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Salafistenverein in Bremen nach Razzia verboten

Aus dem Umfeld der Vereinsmoschee hatten sich 21 Personen der Terrormiliz Islamischer Staat angeschlossen: Nun wurde der "Islamische Förderverein Bremen" nach einer Durchsuchung verboten. Unklar ist bislang, ob es auch Festnahmen gab.

Razzia gegen Salafisten

Sondereinsatzkräfte der Polizei (Archivbild): In Bremen wurde nach einer Durchsuchung ein örtlicher Salafistenverein verboten

Razzia in Bremens Salafisten-Szene: Die Polizei hat am Dienstag zahlreiche Wohnungen in der Hansestadt durchsucht. Hintergrund ist eine von Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) erlassene Anordnung, mit der der Islamische Förderverein Bremen e.V. verboten wurde.

Dabei handele es sich um den Nachfolgeverein des bereits im Dezember 2014 verbotenen salafistischen Kultur- und Familienvereins (KuF), wie Mäurers Sprecherin Rose Gerdts-Schiffler auf Anfrage bestätigte. Weitere Details nannte sie nicht.


Innensenator Mäurer will am Vormittag bei einer Pressekonferenz über den Einsatz informieren. Bei den Razzien wurden auch Vereinsräume durchsucht. Auch die Polizei bestätigte die Aktion, die um 6.00 Uhr begann. Ob es Festnahmen gab, blieb zunächst offen.

Bremen Hochburg der Salafisten

Bremen gilt als eine Hochburg der Salafisten, die zu der radikal-islamischen Szene gehören. Der Verein KuF war verboten worden, weil Mitglieder auf Seiten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in den Kampf nach Syrien gezogen waren.

 Die Bremer Islamisten-Szene war bereits im Februar 2015 mit einem gegen sie gerichteten massiven Anti-Terroreinsatz in den Schlagzeilen. Allerdings hatte sich damals der Terrorverdacht nicht bestätigt. Eine Durchsuchung des Islamischen Kulturzentrums (IKZ) wurde später vom Bremer Landgericht als rechtswidrig eingestuft.

amt/DPA
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