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Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt ist über sein Steckenpferd, sein "Baby" gestolpert: Die zahlreichen Affären um die Landesbank, die Milbradt stets eng begleitet hatte, machen aus Sicht von Gegnern deutlich, dass der Westfale "nicht nur kein guter Politiker, sondern auch kein guter Finanzfachmann" war.
Ob Bayerische Landesbank, Sächsische Landesbank oder WestLB: Die Provinzbanker haben auf dem internationalem Kapitalmarkt nichts verloren. Und dass der bayerische Finanzminister Erwin Huber nicht weiß, wie es um die Bankgeschäfte der eigenen Landesbank bestellt ist, ist bis über die Schmerzgrenze hinaus blamabel.
Die Ossis kapieren es nicht? Vermurksen alles? So so. Sehen wir uns mal genauer an, wer den Ruf meiner Heimatstadt Leipzig ruiniert.
Als CSU-Chef ist er gescheitert. Und nun auch als bayerischer Finanzminister. Zurecht. Denn der Rückzug von Erwin Huber aus dem Kabinett wegen des Desasters um die Bayerische Landesbank war unumgänglich. Als Polit-Banker hat er die Zockerei auf Staatskosten zugelassen.
Mit der internationalen Finanzkrise verbrennt das Vertrauen in die Geldhäuser. Steuerzahler, Sparer und Anleger müssen dafür haften. Die deutsche Bankenwelt braucht einen Schnitt - und das Ende politischer Landesbanken.
Der Rücktritt des sächsischen Ministerpräsidenten Georg Milbradt gehört zu jener Kategorie, bei der man fragen muss: Weshalb erst jetzt? Weshalb so spät? Sein CDU-Landesverband jedenfalls ist froh darüber, ihn endlich los zu sein.
Die angeschlagene sächsische Landesbank kann sich dank einer milliardenschweren Risikoübernahme durch das Land nun doch in die Arme der Stuttgarter Landesbank LBBW retten. Ministerpräsident Milbrandt schloss einen Rücktritt vorerst aus.
Die Bilder ähneln sich: Die Folgen der globalen Finanzkrise treiben Sparer auch 2007 dazu, sich ihr Geld von der Bank bar auszahlen zu lassen. Die immer schwerer zu durchschauenden und riskanteren Deals der Finanzprofis lassen das Vertrauen schwinden - auch in Deutschland.
Nach dem Notverkauf der Sachsen LB hat der in die Kritik geratene zuständige Finanzminister Horst Metz nun seinen Rücktritt angekündigt. Zu seinen Beweggründen äußerte er sich anders, als viele erwartet hatten.
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