Kind, das misshandelt wird, es geht um kein Kind, das ausgesetzt wird und um keines, das getötet wird.
Und es geht nicht um die Lösung der Probleme, denn es ist viel einfacher, sich mit den dünnen Brettern wie Rauchverbot, Falschparken oder Pettingparagraph zu beschäftigen und Einigkeit zu zeigen. Ihr Politiker, Ihr habt so viel Gefühl gezeigt bei den Entführungen der Herren Schleyer und Ponto und deren Ermordungen. Das, was hier passiert, ist es gerade wert, sich damit zu beschäftigen und gemeinsame Ziele zu erreichen. Und diese Kinder haben keineswegs die Möglichkeit, mit einer Hilfsbotschaft nach draussen zu gehen.
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